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Heidelbeeren © Miroslawa Drozdowski

Heidelbeeren

Ihnen kann keiner widerstehen – den intensiv blau gefärbten Kügelchen aus dem Wald mit einzigartigem Aroma. Leider sind sie nur schwer zu pflücken, zudem ist der Ertrag der Waldheidelbeere eher bescheiden. Mit Kulturheidelbeeren aus dem eigenen Garten kann man sich allerdings selbst versorgen! Heidelbeeren lassen sich nur einige Tage aufbewahren, die Kulturheidelbeere hält sich etwas besser. Besonders gesundheitsförderlich sind enthaltene Flavonoide und Phenolsäuren Heidelbeeren kann man zwischen Juli und September ernten . . .

Pflanzenkunde

Die Gattung der Heidebeere (Vaccinium) zählt zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Man unterscheidet die wild wachsende Waldheidelbeere, auch Blaubeere (Vaccinium myrtillus) von der Kulturheidelbeere, auch Gartenheidelbeere (Vaccinium corymbosum), einer speziellen Zuchtvariante zum erwerbsmäßigen Anbau.


Die wilden Beeren wachsen auf einem bis zu 50 Zentimeter hohen Halbstrauch und werden erbsengroß; die Frucht der kultivierten Form erreicht die doppelte Größe, sie wird bis zu kirschgroß. Durch den Farbstoff Anthocyan ist die Heidelbeerenschale dunkel- bis schwarzblau. Die Kulturheidelbeeren haben eine etwas dickere Schale als die wilde Form. Das Innere der Waldheidelbeere ist dunkel gefärbt, nicht so bei der Kulturheidelbeere, die farbloses Fruchtfleisch sowie farblosen Saft enthält. Im Gegensatz zur Himbeere oder Brombeere hat die Heidelbeere nur sehr kleine Kerne, die beim Kauen von vielen als weniger störend empfunden werden. Während die Waldheidelbeere ausschließlich im Wald oder Moor bzw. an Lichtungen oder Heiden gedeiht, kann die Kulturheidelbeere im Garten gepflanzt werden und wird bis zu zwei Meter hoch. Sie liefert auch deutlich mehr Ertrag.

Hinweis Da der Heidelbeerstrauch ursprünglich eine Moorpflanze ist, sollte der Boden stets feucht, locker und sauer (pH 3,5 bis 4,5) gehalten werden. Keinen kalkhaltigen Dünger wie z.B. Kompost, sondern stickstoffhaltigen wie z.B. Heidelbeer- bzw. Rhododendrondünger verwenden.

Inhaltsstoffe

Heidelbeeren enthalten viele Mineralstoffe wie z.B. Eisen, Kalzium und Kalium. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen bedingt den verdauungsfördernden Effekt. Die enthaltenen Gerbstoffe macht man sich in der Naturheilkunde zunutze: Getrocknete Beeren werden gegen Durchfallerkrankungen verwendet. Heidelbeeren sind zudem reich an u.a. antioxidativ wirkenden Polyphenolen wie Flavonoiden und Phenolsäuren. Weitere Informationen erhalten Sie unter Sekundäre Pflanzenstoffe und der Übersichtstabelle: So wirken Flavonoide und Co.

Der Geschmack der Heidelbeere ist aromatisch bis leicht säuerlich und kann aufgrund der Gerbstoffe eine leichte Bitternote aufweisen. Die Waldheidelbeere ist deutlich aromatischer als die Zuchtvariante.

Heidelbeeren
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Heidelbeeren
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Energie (kcal) 37 Eisen (mg) 0,9
Fett (g) 0,6 Vitamin A (µg) 5,7
Protein (g) 0,7 Vitamin B1 (mg) 0,02
Kohlenhydrate (g) 6,1 Vitamin B2 (mg) 0,02
Ballaststoffe (g) 4,9 Niacin (mg) 0,4
Kalium (mg) 78 Vitamin B6 (mg) 0,06
Kalzium (mg) 10 Vitamin C (mg) 22
Magnesium (mg) 2 Vitamin E (mg) 2,7

Verwendung und Zubereitung

Heidelbeeren werden meist roh verzehrt, z.B. als Fruchtsalat. Sehr gut lassen sie sich zusammen mit Milch und Milchprodukten wie Joghurt oder Topfen zu Shakes, Nachspeisen, Desserts oder anderen leichten Zwischenmahlzeiten verarbeiten. Heidelbeeren eignen sich auch als Zutat oder Belag für Kuchen, Torten und Muffins. Des Weiteren werden sie gerne zu – besonders farbintensiven – Marmeladen oder Kompott verarbeitet.

Lagerung

Heidelbeeren lassen sich nur einige Tage aufbewahren. Dazu am besten in den Kühlschrank geben. Aufgrund der dickeren Schale halten Kulturheidelbeeren etwas länger. Um einen raschen Verderb der anderen Früchte zu vermeiden, sollten Beeren mit Druckstellen oder Schimmel aussortiert werden. Heidelbeeren erst unmittelbar vor dem Verzehr waschen!

Möchte man sich länger mit Heidelbeeren eindecken, kann man sie tieffrieren – dazu die Beeren vorsichtig waschen und gut abtropfen lassen. Um beim Einfrieren die Form der Früchte so gut wie möglich zu erhalten und ein Verklumpen zu vermeiden, sollten die Heidelbeeren z.B. auf einem Tablett im Gefrierschrank vorgefroren werden.

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