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Patientin mit entzündetem Zahnfleisch © Zsolt Bota Finna

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Sie beißen in einen Apfel und bemerken plötzlich, dass Sie rote Spuren hinterlassen? Dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihr Zahnfleisch entzündet. In der Zahnmedizin spricht man von einer akute oder chronische Entzündung des Zahnfleischs – Gingivitis. Die Gefahr einer unbehandelten Gingivitis: Sie kann auf Dauer das Zahnhalte- und Zahnstützgewebe gefährden. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen des Körpers und oft ein Vorläufer der Parodontitis . . .

Was ist eine Gingivitis?

Bei der Gingivitis handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung des Zahnfleisches meist durch Plaqueablagerungen. Der Zahnbelag (Plaque) besteht aus kleinen Kolonien unterschiedlicher Mikroorganismen wie beispielsweise Streptokokken und Laktobazillen.

Hat sich aus der Plaque Zahnstein gebildet, lässt er sich allein mit der Zahnbürste nicht mehr entfernen. Dann greifen die Bakterien das Zahnfleisch an. Der menschliche Organismus reagiert mit einer Entzündung – der Gingivitis. Betrifft die bakterielle Entzündung auch das Knochen- und Bindegewebe des Zahnbettes, sprechen Zahnärztinnen und Zahnärzte von einer Parodontitis.

Anzeichen einer Gingivitis

Bei einer Gingivitis zeigt sich meistens ein gerötetes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch. Möglicherweise kommt es während des Zähneputzens öfter zu Zahnfleischblutungen. In einem frühen Stadium ist die Gingivitis heilbar, wenn der Zahnhalteapparat noch nicht betroffen ist.

Hinweis Bleibt eine Gingivitis unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln.


Gingivitis Behandlung

Stellt die Zahnärztin/der Zahnarzt die Diagnose „Zahnfleischentzündung“, erfolgt meist eine professionelle Zahnreinigung. Durch effiziente Mundhygiene der Patientinnen und Patienten zu Hause kommt es rasch zu einem Rückgang der Symptome.

Am Anfang der professionellen Zahnreinigung (Mundhygiene) steht eine gründliche Untersuchung des Gebisses. Danach werden die weichen und harten Zahnbeläge (Plaque) auf den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen mit speziellen Instrumenten entfernt und vorhandene Zahnfleischtaschen gereinigt.

Zahnfleischentzündungen sind nicht schicksalshaft, sondern können relativ einfach vermieden werden: Putzen Sie Ihre Zähne regelmäßig, und verwenden Sie Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen. Säubern Sie Ihre Zunge mit einem Schaber. Auch Mundspüllösungen mit antibakteriellen Wirkstoffen können Sie – in Absprache mit der Zahnärztin/dem Zahnarzt – verwenden.

Wohin kann ich mich wenden?

Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, sollten Sie regelmäßige Kontrollbesuche bei der Zahnärztin/beim Zahnarzt wahrnehmen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die zahnmedizinischen Leistungen umfassen neben der Zahnbehandlung und dem Zahnersatz auch kieferorthopädische Leistungen (Kieferregulierungen).

Bei folgenden Ärztinnen/Ärzten bzw. Einrichtungen können Sie zahnmedizinische Leistungen in Anspruch nehmen:

  • bei Vertragszahnärztinnen/Vertragszahnärzten
  • bei Wahlzahnärztinnen/Wahlzahnärzten und
  • in Zahnambulatorien (in eigenen Einrichtungen der Krankenversicherungsträger und in Vertragseinrichtungen)

Hinweis Bitte beachten Sie, dass Wahlärztinnen/Wahlärzte ihre Honorare frei bestimmen können und dabei an keine Tarife gebunden sind. Daher empfiehlt es sich, vor der Behandlung mit Ihrem Krankenversicherungsträger die Kostenfrage abzuklären

Professionelle Zahnreinigung: Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Zahnprophylaxe für Erwachsene zu den Eigenleistungen gehört. Deshalb wird diese Leistung nicht direkt von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Einzelne Sozialversicherungsträger geben aber im Nachhinein Kostenzuschüsse zu eingereichten Honorarnoten. Die Kosten für eine professionelle Mundhygiene sind vom Zeitaufwand abhängig. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt!


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