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Proben im Labor © angellodeco

Cannabisabhängigkeit: Diagnose

Um einen Konsum sowie eine Abhängigkeit abzuklären, führt die Ärztin/der Arzt ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung durch. Ein erster Schritt klärt, ob wirklich eine Cannabisabhängigkeit vorliegt oder „nur“ ein missbräuchlicher Konsum. Besondere Auffälligkeiten finden sich bei Cannabiskonsumenten nicht. Insbesondere ein dauerhafter Gebrauch von Cannabis beeinträchtigt unter anderem Konzentration, Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit. Und kann negative Auswirkungen auf die Lunge haben sowie vieles mehr . . . 

Körperliche & psychische Anzeichen

Zu den unspezifischen, akuten Anzeichen eines Cannabiskonsums zählen z.B. Rötung der Bindehäute der Augen, Mundtrockenheit, erweiterte Pupillen, Herzrasen, Veränderungen des Blutdrucks (wie Blutdruckabfall) und Störungen der Feinmotorik. Bei chronischem Konsum (Inhalieren) liegen oft Beeinträchtigungen der Atemwege vor – beispielsweise eine Bronchitis.

Unspezifische Befindlichkeitsstörungen, eine eventuelle komorbide psychische Störung (z.B. Persönlichkeits-, Verhaltensstörungen, Angsterkrankungen, Depression, schizophrene Psychosen) sowie einen eventuellen Missbrauch oder eine Abhängigkeit von anderen Substanzen (z.B. Alkohol) klärt die Ärztin/der Arzt ebenfalls ab.

Verschiedene Laboruntersuchungen können zum Nachweis eines Cannabiskonsums vorgenommen werden (Urin-, Blutuntersuchung und Haaranalyse). Weitere Informationen zur Urinuntersuchung finden Sie unter Cannabinoide in der Laborwerte-Tabelle.

Wohin kann ich mich wenden?

Erster Ansprechpartner ist oftmals eine ambulante, auf Sucht spezialisierte Beratungsstelle (z.B. Suchtpräventionsstelle) oder eine entsprechende Ambulanz. Außerdem kann die Hausärztin/der Hausarzt gegebenenfalls Überweisungen in die Wege leiten. Bei Jugendlichen sind Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie Ansprechpartner. In den Diagnose- und Therapieprozess sind Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie Psychologinnen/Psychologen und Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten involviert.
 
Ärztinnen/Ärzte, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Beratungsstellen und Ambulanzen etc. in Ihrer Nähe finden Sie über die diversen Suchen unter Beratung, Downloads & Tools.

Hier erhalten Sie die Informationen zum Suchthilfekompass in Gebärdensprache.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die ärztliche Untersuchung zur Abklärung einer Cannabisabhängigkeit werden im Normalfall von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

Ansprechpartner sind neben Hausärztin/Hausarzt oft spezialisierte ambulante oder stationäre Einrichtungen, die Verträge mit den Krankenversicherungsträgern abgeschlossen haben. Für diese Konsultationen werden im Regelfall die Kosten zur Gänze übernommen.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, die Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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