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Bub beim Einkaufen © Pavel Losevsky

Unnötige Kinderlebensmittel

Spezielle Kinderlebensmittel mit vielversprechenden Botschaften füllen im Supermarkt ganze Regalreihen. Die für Kinder ansprechenden Verpackungen und mit elterngerechten (Werbe-) Botschaften versehenen Produkte lassen nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, sondern auch jene der Erwachsenen. Man erhofft sich einen Zusatznutzen, mit dem man den Kindern Gutes tut. Doch im Gegenteil: Spezielle Kinderlebensmittel bringen keinen Vorteil und sind nach dem ersten Lebensjahr nicht erforderlich . . .

Besonders häufig finden sich derartige Produkte unter Süßigkeiten, Milchprodukten, Getränken, Getreideprodukten, diversen Snacks etc. Untersuchungen von Ernährungsgesellschaften und der Arbeiterkammer zeigen, dass „Kinderprodukte“ sehr häufig besonders fett- und zuckerreich und zudem beliebig mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind.

Spezielle „Kinderlebensmittel“ sind häufig

Fett- und zuckerreich

Eine hohe Fett- und Zuckeraufnahme kann bereits im Kindesalter zur Entstehung von Übergewicht bzw. Adipositas beitragen. Zudem wird der Geschmackssinn negativ geprägt. Weitere Informationen erhalten Sie unter Übergewicht im Kindes- und Jugendalter.

Teurer als vergleichbare Lebensmittel

Kinderprodukte sind meist kleiner in der Portionsgröße. Verglichen zu herkömmlichen Produkten jedoch meist deutlich teurer.

Wahllos angereichert

Viele derartige Produkte sind teils beliebig mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Manchmal kann die Zufuhr sogar die empfohlenen Mengen an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen überschreiten.

Künstlich gefärbt und aromatisiert

Um Kinderaugen und -näschen anzusprechen, werden häufig Farbstoffe und Aromen verwendet. Hierdurch entsteht ein unnatürliches Aussehen. Geruch und Geschmack weichen stark von natürlichen Produkten ab. Der kindliche Geschmackssinn wird sozusagen verwirrt.

Keine gesunde Zwischenmahlzeit

Solche Produkte sind meist eher in den Bereich der Süßigkeiten einzustufen und weniger als gesunde Zwischenmahlzeit. Falsche Versprechungen irritieren, so ist z.B. der Kalziumgehalt vieler angereicherter Produkte geringer als jener in einem Glas Milch.

Aufwendig verpackt

Die Kinder wollen angesprochen werden, und das gelingt mit einer aufwendigen Verpackung und einer kinderaffinen Aufmachung mittels Comics, Sammelbildern oder anderen Überraschungen. Meist fällt dabei sehr viel Müll an.

Quelle: Broschüre Kinderernährung – Herausforderung im Alltag, Arbeiterkammer

Hinweis Viele Kinderlebensmittel fallen eher in den Süßigkeitenbereich. Meistens sind sie als gesunde Jause oder Zwischenmahlzeit ungeeignet.


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