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Schulkinder © Syda Productions

Gewalt und Mobbing vorbeugen

Gewalt tritt in verschiedenen Formen auf und kann unterschiedliche körperliche und psychische Folgen haben. Auch in der Schule ist Gewalt ein Thema. Doch sie darf nicht einfach hingenommen werden. Durch richtiges Verhalten und rechtzeitiges Einschreiten können aggressive Handlungen, Gewalt und Mobbing vermieden, gestoppt oder zumindest verringert werden. Ob direktes Eingreifen, Unterstützung durch Mitschülerinnen/Mitschüler oder Aufstellen von Verhaltensvereinbarungen in Schulklassen: Was getan werden kann/muss, ist von der jeweiligen Situation abhängig. Wer gut informiert ist, kann jedoch die Situation besser einschätzen . . .

Gewalt und Mobbing

Gewalt in der Schule äußert sich unterschiedlich und nicht nur in Form körperlicher Kraft oder Macht gegen andere. Blaue Flecken und Verletzungen wie Platzwunden im Gesicht sind manchmal offensichtliche Zeugen. Aber auch psychische Gewalt, sexualisierte Gewalt sowie rassistische Übergriffe kommen vor. Eine besondere Form der Gewalt stellt das Mobbing dar, das in unterschiedlicher Art und Weise auftreten kann, z.B. durch Verbreiten von Gerüchten, Ausgrenzen etc. – oftmals von Erwachsenen unbemerkt. Für Mobbing können auch Internet und Handys bzw. Smartphones genutzt werden. Auf Dauer wirken sich derartige Handlungen nicht nur negativ auf schulische Leistungen und auf das Klassenklima aus, sondern belasten die Betroffenen, schwächen das Selbstwertgefühl, schränken die Handlungsfähigkeit ein und können ernstzunehmende Folgen für die (psychische) Gesundheit haben. Bei Betroffenen treten beispielsweise Schlafstörungen, Stress- und Belastungssymptome wie Nervosität, Anspannung und Reizbarkeit auf.

Hinweis Mobbing kommt nicht nur unter Schülerinnen/Schülern vor, sondern auch zwischen Lehrerinnen/Lehrern und Schülerinnen/Schülern sowie innerhalb des Lehrerteams.

Weitere Informationen

Umfassende Informationen zu den Themen Mobbing und Gewalt finden Sie auf den Websites:

Ihr Wissen zum Thema Gewalt und Prävention können Jugendliche auf feel-ok.at z.B. unter Stoppt Gewalt oder Opfer testen.

Gewaltprävention

Gewaltprävention soll der Entstehung von Gewalt vorbeugen bzw. diese reduzieren. Dafür sind Maßnahmen auf Ebene der Institution und Lebenswelt Schule, im sozialen System der Klasse sowie Maßnahmen für Einzelne notwendig. Die Schule selbst leistet zur Gewaltprävention ebenso einen Beitrag wie beispielsweise Eltern und Schülerinnen/Schüler. Präventive Maßnahmen (z.B. Pausengestaltung, soziales Lernen) setzen eine gute Kommunikationsbasis voraus und müssen langfristig angelegt werden. Wie bei anderen Teilbereichen der schulischen Gesundheitsförderung auch, ist die Unterstützung der Schulleitung besonders wichtig – aber auch die Unterstützung sowie Aus- und Fortbildung der Pädagoginnen/Pädagogen. Eine wesentliche Rolle spielen außerdem die Initiative der Eltern sowie die Unterstützung durch Expertinnen und Experten (z.B. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen).

Durch präventive Maßnahmen können im Idealfall aggressives und gewalttätiges Verhalten bzw. Vorfälle verhindert werden, bevor sie überhaupt das erste Mal auftreten. Aber auch das Reduzieren solcher Verhaltensweisen ist möglich. Präventive Maßnahmen sind oftmals auch nach gewalttätigen Vorfällen notwendig.

Weitere Informationen zur Gewaltprävention sowie zur „Generalstrategie Gewaltprävention“ bietet die Website Schulpsychologie-Bildungsberatung.

Hinsehen & handeln

Generell ist bei Gewaltakten in der Schule eines wichtig: Handeln. Erwachsene, die hinsehen, die Situation ernst nehmen und nachfragen, haben bereits einen wichtigen Schritt getan. Auch Kinder und Jugendliche können ihre Mitschülerinnen/Mitschüler unterstützen. Selbst Opfer von Gewalt und Mobbing können Hilfe suchen, z.B. über Eltern, Lehrerinnen/Lehrer, Vertrauenslehrerin/Vertrauenslehrer, Schulpsychologinnen/Schulpsychologen und im Freundeskreis.

Ob direktes Eingreifen, Unterstützung durch Mitschülerinnen/Mitschüler oder Aufstellen von Verhaltensvereinbarungen in Schulklassen: Was getan werden kann/muss, ist von der jeweiligen Situation abhängig. Wer gut informiert ist, kann jedoch die Situation besser einschätzen und entsprechend handeln.

Auf der Website der Schulpsychologie – Bildungsberatung finden Sie Informationen zu Gewaltformen, zur Frage „Was kann ich tun?“ sowie Adressen und hilfreiche Links.

Weitere hilfreiche Links

Hilfestellungen erhalten Kinder und Jugendliche außerdem über

Bei den Familienberatungsstellen erhalten Sie ebenfalls Informationen und Hilfestellung.

Tipps und Kontaktadressen im Fall von Gewalt (nicht nur im schulischen Umfeld) finden Sie unter www.help.gv.at.

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