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Untersuchung der Haut © corbis_infinite

Neurodermitis: Diagnose

Frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung können bei Neurodermitis dazu beitragen, den weiteren Krankheitsverlauf und die Lebensqualität zu verbessern sowie Komplikationen zu verhindern. Daher ist es wichtig, bei anhaltenden Symptomen wie Schwellungen und Rötungen der Haut, Juckreiz etc. eine Ärztin/einen Arzt aufzusuchen . . .

Zur Absicherung der Diagnose sind folgende Basisuntersuchungen notwendig:

  • Anamnese,
  • körperliche Untersuchung sowie
  • weiterführende Untersuchungen (Allergiediagnostik zur Identifikation von Auslösefaktoren, Gewebeprobe zum Ausschluss anderer Erkrankungen).

Sorgfältige Anamnese

Die Ärztin/der Arzt macht sich durch eine ausführliche Befragung der Patientin/des Patienten ein Bild von der Erkrankung. Alle medizinisch relevanten Daten werden ermittelt:

  • Symptome und deren zeitlicher Verlauf (Auftreten, Dauer, Häufigkeit, Veränderungen im Tages- und Jahresverlauf, Auslöser),
  • Vorkommen von Allergien, Neurodermitis und andere atopische Erkrankungen in der Familie,
  • medizinische Vorgeschichte,
  • Lebensgewohnheiten,
  • Beruf etc.

Hinweis Dadurch ergeben sich erste wichtige Hinweise auf die Art der Erkrankung und die Auswahl weiterer Untersuchungsmethoden.

Körperliche Untersuchung

Die gesamte Hautoberfläche wird gründlich untersucht. Schweregrad und Ausdehnung der Hauterkrankung können mittels eines sogenannten Haut-Scores dokumentiert werden. In Europa wird meist der SCORAD (Scoring Atopic Dermatitis) eingesetzt. Darin werden vor allem die Intensität der Hautveränderungen sowie deren flächenhaftes Ausmaß, daneben aber auch subjektive Parameter (Schlaflosigkeit und Juckreiz) mit einbezogen. Damit wird zunächst die aktuelle Ausgangssituation bestimmt. Bei späteren Verlaufskontrollen ermöglicht dieser Score eine objektive und genaue Beurteilung, in welchem Ausmaß sich der Gesundheitszustand bzw. die Symptomatik verbessert.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt. Abhängig von den Symptomen kann eine Überweisung an eine Fachärztin/einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder für Kinder- und Jugendheilkunde für die Durchführung einer differenzierten Diagnostik und Therapie notwendig sein. Es ist sinnvoll, relevante Vorbefunde und eine Liste der verwendeten Medikamente zur Untersuchung mitzubringen. Ärztinnnen und  Ärzte in Ihrer Nähe finden Sie unter Arztsuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten, die im Rahmen der Diagnosestellung entstehen, werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bei Ihren Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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