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Mann mit Sonnenbrille © yossarian6

Photoophthalmie & Photokeratitis

Durch UV-Strahlung kann es zu akuten Schädigungen am Auge kommen, z.B. intensive UV-Strahlung bei einem Aufenthalt im Hochgebirge. Durch die dünnere Luft wird von der Hornhaut einerseits mehr „Licht“ absorbiert, andererseits reflektiert und intensiviert Schnee die UV-Strahlung zusätzlich. Deshalb kann es z.B. bei unzureichendem Schutz der Augen auch zur „Schneeblindheit“ kommen. Aber auch Wasser reflektiert und verstärkt die UV-Strahlung (um bis zu 85 Prozent!). Schäden können außerdem bei Aufenthalten im Solarium sowie durch Arbeiten (z.B. „Verblitzung“ beim Schweißen) entstehen . . .

Was ist eine Photoophthalmie bzw. Photokeratitis?

Bei einer Photoophthalmie/Photokeratitis zeigen sich folgende Symptome:

  • Tränenfluss
  • starkes Fremdkörpergefühl
  • (starke) Schmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Lidkrämpfe (Blepharospasmus)

Die Beschwerden zeigen sich meist sechs bis acht Stunden nach der Schädigung. Nach ein bis zwei Tagen lassen diese nach. Bei schweren Verläufen können sich Hornhautzellen ablösen/absterben. Die Augenärztin/der Augenarzt sollte jedenfalls bei Beschwerden und Entzündungen aufgesucht werden!

Vorsorge, Diagnose & Therapie

Vorsorgliche Maßnahmen sind besonders wichtig. Verwenden Sie Sonnenbrillen mit ausreichend hohem Schutz (CE-Zeichen und Schutzklasse beachten), vor allem bei Schnee, im Gebirge oder am Wasser. Informieren Sie sich bei Ihrer Augenärztin/Ihrem Augenarzt über Anforderungen, die eine Sonnenbrille erfüllen sollte. Bei Schweißarbeiten ist eine Schutzbrille ein Muss.

Hinweis Sobald Symptome auftreten, sollte der Aufenthalt in der Sonne sofort unterbrochen bzw. ein dunkler Raum aufgesucht werden. Auch die Ärztin/der Arzt sollte so rasch wie möglich kontaktiert werden.

Die Augenärztin/der Augenarzt nimmt eine Anamnese vor, untersucht das Auge und führt verschiedene Tests durch. Symptome geben ihr/ihm Hinweise. Kompressionsverbände, kühlende, feuchte Umschläge sowie die Einnahme von Schmerzmitteln lindern Beschwerden. Auch Salben mit Antibiotika können angewendet werden, z.B. um Infektionen zu vermeiden oder bei einem Hornhautgeschwür (Hornhautulcus).

Wohin kann ich mich wenden?

Die Augenärztin/der Augenarzt (auch: Ophthalmologin/Ophthalmologe, Fachärztin/Facharzt für Augenheilkunde) diagnostiziert die entsprechende Schädigung/Entzündung und leitet therapeutische Maßnahmen ein.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der augenärztlichen Untersuchung zur Abklärung sowie der Behandlung werden normalerweise von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

Weitere Informationen zu Vertragsärztinnen/-ärzten finden Sie unter Arztbesuch: Kosten und Selbstbehalte.

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