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Basophile


Die Basophilen spielen bei bestimmten allergischen Erkrankungen eine Rolle.

Warum werden die basophilen Granulozyten im Blut bestimmt?

Basophiler Granulozyt im Blutausstrich © Dr. Gerhard Weigl

Die Basophilen spielen bei bestimmten allergischen Erkrankungen eine Rolle. Ihre biologische Funktion ist aber auch heute noch nicht restlos geklärt.

Die Bestimmung der Basophilen im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Differenzialblutbildes.

  • Das Differenzialblutbild wird entweder vom Blutbild-Analysegerät automatisch gemacht: automatisches Differenzialblutbild.
  • Oder das Blut wird im Labor händisch ausgestrichen, gefärbt und ausgezählt: manuelles Differenzialblutbild.

Die Werte des Differenzialblutbildes bestehen für jede Zellgruppe (Neutrophile, Basophile, Eosinophile, Lymphozyten und Monozyten) stets aus zwei Zahlen:

  • Relativer Wert in Prozent (%):
    • Dieser bezieht sich immer auf den Anteil der entsprechenden Zellgruppe der weißen Blutkörperchen bezogen auf die gesamte Leukozytenzahl.
    • Folglich muss die Summe der Prozentzahlen der Zellgruppen der weißen Blutkörperchen immer 100 Prozent ergeben.
  • Absoluter Wert in Giga pro Liter:
    • Die Summe der absoluten Zahlen der Zellgruppen der weißen Blutkörperchen muss den gesamten Leukozytenwert ergeben.

Was bedeuten erhöhte/erniedrigte BAS-Werte?

Eine Erhöhung der Basophilen wird als Basophilie bezeichnet. Diese findet man unter anderem bei:

  • chronisch myeloischer Leukämie,
  • anderen Knochenmarkerkrankungen,
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Eine Erniedrigung der Basophilen findet man unter anderem bei:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und
  • bestimmten allergischen Hautreaktionen.
Weitere Informationen zu den Erkrankungen finden Sie unter
Synonyme: Basophile Granulozyten (BAS)
LOINC: 30180-4, 26444-0

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
% (Prozent) der Leukozyten 0–2 % 0–2 % 0–2 % 0–2 %
G/l (Giga pro Liter) 0,0–0,2 G/l 0,0–0,2 G/l 0,0–0,2 G/l 0,0–0,2 G/l
Für Neugeborene gelten andere Normalwerte        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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