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Wohnen im Alter

Portrait einer lachenden älteren Frau © Fotolia/Yuri Arcurs

Die meisten älteren Menschen leben allein oder zu zweit in ihrer privaten Wohnung oder ihrem Haus. Die gewohnte Umgebung bietet Erinnerung, Geborgenheit und „Heimat“. Diese Wohnform kann für viele Menschen lange Zeit passend sein, sie bleibt es aber oft nicht für immer. Tritt Pflegebedürftigkeit ein, die über die häuslichen Betreuungsmöglichkeiten hinausgeht, sind Seniorinnen/Senioren möglicherweise in einem Pflegeheim besser aufgehoben. Andere wagen im Alter noch einmal Neues: Sie bevorzugen das Zusammenleben in Wohngemeinschaften, gemeinsam mit Gleichaltrigen oder auch jüngeren Generationen.

Altersgerechtes Wohnen

Die Wohnung wird ab dem Pensionsalter immer mehr zum zentralen Lebensmittelpunkt. Dabei wünschen sich die meisten Seniorinnen und Senioren, möglichst lange in „den eigenen vier Wänden“ selbstständig leben zu können. Rund 90 Prozent aller älteren Österreicherinnen und Österreicher leben deshalb auch jenseits des 60. Lebensjahres in ihrer gewohnten Umgebung bzw. in Wohnungen oder Häusern, die ihnen seit Jahren vertraut sind. Altersgerechtes Wohnen macht mitunter einige Umbaumaßnahmen in Haus oder Wohnung erforderlich.

Sicherheit in der Wohnung

Das Alter bringt – früher oder später für jeden – eine Abnahme der Muskelkraft bzw. Einschränkungen bei der Beweglichkeit, beim Hören oder Sehen mit sich. Obwohl Seniorinnen und Senioren meist sehr vorsichtig sind, verunfallen sie besonders häufig. Mit zirka 80 Prozent sind Stürze die häufigste Unfallursache älterer Menschen zu Hause. Wichtige Faktoren für sicheres Wohnen sind das Beseitigen von Gefahrenquellen in der Wohnung und Maßnahmen, die in Notsituationen rasche Hilfe möglich machen.

Ambient Assisted Living – wie Hightech im Alltag hilft

Ambient Assisted Living (AAL, auch: altersgerechte Assistenzsysteme für ein umgebungsunterstütztes, gesundes und unabhängiges Leben) ist ein Bereich, der sich mit dem Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnologien befasst, die den Alltag von Menschen unterstützen sollen – beispielsweise jenen von Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Moderne Technologien können dazu beitragen, den Alltag sicherer und angenehmer zu gestalten, und so dabei helfen, möglichst lange ein selbstständiges, selbstbestimmtes sowie sozial integriertes Leben zu führen.

Betreutes Wohnen zu Hause

Die meisten älteren Menschen bevorzugen es, in der eigenen Wohnung zu bleiben. Hier verbringen Seniorinnen/Senioren den Großteil ihrer Zeit, im Schnitt rund 22,5 Stunden täglich. Um in der gewohnten Umgebung selbstständig weiterleben zu können, ist oft eine Unterstützung im Alltag erforderlich.

Mehr-Generationen-Wohnen

Gerade bei „jungen“ oder zukünftigen Seniorinnen/Senioren wächst das Bedürfnis nach alternativen Wohn- und Betreuungsformen. Neben Wohngemeinschaften, in denen man altersmäßig unter sich bleibt, erfreut sich in unseren deutschsprachigen Nachbarländern das Modell Mehr-Generationen-Wohnen zunehmender Beliebtheit. Auch in Österreich zeigen einige Projekte, dass Alt und Jung vom Miteinanderleben profitieren können.

Senioren- und Pflegeheime

Die Zielgruppe von Pensionisten- bzw. Seniorenheimen sind über 60-Jährige, die in Gesellschaft leben, aber von beschwerlichen Alltagsarbeiten befreit sein wollen – ohne dass Pflegebedürftigkeit besteht. Tatsächlich liegt das durchschnittliche Einzugsalter bei Seniorenheimen aber bei über 80 Jahren. Sie werden immer häufiger erst bezogen, wenn ein Wohnen zu Hause nicht mehr möglich ist. Eine Trennung in Wohnheime einerseits und Pflegeheime andererseits wird deshalb von den Betreibern immer weniger als sinnvoll erachtet: Die Entwicklung geht weg vom betreuten Wohnen im Heim hin zum Wohnen mit Pflege.

Wohngemeinschaften

Für Menschen, die ihren eigenen Lebensrhythmus beibehalten möchten, aber der Einsamkeit eines Ein-Personen-Haushalts entfliehen wollen, eignet sich das Wohnen in einer Senioren-Wohngemeinschaft (WG). Gerade alleinstehende Menschen können so Vereinsamung und Isolation vermeiden und Lebensfreude gewinnen. Neben privat organisierten Wohngemeinschaften, die in Österreich bisher nur vereinzelt zu finden sind, bieten die großen Trägerorganisationen diese Form des Wohnens für Seniorinnen und Senioren an.

Tageszentren für Seniorinnen und Senioren

Auch wenn der Alltag durch eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit erschwert ist, leben die meisten älteren Menschen am liebsten in ihrer eigenen Wohnung. Pflegende Angehörige und Mobile Dienste, aber auch regelmäßige oder tageweise Besuche eines Tageszentrums ermöglichen dies.

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