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Kinderkrankheiten

In den ersten Lebensjahren machen Kinder eine Reihe von Infektionskrankheiten durch. Dank hoher Impfraten sind einige „klassische“ Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Keuchhusten selten geworden. Infekte wie Scharlach, Mittelohr- oder Mandelentzündung, gegen die es keinen Impfschutz gibt, treten jedoch nach wie vor häufig auf. Weitere typischerweise im Kindesalter vorkommende Leiden sind z.B. Fieberkrämpfe oder Blinddarmentzündung. Sie finden hier detaillierte Informationen über die häufigsten Krankheiten im Kindesalter, ihre Ursachen, wirksame Vorbeuge- und Therapiemaßnahmen . . . 

Bakterielle und virale Infektionen

Zu den „klassischen“ viral bedingten Kinderkrankheiten gehören Masern, Mumps und Röteln. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer durch Viren ausgelöste Erkrankungen, die vor allem bei Säuglingen und Kindern auftreten. Spezifische Behandlungsmöglichkeiten stehen kaum zur Verfügung, Impfungen können jedoch vor vielen Krankheiten schützen . . .

Verdauungsbeschwerden

Durchfall ist eine der häufigsten Krankheitserscheinungen im Kindesalter und kann vielfältige Ursachen haben. Der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten kann bei Säuglingen und Kleinkindern sehr rasch zur Austrocknung führen und gefährlich werden. Unter Verstopfung versteht man eine Darmstörung, bei der Stuhl nicht vollständig oder nur verzögert abgegeben werden kann. Es handelt sich um ein häufiges Beschwerdebild, das rund drei Prozent aller Kinder betrifft . . .

  

Fieberkrampf

Fieberkrämpfe sind Krampfanfälle (Konvulsionen), die in der frühen Kindheit bei fieberhaften Infekten auftreten. Sie werden bei bis zu fünf Prozent aller Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren beobachtet. Jede Infektion kann einen Fieberkrampf auslösen. Ein rascher Anstieg und hohes Fieber erhöhen das Risiko eines Krampfanfalles. Zu Beginn des Fiebers ist das Risiko am größten. Fieberkrämpfe ereignen sich häufiger bei Kindern mit anlagebedingt niedriger Krampfschwelle . . .

Fieber

Als Fieber gilt eine rektal gemessene Körpertemperatur von mehr als 38,0 Grad Celsius. Fieber ist keine Krankheit, sondern eine natürliche und sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers auf einen Infekt. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur können bakterielle oder virale Krankheitserreger schneller unschädlich gemacht werden. Nicht jeder fieberhafte Infekt muss zwingend behandelt werden. Spezielle Vorsicht ist allerdings bei Säuglingen bis zum dritten Lebensmonat geboten . . .

Bettnässen

Als Harninkontinenz (Enuresis) wird die unkontrollierte Harnentleerung ab einem Alter von vier bis fünf Jahren bezeichnet. Im Alter von fünf Jahren leiden 15 bis 20 Prozent aller Kinder unter gelegentlicher Harninkontinenz, im Alter von sieben Jahren etwa zehn Prozent und im Alter von zehn Jahren rund drei Prozent, zwei Drittel davon nur nachts („Bettnässen“, Enuresis nocturna). Jungen sind generell häufiger betroffen als Mädchen . . .

Akute Blindarmentzündung

Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) tritt in jedem Alter auf, bevorzugt allerdings zwischen zehn und 15 Jahren. Bei Kindern unter zwei Jahren ist sie selten. Es besteht eine familiäre Häufung. Bei akuter Blinddarmentzündung klagen die Kinder über Bauchschmerzen, die oft in der Nabelgegend beginnen und später in die rechte untere Bauchregion ziehen. Fast immer treten Übelkeit und Erbrechen auf. Ursächlich kommt es zu einer Verlegung des Wurmfortsatzes (Appendix) beispielsweise durch Schleimhautschwellung, Darminhalt oder Fremdkörper. Darmkeime können eine Entzündung mit Abszessbildung verursachen, die bei einem Durchbruch in die Bauchhöhle zu einer gefährlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen kann . . .

Hüftgelenksdysplasie

Bei der Hüftgelenksdysplasie (Hüftdysplasie, Dysplasia coxae congenita, angeborene Hüftluxation) handelt es sich um eine häufige angeborene Fehlanlage des Hüftgelenks. Dabei ist die Gelenkspfanne zu klein bzw. zu wenig tief. Bis zu vier Prozent aller Neugeborenen sind davon betroffen. In ausgeprägten Fällen kann der Oberschenkel-Hüftgelenkskopf teilweise oder vollständig aus der Hüftpfanne rutschen. In diesen Fällen spricht man von Subluxation bzw. Luxation des Hüftgelenks . . .

Harnwegsinfekt bei Kinder

„Harnwegsinfektion“ ist der Überbegriff für eine meist durch Bakterien, seltener durch Viren oder Pilze bedingte Entzündung der Harnwege. Diese umfassen Niere, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre. Bei Buben können auch die Prostata, Samenleiter und Nebenhoden betroffen sein. Wenn nur die Blase betroffen ist, spricht man von Blasenentzündung. Sie läuft meist ohne Fieber ab. Wenn Fieber dazukommt, sind oft auch die Nieren betroffen und man spricht von Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) . . .

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Nach Fehlbildungen der Extremitäten sind Lippen-Kiefer-Gaumen (LKG)-Spalten mit rund 15 Prozent die häufigsten angeborenen Fehlbildungen. In Mitteleuropa ist eines von 600 Neugeborenen betroffen, Buben etwas häufiger als Mädchen. Die Diagnose erfolgt meist bereits während der Schwangerschaft. Die Behandlung erstreckt sich von der Geburt bis ins Erwachsenenalter. Ziel ist eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation der Patientin/des Patienten. Dies ist nur durch eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit aller in die Behandlung involvierter Disziplinen möglich, d.h. eine optimale Therapie ist nur in einem gut koordinierten Behandlungsteam möglich . . .

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