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Konservendose Sardinen © Dinostock
Konservendose Sardinen © Dinostock

Fluorid

Das Spurenelement Fluorid ist im Körper v.a. in Knochen und Zähnen enthalten und sorgt neben anderen Mineralstoffen für die Festigkeit dieser Strukturen. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und wirkt somit vorbeugend gegenüber der Entstehung von Karies. Bei Kindern bis sechs Jahren ist im Umgang mit Fluorid allerdings Vorsicht geboten: Ihr Körper toleriert deutlich geringere Mengen, wodurch es leichter zu einer Überdosierung kommen kann. Bei Säuglingen und Kleinkindern darf daher keinesfalls Zahnpasta für Erwachsene verwendet werden.

Wo ist Fluorid enthalten?

Fluorid kommt in den meisten Lebensmitteln nur in geringen Mengen vor. Als gute Quellen gelten etwa Seefisch (Sardinen) und Schwarztee. Darüber hinaus leisten Getreide, Leber und Fleisch einen Beitrag zur Versorgung mit Fluorid. Auch Mineral- und Trinkwasser liefern Fluorid. Der Gehalt im Trinkwasser kann allerdings regional stark schwanken. Dieser kann in der jeweiligen Region etwa beim Gemeindeamt / Bürgerservice oder Magistrat erfragt werden. Im Handel ist zudem – meist in Kombination mit der Jodierung – fluoridiertes Speisesalz erhältlich. Im Sinne der Zahngesundheit sind Zahnpasten in der Regel mit Fluorid versetzt.

Vorsicht: Überdosierung Fluorid bei Säuglingen und Kleinkindern

Bei Kindern ist besondere Vorsicht im Umgang mit Fluorid geboten, da es bei ihnen leichter zu einer Überdosierung kommen kann. Die Verwendung und das Verschlucken von fluoridhaltiger Zahnpasta für Erwachsene oder Fluoridtabletten für Erwachsene sollten unbedingt vermieden werden. Spezielle Kinderzahnpasten haben einen deutlich reduzierten Fluoridgehalt (< 500 mg/kg), sollten zudem gut dosierbar sein und in angemessener Menge verwendet werden. Wenn möglich, sollte ein Verschlucken der Zahnpasta vermieden werden.

Wie viel Fluorid brauchen wir?

Der Richtwert für die Fluoridgesamtzufuhr für Erwachsene (25 bis < 51 Jahre) pro Tag nach den D-A-CH-Referenzwerten liegt bei 3,8 mg (Männer) und 3,1 mg (Frauen) – dieser Wert gilt auch für schwangere und stillende Frauen. 

Näheres zu allen Altersklassen bzw. Personengruppen sowie Geschlecht erfahren Sie in den D-A-CH-Referenzwerten. Weitere Informationen erhalten Sie unter Deckung des Tagesbedarfs an Mineralstoffen.

Zu viel/zu wenig Fluorid

  • Fluorid ist in sehr hohen Dosen akut giftig. Vergiftungserscheinungen sind u.a. Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Chronisch geringfügige Überdosierungen können – insbesondere bei Kindern bis 8 Jahre – zu Zahnschmelzveränderungen führen, sichtbar als Flecken und Verfärbungen (Dentalfluorose). Wird Fluorid über längere Zeit bzw. Jahre in sehr hohen Mengen aufgenommen, kann sich eine Skelettfluorose ausbilden. Diese führt in ausgeprägter Form zu Verkalkungen von Sehnen und Gelenkkapseln und verursacht u.a. Gelenkschmerzen und -versteifungen.
  • Eine Unterversorgung an Fluorid begünstigt die Entstehung von Karies.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

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