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Blutsenkung (BSG)


Warum wird die Blutsenkung bestimmt?

Bei der Blutsenkung wird gemessen, wie schnell die roten Blutkörperchen in der Blutflüssigkeit absinken.

Für die Medizin sind dabei aber nur erhöhte BSG-Werte von Interesse. Diese kommen bei einer Vielzahl von Störungen vor, unter anderem bei:

  • Entzündungen
  • Verletzungen
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma)
  • Tumorerkrankungen

Was bedeuten erhöhte BSG-Werte?

Erhöhte BSG-Werte finden sich bei allen Entzündungsreaktionen des Körpers, aber auch bei Veränderungen der Eiweißzusammensetzung der Blutflüssigkeit (Blutplasma):

Darüber hinaus findet sich eine erhöhte BSG in der Schwangerschaft oder während der Menstruationsblutung.

Bei der BSG ist es üblich, einen Messwert für die Senkung nach einer Stunde sowie einen zweiten Wert nach einer weiteren Stunde anzugeben. Der Zwei-Stunden-Wert bringt aber keine zusätzlichen Informationen.

Entzündung

Die Entzündung ist eine lebenswichtige Reaktion des Körpers auf eine Gewebeschädigung. Insbesondere bei einer Infektion mit Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze etc.) versucht der Körper durch die Entzündung, die Krankheitserreger zu eliminieren.

Die Zeichen einer Entzündung sind stets:

  • Rötung des Gewebes,
  • Erwärmung des Gewebes (das kann auch zu Fieber führen),
  • Schwellung des Gewebes,
  • Schmerzen im Bereich der Entzündung sowie
  • Einschränkung der Funktionstüchtigkeit des Gewebes (z.B. eines Gelenkes bei einer Gelenkentzündung).

Die Ursachen für Entzündungen sind vielfältig:

  • Krankheitserreger: Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten
  • Verletzungen: z.B. Verbrennungen
  • Tumorerkrankungen: führen oft zu begleitenden Entzündungsreaktionen
  • Autoimmunerkrankungen: dabei kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe (z.B. Rheuma)
Synonyme: Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit nach Westergren
LOINC: 4537-7, 18184-2

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
mm (Millimeter) <8 mm <8 mm <8 mm <8 mm

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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