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Nachdenkliche Frau © Peter Atkins

Wechseljahre: Körperliche und hormonelle Veränderungen

Während der fruchtbaren Phase im Leben der Frau (Einsetzen der Menstruation bis zum Eintritt der Menopause) produzieren die Eierstöcke die Hormone Östrogen und Progesteron. Beide Geschlechtshormone bereiten den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Mit Beginn der Wechseljahre verringern die Eierstöcke allmählich ihre Hormonproduktion, und es kommt zu hormonellen Schwankungen. Die Menopause tritt ein, wenn die Eierstöcke aufhören, Hormone zu produzieren . . .

Östrogen & Progesteron

Östrogen ist wichtig für die Fruchtbarkeit (Fertilität) und Geschlechtsentwicklung der Frau. Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Bleibt die Einnistung aus, fällt die Konzentration des Progesterons und auch des Östrogens wieder ab. Dadurch kommt es zur Regelblutung (Menstruation, Periode). Mit Beginn der Wechseljahre verringern die Eierstöcke allmählich ihre Hormonproduktion, und es kommt zu hormonellen Schwankungen. Die Menopause tritt ein, wenn die Eierstöcke aufhören, Hormone zu produzieren, wodurch auch keine Eizellen mehr heranreifen können.

Hormonelle Veränderungen

Die Wechseljahre haben hormonelle Ursachen: Altersbedingt verändert sich der Hormonspiegel der Frau. Mit ca. 40 Jahren beginnt die Funktion der Eierstöcke nachzulassen, sodass sie nach und nach weniger Östrogene (weibliche Sexualhormone) bilden.

Bereits bei der Geburt enthalten die beiden Eierstöcke mehrere Millionen Eibläschen (Follikel). Diese Zahl verringert sich während der Pubertät auf ca. 100.000 bis 250.000 und nimmt danach ständig mit jedem Eisprung ab. Obwohl bei jedem monatlichen Eisprung nur eine einzige Eizelle die Eierstöcke verlässt, reifen jeden Monat mehrere Follikel mit und gehen nach dem erfolgten Eisprung verloren.

Mit durchschnittlich 50 Jahren sind in den Eierstöcken der Frau schließlich keine Follikel mehr vorhanden, die zu einem eisprungfähigen Follikel heranwachsen können. Da die Follikel für die Bildung von Östrogenen verantwortlich sind, nimmt auch die Östrogenbildung immer mehr ab. Als Folge kommt es schließlich zur letzten von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung: der sogenannten Menopause.

Mit der Menopause verändert sich auch die Hormonproduktion im Gehirn. Da die Eierstöcke während der Wechseljahre immer weniger Östrogene bilden, schüttet das Gehirn vermehrt Hormone aus der Gruppe der Gonadotropine aus – das sind Geschlechtshormone, welche die Eierstöcke zur Hormonproduktion anregen sollen. Vor allem das sogenannte follikelstimulierende Hormon (FSH) wird ausgeschüttet. Durch dieses verschobene Hormongleichgewicht kann es während der Wechseljahre zu verschiedenen Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen.

Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre lassen sich medizinisch in drei verschiedene Phasen untergliedern:

  • Prämenopause: Darunter versteht man den Zeitraum zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. In dieser Zeit verlangsamen die Eierstöcke (Ovarien) ihre Arbeit, und die Hormonproduktion beginnt abzunehmen. Es kann zu Zyklusstörungen kommen, die sich durch unregelmäßige und/oder starke bzw. lang anhaltende Blutungen bemerkbar machen.
  • Perimenopause: Diese Phase findet ca. um das 50. Lebensjahr statt. Es kommt meist zu deutlichen Zyklusunregelmäßigkeiten bis hin zum völligen Ausbleiben der Menstruation – dies wird als  Menopause bezeichnet. Im Durchschnitt sind Frauen bei ihrer letzten Regelblutung 51 Jahre alt. Der genaue Zeitpunkt der Menopause lässt sich erst rückwirkend definieren, wenn ein Jahr lang keine weitere Monatsblutung erfolgt ist. In allen diesen Phasen können typische klimakterische Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche etc. in unterschiedlicher Intensität auftreten.
  • Postmenopause: Diese Phase beginnt ein Jahr nach der letzten Periode. In diesem Zeitraum stellt sich der Körper auf ein neues hormonelles Gleichgewicht ein, und die klimakterischen Beschwerden lassen allmählich nach. Das Ende der Postmenopause und damit das Ende der Wechseljahre ist von Frau zu Frau unterschiedlich und hängt neben den hormonellen Veränderungen vom subjektiven Erleben der Beschwerden ab.
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