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Großvater liest Enkelinnen aus einem Buch vor © Noam
Großvater liest Enkelinnen aus einem Buch vor © Noam

Familie und Freundeskreis

Ist die Phase des Arbeitslebens beendet, bleibt mehr Zeit, die individuell ausgefüllt und gestaltet werden kann. Seniorinnen und Senioren haben die Chance, ihr Leben gezielter an die eigenen sozialen Bedürfnisse anzupassen. Sie können das machen, was ihnen Freude bereitet, und Zeit mit Menschen verbringen, die ihnen nahestehen. In der Familie können neue Aufgaben wahrgenommen, alte Freundschaften wiederbelebt bzw. neue initiiert werden.

Neue Aufgaben in der Familie

In der Berufsphase ist es aus zeitlichen und räumlichen Gründen oft nur schwer möglich, den Kontakt zu den Kindern und Enkeln so intensiv wie gewünscht zu gestalten. Dabei „brauchen“ erwachsene Kinder aufgrund der veränderten Familienstrukturen (z.B. Berufstätigkeit und Elternschaft, Alleinerzieherinnen/Alleinerzieher) zunehmend die eigenen Eltern, um den Alltag organisatorisch meistern zu können.

Mit der Pension haben Oma oder Opa die Möglichkeit, ihre Kinder zu unterstützen und zugleich eine innige Beziehung zu den Enkelkindern aufzubauen. Von den neuen Aufgaben, wie zum Beispiel Mithilfe im Haushalt, Home-Sitting im Urlaub oder Betreuung der Enkel profitieren alle Beteiligten: Tochter oder Sohn werden entlastet, die Enkel sammeln wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse, und die Großeltern genießen die Anerkennung und das Vertrauen der Familie. Sie haben das Gefühl, gebraucht zu werden. Und genau dieses soziale Miteinander zwischen Gleichaltrigen und auch generationsübergreifend ist es, was generationenübergreifendes Verständnis schafft, unser Leben verlängert und uns geistig gesund hält. 

Freundschaften pflegen

Neben dem generationenübergreifenden Miteinander in der Familie ist die vertrauensvolle Kommunikation mit Freundinnen/Freunden in jedem Lebensalter eine tragende Säule für unser Wohlbefinden. Freundschaften zu haben, gewinnt für ältere Menschen zunehmend an Bedeutung, fehlt doch oft gerade in höherem Lebensalter die Partnerin/der Partner.

Enge Freundschaften sind wichtige Knoten im sozialen Netz. Je länger und je intensiver man einander kennt, desto größer sind oft die Intimität und die Bereitschaft, Sorgen und Probleme, aber auch Freuden und Erfolge zu teilen. Es ist deshalb hilfreich, in gute Freundschaften zu investieren, das heißt, sich dafür Zeit zu nehmen. Aber es bedeutet auch, den Freundinnen/Freunden mit dem richtigen Gefühl für Nähe und Distanz zu begegnen.

Es kann zudem auch sinnvoll sein, darüber nachzudenken, wen man noch von früher kennt, aber aus den Augen verloren hat. Möglicherweise lässt sich mit Hilfe des Internets eine alte Bekanntschaft wiederfinden und neu beleben. 

Neue Freunde suchen

Je älter wir werden, umso schwieriger wird es, Freundschaften zu pflegen oder gar neue zu schließen. Möglicherweise ist die beste Freundin aus Schulzeiten bereits verstorben, der Freund aus dem Fußballverein lebt zu weit weg. Wie lässt sich aber das soziale Netz nun wieder erweitern, wenn man sich öfter einsam fühlt und die Angst vor einer Einsamkeit im Alter weiter zunimmt? 

Das immer größer werdende Freizeitangebot und besonders das Internet machen es heute leichter, auch für Menschen jenseits der 60 neue Freunde zu finden. Um der Einsamkeit zu entkommen, müssen daraus ja nicht immer tiefgründige Beziehungen entstehen. Bereits ein gemeinsam gepflegtes Hobby bzw. etwas Schönes erleben kann Freundschaften bereichern und die Lebensqualität steigern.

Dazu können Gelegenheiten von der Volkshochschule über Tanzkurse bis hin zu Bildungsveranstaltungen genutzt werden. Auch ein Hund kann ein geeignetes Mittel gegen Vereinsamung sein. Eine weitere Möglichkeit sind Senioren-Sportvereine, denn Bewegung und Begegnung verbindet, oder wenn genug Zeit vorhanden ist das freiwillige Engagieren.

Gesundheitsrisiko Einsamkeit im Alter

Je älter man wird, umso häufiger muss man miterleben, dass sich das Umfeld verändert. Besonders aus diesem Grund ist es wichtig, weiterhin offen für neue Begegnungen zu sein. Kontakte zu Bekannten sollten gehalten und Freundschaften gepflegt werden. Denn Einsamkeit macht sowohl emotional als auch körperlich krank. Der regelmäßige Austausch mit anderen hilft zudem auch, im Kopf fit zu bleiben, denn bei sozialen Kontakten ist unser Gehirn vielfach gefordert. Kommunikation mit anderen Menschen aktiviert die Nervenzellen des Gehirns.

Weitere Informationen:

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