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Ernährung & Bewegung im Seniorenalter

Ältere Dame mit Kiwi-Frucht © Aaron Amat

Wie sehr die Ernährung Gesundheit und Lebensqualität beeinflussen kann, wird vielen Menschen erst im Alter so recht bewusst: Der Geschmack verändert sich, die Verdauung funktioniert nicht mehr wie gewohnt, man setzt leichter Körperfett an und wird anfälliger für Krankheiten . . .

Ernährung älterer Menschen

Grundsätzlich gilt für gesunde ältere Menschen Ähnliches wie auch für jüngere. Wer sich gesund, ausgewogen und bedarfsgerecht ernährt, kann damit rechnen, keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Jedoch verändert sich mit zunehmendem Alter der Körper. Der Energieverbrauch nimmt ab, der Muskelanteil geht meist zurück, und auch der Anteil an Wasser wird geringer. Häufig steigt dafür der Anteil an Körperfett. Der Bedarf an Nährstoffen (wie Vitamine und Mineralstoffe) bleibt hingegen meist ähnlich hoch. Der Nährstoffbedarf kann sich sogar z.B. aufgrund von Medikamenteneinnahme erhöhen. Ältere Menschen sind eine besonders heterogene Gruppe, die sich in sehr unterschiedlichen Lebens- und Gesundheitssituationen befinden können . . .

Ernährung und Alterungsprozess

Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr sind eine bunt durchmischte Personengruppe, denn dieser Lebensabschnitt kann eine breite Zeitspanne umfassen. Während sich so mancher noch fit wie Mitte vierzig fühlt, schreitet beim anderen der Alterungsprozess deutlich schneller voran. Altersbedingte Beschwerden machen sich bemerkbar, mitunter sind bereits (chronische) Krankheiten vorhanden. Mit steigendem Alter kann die Selbständigkeit im Alltag verloren gehen, Betreuung und Pflege werden nötig. Auch das Verhältnis zum Essen und Trinken wandelt sich deutlich . . .

Wichtige Nährstoffe für Seniorinnen & Senioren

Um eine bedarfsdeckende Zufuhr auch wirklich zu erreichen, sollte im Alter auf bestimmte Nährstoffe besonders geachtet werden. Bei gesunden älteren Menschen ist der Bedarf zwar nicht erhöht, doch durch die Abnahme des Grundumsatzes und den damit verringerten Energiebedarf müssen nun kleinere Essensmengen gleich viel an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen etc. liefern. Wer im Alter so lange als möglich gesund, rüstig und fit bleiben möchte, sollte einer bewussten Zusammenstellung der Ernährung einen hohen Stellenwert einräumen. Krankheiten können den Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöhen . . .

Gefahr: Mangel- und Unterernährung

Körperliche Altersbegleiterscheinungen wie Kau- und Schluckstörungen, Geruchs- und Geschmacksveränderungen, verringerte Magendehnung und gesteigerte Aktivität der Sättigungshormone etc. können so wie Krankheiten, Demenz, Veränderungen in der sozialen Umgebung, der Verlust der Partnerin/des Partners, aber z.B. auch Depressionen zu einem Ungleichgewicht in der Ernährung beitragen. Mangelernährung kann sich quantitativ (die Energieaufnahme liegt unter dem Bedarf) und qualitativ (Mangel an Eiweiß, Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen) zeigen. Während jüngere Seniorinnen und Senioren eher zu Übergewicht neigen, stellt im hohen Alter oft Untergewicht das Problem dar . . .

Beschwerden beim Kauen & Schlucken

Kau- und Schluckbeschwerden machen vielen älteren Menschen zu schaffen. Das Essen ist beschwerlich und wird teils verweigert. Ein schlechter Zahnstatus erschwert das Zerkauen der Nahrung und beeinträchtigt den Genuss. Die „Dritten“ passen eventuell nicht gut, verrutschen und schmerzen, zudem verdecken sie Teile der Mundschleimhaut, so dass der Geschmack nachlässt . . .

Achtung: Nachlassendes Durstgefühl!

Besonders kritisch ist das Trinkverhalten mancher älterer Menschen, da sich das Durstempfinden verändert – viele vergessen auch einfach auf das Trinken. Häufig haben sie auch Angst vor dem (nächtlichen) Harndrang oder ungewolltem Wasserlassen und unterdrücken deshalb das Trinken bewusst. Bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme droht eine Dehydrierung des Körpers mit Entgleisung des Mineralstoffhaushaltes. Neben Mundtrockenheit und Verstopfung, drohen Kreislauf- und Nierenprobleme, Verwirrtheit bis hin zu Bewusstlosigkeit oder sogar lebensbedrohlichen Zuständen . . .

Wenn die Verdauung streikt

Im Alter stellen sich vermehrt Probleme mit der Verdauung ein, die mitunter sehr beschwerlich und unangenehm werden können. Meist wird über Verstopfung geklagt. Verantwortlich hierfür sind u.a. altersbedingte Veränderungen an Leber, Bauchspeicheldrüse und Magen. Durch die verminderte Muskelkraft wird auch die Darmbewegung (Peristaltik) abgeschwächt. Medikamente, eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, falsche Ernährungsweise, Bewegungsmangel u.v.m. können eine Verstopfung begünstigen . . .

Bewegung und gesund Altern

Bewegung hat in jedem Alter positive Wirkungen auf den Körper, zum Beispiel auf Ausdauer, Kraft, Körpergewicht, Knochendichte, Blutfette und Blutdruck. Bewegungsmangel hingegen wirkt sich negativen auf die Gesundheit aus: Das Risiko ist höher, früher gebrechlich und hilfsbedürftig zu werden und frühzeitig zu versterben . . .

Gesunde Rezepte für ältere Menschen

Der Ernährung kommt im höheren Alter eine wichtige Bedeutung zu. Durch eine angemessene und ausgewogene Ernährung kann die Anfälligkeit für Krankheiten vermindert werden. Zudem können schmackhafte Speisen die Lebensqualität positiv beeinflussen. Damit das Essen auch im Alter noch Freude macht und der Appetit nicht verloren geht, einige hilfreiche Tipps . . .

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