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Mumps-Virus-RNA-PCR/Blut (MUVPB)

Die PCR-Untersuchung auf Mumps-Virus-RNA ist ein rasches und hoch sensitives labormedizinisches Verfahren zur Abklärung einer Mumps-Virus-Infektion. Bei Mumps handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit, die durch das RNA-Virus Paramyxovirus parotidis hervorgerufen wird.

Warum wird eine Mumps-Virus PCR durchgeführt?

Das Mumpsvirus (Paramyxovirus parotidis) ist ein RNA-Virus, das durch Tröpfcheninfektion von infizierten bzw. erkrankten Personen übertragen wird. Es ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Sie tritt meist in der kalten Jahreszeit auf und betrifft zumeist Kinder und Jugendliche zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr.

Bei der Mumps-Virus-PCR handelt es sich um ein direktes labormedizinisches Nachweisverfahren, bei dem das Erbgut der Mumpsviren (RNA) in Blut sowie anderen Körperflüssigkeiten (z.B. Liquor – das ist die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) nachgewiesen werden kann.

Der Vorteil der Mumps-Virus-PCR ist die rasche Verfügbarkeit der Untersuchungsergebnisse. Darüber hinaus besitzt das PCR-Verfahren eine sehr hohe Sensitivität. Das bedeutet, dass bereits geringste Mengen an Mumpsviren im Untersuchungsmaterial zu einem zuverlässig positiven Ergebnis führen.

Wie ist das Ergebnis der Mumps-Virus-PCR zu interpretieren?

Ein positives Ergebnis der Mumps-Virus-PCR bedeutet in Kombination mit gegebenenfalls bestehenden typischen Symptomen einen Beweis für das Vorliegen einer Mumps-Virus-Infektion.

Allerdings schließt ein negatives Mumps-Virus-PCR-Ergebnis eine entsprechende Infektion nicht mit Sicherheit aus. Aus diesem Grund müssen immer auch die folgenden, grundsätzlichen Untersuchungen für die Abklärung suspekter Beschwerden berücksichtigt werden:

  • Anamnese (exakte Erhebung der Krankengeschichte),
  • erkrankungstypische Symptome sowie
  • Expositions- und Impfstatus.

Mumps (Parotitis epidemica)

Bei Mumps handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit, die durch das RNA-Virus Paramyxovirus parotidis hervorgerufen wird. Von diesem Virus existieren sieben Genotypen.

Mumps ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Sie tritt meist in der kalten Jahreszeit auf und betrifft zumeist Kinder und Jugendliche zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr. Nach einer durchgemachten Infektion kommt es meist zu einer lebenslangen Immunität.

Die Inkubationszeit einer Mumpsinfektion beträgt zwischen zwei und drei Wochen. In etwa einem Drittel der Fälle verläuft die Infektion symptomarm bzw. asymptomatisch. Symptomatische Infektionen zeigen meist einen stadienhaften Verlauf:

  • Prodromalstadium mit leichtem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen sowie Mattigkeit,
  • Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüsen): es tritt eine meist beidseitige Entzündung dieser Speicheldrüse auf, die mit einer starken Schwellung des Organs sowie Schmerzen einhergeht.
  • Weiters können auch die anderen Speicheldrüsen (im Bereich des Unterkiefers) betroffen sein.

Neben diesem typischen Verlauf der Mumpserkrankung kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis),
  • Orchitis (Hodenentzündung) bzw. Oophoritis (Eierstockentzündung),
  • Beteiligung des zentralen Nervensystems (Meningitis) sowie
  • Innenohrschwerhörigkeit.

Zur Diagnose einer Mumpserkrankung sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Exakte Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und des Impfstatus,
  • Beurteilung des typischen klinischen Verlaufes (Parotitis),
  • Blutuntersuchungen:
    • Entzündungsparameter im Blut,
    • Nachweis von Antikörpern (Typ IgG und IgM) gegen das Mumpsvirus im Blut,
    • Mumps-Virus-PCR aus Blut und/oder Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) – Beweis einer Mumpsinfektion.

Die Behandlung einer Mumpserkrankung erfolgt in erster Linie symptomatisch: fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente, breiige Diät, Mundpflege. Bei einer Mitbeteiligung der Bauchspeicheldrüse ist eine Nahrungskarenz erforderlich. Bei Entzündung der primären Geschlechtsorgane (Hoden, Eierstöcke) kann eine Behandlung mit Kortikosteroiden (Kortison) notwendig sein.

Die wichtigste Schutzmaßnahme stellt bei Mumps die Schutzimpfung dar:

  • Aktive Immunisierung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff.

Kandidaten für die Impfung sind

  • Kinder ab dem 12. Lebensmonat sowie
  • nicht immunisierte Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (Krankenhaus- sowie Kindergartenpersonal).

Weitere Infos zu

Synonyme: Mumps-Virus PCR
LOINC: 53603-7/MuV RNA Ser Ql PCR, 47532-7/MuV RNA XXX Ql PCR

Referenzwert

EinheitReferenzbereich
Männer bis 18 JahreMänner über 18 JahreFrauen bis 18 JahreFrauen über 18 Jahre
negativnegativnegativnegativ


Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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