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Urinprobe © Björn Wylezich

Ecstasykonsum: Diagnose

Um einen Konsum von Ecstasy abzuklären, führt die Ärztin/der Arzt ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung durch. Sie/er informiert sich über eventuelle Symptome einer Abhängigkeit und stellt Fragen zur Verwendung weiterer psychotroper Substanzen bzw. Suchtmittel sowie zur familiären und sozialen Situation u.v.m. Psychische Erkrankungen sowie verschiedene Begleiterkrankungen werden ebenfalls berücksichtigt. Außerdem ist es für die Ärztin/den Arzt relevant, ob bereits früher ärztliche Beratung sowie Entzugsbehandlungen stattgefunden haben . . .

Untersuchungen & Nachweis

Ein Ecstasy-Konsum (MDMA) kann durch Laboruntersuchungen nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie unter MDMA/Urin. Auch ein Screening auf weitere Drogen (z.B. Cannabis, Opiate, Kokain, Amphetamine etc.) kann vorgenommen werden. Verschiedene Laborwerte (wie beispielsweise Blut- und Leberwerte, Blutgerinnung) werden ebenfalls erhoben. Je nach Patientin/Patient können auch weiterführende Untersuchungen (z.B. Abklärung einer Hepatitis, HIV-Serologie) durchgeführt werden. Gegebenenfalls ist etwa eine kardiologische und pulmologische Diagnostik (z.B. EKG, Lungenfunktionstest, Röntgenuntersuchungen und entsprechende Laborparameter etc.) notwendig. Die Ärztin/der Arzt entscheidet im Einzelfall über die Vorgehensweise.

Wohin kann ich mich wenden?

Erster Ansprechpartner ist oftmals eine ambulante Suchtberatungsstelle oder eine entsprechende Ambulanz/Abteilung des Krankenhauses. Außerdem kann die Hausärztin/der Hausarzt gegebenenfalls Überweisungen in die Wege leiten. In den Diagnoseprozess sind Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten involviert. Bei Jugendlichen können Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie kontaktiert werden.

Ärztinnen/ Ärzte, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Beratungsstellen und Ambulanzen etc. in Ihrer Nähe finden Sie über die diversen Suchen unter Beratung, Downloads & Tools.

Hier erhalten Sie die Informationen zum Suchthilfekompass in Gebärdensprache.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die ärztliche Untersuchung zur Abklärung eines Ecstasy-Konsums bzw. eventueller Abhängigkeitssymptome werden im Normalfall vom zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen.

Erste Ansprechpartner sind oft spezialisierte ambulante Einrichtungen, die Verträge mit den Krankenversicherungsträgern abgeschlossen haben. Für diese Konsultationen werden im Regelfall die Kosten zur Gänze übernommen.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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