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Vergiftungen bei Erwachsenen

Flaschen mit giftigen Lösungen © Andreas F.

In unserem Alltagsleben sind „Gifte“ allgegenwärtig. Angefangen von Putz- und Pflegemitteln, Kosmetika, Farben, Lacken, Lösungsmitteln und anderen chemischen Substanzen bis hin zu giftigen Pflanzen reicht die Palette. Oft sind Substanzen in normalen Mengen völlig unbedenklich, die Einnahme großer Mengen hingegen giftig . . . 

Vergiftungen: Richtiges Vorgehen im Notfall

Frau M. arbeitet in einer großen Firma als Reinigungskraft. Während der Arbeit fällt ihr eine Putzmittelflasche zu Boden, die dadurch undicht wird. Unglücklicherweise steht in der Küche eine leere PET-Limonadenflasche. Frau M. füllt das kirschrote Putzmittel in die Flasche, wird dabei von einem Kollegen kurz abgelenkt, vergisst das Putzmittel und geht zurück zu ihrem Reinigungswagen . . . Der Ausgang der Geschichte ist vorhersehbar. Doch zeigen gerade solche Beispiele, wie leicht es zu einem Vergiftungsnotfall kommen kann.

Wissenswertes über Vergiftungen

Nur bei drei Prozent aller Vergiftungsnotfälle gibt es spezifische Symptome. Bei den meisten kommt es zu allgemeinen Symptomen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Unwohlsein. Daher ist es sehr wichtig bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, möglichst viele Informationen zu sammeln. Zum Beispiel welche Pflanzen in der Wohnung vorhanden sind oder bei suizidalen Handlungen nach leeren Medikamentenschachteln suchen. Diese Informationen können oft wichtige Anhaltspunkte liefern. Gelegentlich beobachtet man auch Symptomenkomplexe, die sich direkt bestimmten Giften zuordnen lassen . . .

Vergiftungen: Medikamente

Vergiftungen mit Medikamenten kommen besonders in Zusammenhang mit Selbstmordabsichten, im Kindesalter und bei dementen Menschen vor. Im Notfall ist die wichtigste Information das „Vergiftungspräparat“. Mit diesem Wissen kann die Notärztin/der Notarzt eventuelle medikamentöse Gegenmaßnahmen einleiten.Wichtig ist es, die Atemwege der betroffenen Person freizuhalten. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern . . .

Vergiftungen: Drogen & Alkohol

Als Drogen werden Stoffe bezeichnet, die rauschartige Zustände herbeiführen. Besonders gefährlich ist die Kombination mit Alkohol und Medikamenten. Bei einer Beeinträchtigung des Bewusstseins ist es wichtig, die Atemwege freizuhalten. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern . . .

Vergiftungen: Gase

Gasvergiftungen können sehr gefährlich sein, da sie oft erst relativ spät entdeckt werden. In vielen Fällen ist eine Erste-Hilfe-Leistung durch die Ersthelferin/den Ersthelfer nicht möglich, da die Eigengefährdung zu groß ist. Immer wieder kommt es in österreichischen Haushalten zu Vergiftungen durch z.B. Gasthermen. Inbesondere bei hohen Außentemperaturen, wenn die Abgase der Therme über den Kamin nicht gut entweichen können, besteht Gefahr . . .

Vergiftungen: Pilze, Pflanzen & Tiere

Schwere Vergiftungen durch Pflanzen, Tiere und Pilze sind selten. Allerdings gibt es in dieser Gruppe sehr potente Gifte. Schwere Pilzvergiftungen können z.B. zu ernsthaften Schäden an Leber und Nieren führen oder sogar tödlich verlaufen. Besonders tückisch ist, dass sich bei schwerwiegenden Vergiftungen die Symptome erst sechs bis 24 Stunden nach dem Verzehr auftreten. Bei Vergiftungsverdacht frühzeitig Vergiftungsinformationszentrale kontaktieren . . . 

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