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Monozyten (MON)

Monozyten sind Fresszellen bzw. Vorstufen von Fresszellen, die teilweise mit Granulozyten und Lymphozyten interagieren.

Warum werden die Monozyten im Blut bestimmt?

Monozyt im Blutausstrich © Dr. Gerhard Weigl

Die Monozyten sind Fresszellen bzw. Vorstufen von Fresszellen im Blut. Damit sie ihre Funktion ausführen können, müssen die Monozyten die Blutbahn verlassen und ins Gewebe wandern. Dort erst verwandeln sie sich in die eigentlichen Fresszellen (Makrophagen bzw. Phagozyten). Als Fresszellen phagozytieren (fressen) diese Zellen dann Bakterien, Pilze, Pollen, Staub, Ruß u.v.m.

Die Bestimmung der Monozyten im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Differenzialblutbildes.

  • Das Differenzialblutbild wird entweder vom Blutbild-Analysegerät automatisch gemacht: automatisches Differenzialblutbild.
  • Oder das Blut wird im Labor händisch ausgestrichen, gefärbt und ausgezählt: manuelles Differenzialblutbild.

Die Werte des Differenzialblutbildes bestehen für jede Zellgruppe (Neutrophile, Basophile, Eosinophile, Lymphozyten und Monozyten) stets aus zwei Zahlen:

  • Relativer Wert in Prozent (%):
    • Dieser bezieht sich immer auf den Anteil der entsprechenden Zellgruppe der weißen Blutkörperchen bezogen auf die gesamte Leukozytenzahl.
    • Folglich muss die Summe der Prozentzahlen der Zellgruppen der weißen Blutkörperchen immer 100 Prozent ergeben.
  • Absoluter Wert in Giga pro Liter:
    • Die Summe der absoluten Zahlen der Zellgruppen der weißen Blutkörperchen muss den gesamten Leukozytenwert ergeben.

Was bedeuten erhöhte/erniedrigte Monozyten-Werte?

Eine Erhöhung der Monozyten wird als „Monozytose“ bezeichnet. Diese findet man unter anderem bei

Eine Erniedrigung der Monozyten findet man etwa bei bestimmten

  • Knochenmarkerkrankungen (z.B. aplastische Anämie).
LOINC: 26485-3, 26484-6

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
% (Prozent) der Leukozyten 2–10 % 2–10 % 2–10 % 2–10 %
G/l (Giga pro Liter) 0,2–0,8 G/l 0,2–0,8 G/l 0,2–0,8 G/l 0,2–0,8 G/l
Für Neugeborene gelten andere Normalwerte        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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