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Arzt-Patienten-Gespräch © WavebreakmediaMicro

Ecstasykonsum: Therapie

Therapieziele sind einerseits die Behandlung akuter Komplikationen (wie beispielsweise einer Ecstasy-induzierten Hyperthermie), andererseits das Überwinden einer eventuellen Abhängigkeit sowie das Vermeiden eines weiteren Konsums. Liegen Begleiterkrankungen bzw. psychische Störungen sowie Folgeschäden vor, werden diese behandelt, genauso wie eine eventuelle Abhängigkeit von weiteren Substanzen (beispielsweise Alkohol etc.). Verschiedene Therapieansätze kommen – je nach individueller Situation der/des Betroffenen – zum Einsatz . . .

Akute & langfristige Therapie

Akut psychotische Rauschverläufe sowie starke Nacheffekte (z.B. Erschöpfung, Kopfschmerzen und traurige Verstimmung über einige wenige Tage nach Einnahme von Ecstasy) können auftreten und sind teils durch beruhigende Gespräche („Talk down“) sowie den Verzicht auf einen weiteren Konsum in den Griff zu bekommen. Manchmal ist eine medikamentöse Behandlung (vorübergehende Gabe von Benzodiazepinen) erforderlich. Die Ärztin/der Arzt entscheidet über die Notwendigkeit einer medikamentösen Unterstützung.

Die Therapie orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der/des Betroffenen. Oft sind es Hilfestellungen beim Überdenken der Motive des Ecstasy-Konsums, Motivierung zur Veränderung des Verhaltens und zum Aufgeben bestimmter Verhaltensweisen durch ambulante psychosoziale Angebote. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein stationärer Aufenthalt notwendig sein, beispielsweise bei Folgestörungen, Rückfallgefährdung, bei komorbider Störung oder im Falle einer Abhängigkeit von mehreren Suchtmitteln. Im Laufe der Therapie können zudem Kontrolluntersuchungen zum Drogennachweis erfolgen.

Auch bei Entzugsbehandlungen kann ein stationärer Aufenthalt erforderlich sein – z.B. bei Patientinnen/Patienten, die verschiedene Drogen konsumieren (bzw. von mehreren Substanzen abhängig sind). Die Dauer der Behandlung ist unterschiedlich, das Einbeziehen von Familie sowie Partnerinnen/Partner gegebenenfalls hilfreich.

Folgeschäden & komorbide Störungen

Begleiterkrankungen wie Angststörungen, Depression und Persönlichkeitsstörungen werden ebenfalls behandelt. Weitere Informationen finden Sie unter Psyche.

Wohin kann ich mich wenden?

Sowohl Abklärung als auch Therapie finden in entsprechenden Ambulanzen oder stationären Einrichtungen statt. Hausärztin/Hausarzt sowie Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen (z.B. für Kinder- und Jugendpsychiatrie, für Psychiatrie und Neurologie) und Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten können in den Therapieprozess involviert sein. Auch psychosoziale Beratung kann in Anspruch genommen werden.

Ärztinnen/Ärzte, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Beratungsstellen, Ambulanzen und stationäre Einrichtungen etc. finden Sie über die diversen Suchen unter Beratung, Downloads & Tools.

Hier erhalten Sie die Informationen zum Suchthilfekompass in Gebärdensprache.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die interdisziplinäre Behandlung/Betreuung eines problematischen Substanzkonsums bzw. von Abhängigkeitserkrankungen (inklusive Psychotherapie) findet auch in spezialisierten ambulanten und stationären Einrichtungen statt, die Verträge mit den Krankenversicherungsträgern abgeschlossen haben. Für diese Behandlungsfälle werden im Regelfall die Kosten zur Gänze übernommen.

Bei bestimmten Leistungen (z.B. Psychotherapie bei niedergelassenen Psychotherapeutinnen/ Psychotherapeuten) kann u.a. ein Antrag auf Kostenzuschuss durch die Krankenversicherung gestellt werden. Weitere Informationen dazu sowie zur Kostenübernahme finden Sie unter Leistungen & Kosten.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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