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Blutbild

Im Rahmen des Blutbildes erfolgt die Untersuchung der Blutkörperchen sowie weiterer mit ihnen zusammenhängender Messgrößen.

Was versteht man unter dem Begriff Blutbild?

In der Medizin versteht man unter dem Begriff Blutbild die Untersuchung der Blutkörperchen sowie einer Reihe weiterer Messgrößen, die in direktem Zusammenhang mit den Blutkörperchen stehen.

Folgende Blutbestandteile werden bei einem Blutbild untersucht:

Im medizinischen Labor werden für die Untersuchung des Blutbildes spezielle Laborgeräte verwendet. Diese Geräte sind so konstruiert, dass sie für die meisten Messgrößen des Blutbildes nach einem „Alles oder nichts“-Prinzip funktionieren. Dementsprechend wird in ein Blutbild-Analysegerät Blut der Patientin/des Patienten eingebracht, und das Gerät liefert dann (quasi automatisch) eine Vielzahl von Messwerten.

Diese Messwerte können in folgende Gruppen unterteilt werden:

  • Rotes Blutbild
    • Erythrozyten (Anzahl der roten Blutkörperchen)
    • Hämoglobin (Menge des roten Blutfarbstoffes im Blut pro Volumen)
    • Hämatokrit (Anteil der Blutzellen am gesamten Blutvolumen in Prozent)
    • Erythrozyten-Indices: MCV (mittleres Volumen der Erythrozyten), MCH (mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten), MCHC (mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten)
  • Thrombozyten (Anzahl der Blutplättchen im Blut)
  • Weißes Blutbild
    • Leukozyten (Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut)
  • Differenzialblutbild
    • relatives Differenzialblutbild: relative Zahl (in Prozent) der verschiedenen weißen Blutkörperchen zueinander bezogen auf die Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen im Blut
    • absolutes Differenzialblutbild: absolute Anzahl der einzelnen Zellen der verschiedenen Zellgruppen der weißen Blutkörperchen
LOINC: 24361-8

Referenzwert

Für alle im Rahmen des Blutbildes erhobenen Messwerte gibt es entsprechende Referenzwerte, die bei den jeweiligen Laborwerten zu finden sind.

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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