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Mann bei Physiotherapie © zinkevych

COPD: Rehabilitation

Eine Rehabilitation dient der Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es oft zu Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit (Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit). Krankheitsbedingte Behinderung bzw. Invalidität/Berufsunfähigkeit sollen mithilfe der Reha vermieden, vermindert oder beseitigt werden . . .

Wesentlicher Pfeiler des Rehabilitationsprogrammes ist das körperliche Training. Dieses muss ein Leben lang fortgeführt werden. Die Verbesserung der körperlichen Aktivität erfolgt abgestimmt auf die individuellen Voraussetzungen der Betroffenen, wie etwa die Schwere der Erkrankung, und unter medizinischer bzw. interdisziplinärer Betreuung – teils mit Sauerstoffgabe. Ziel ist es, eine bestmögliche körperliche Unabhängigkeit zu erreichen, sodass Anforderungen des alltäglichen und beruflichen Lebens gut bewältigt werden können und etwa die Arbeitsfähigkeit erhalten bleibt.

Maßnahmen der Reha

Zu den Maßnahmen der Rehabilitation zählen u.a.:

  • Raucherentwöhnung,
  • Ausdauer- und Krafttraining,
  • Atemphysio- bzw. Physiotherapie,
  • Patientenschulung (Informationen über die Erkrankung, zu Fragestellungen den Beruf und die soziale Situation betreffend), Einnahme von Medikamenten sowie Sauerstoff,
  • psychologische Unterstützung – Hilfe bei der Bewältigung der Erkrankung in Alltag, Beruf und Freizeit,
  • Hilfe bei der Umsetzung eines gesünderen Lebensstils (z.B. Ernährungsberatung und
    -anpassung).

Ambulante & stationäre Reha

Eine Rehabilitation ist bereits ab Stadium II (bzw. Risikoklassifikation B) empfehlenswert. Um einen optimalen Erfolg zu erzielen, werden Maßnahmen auf die betreffende Person abgestimmt und nach ärztlichem Ermessen zusammengestellt. Je nach Bedarf kann die Rehabilitation auch in ambulanten Einrichtungen oder im Fitnesscenter erfolgen:

  • Stationär. Die pneumologische Rehabilitation kann in manchen Krankenhäusern oder Reha-Kliniken stattfinden. Besonders wesentlich für den Therapieerfolg ist das Weiterführen der Maßnahmen und Übungen auch nach dem stationären Aufenthalt.
  • Ambulant. Rehabilitative Maßnahmen werden auch  in speziellen Einrichtungen ambulant durchgeführt. Der persönliche „Rehabilitationsplan“ der Betroffenen endet auch hier nicht nach Abschluss des mehrwöchigen Trainingsprogramms in der Einrichtung.
  • Weiterführung der Reha-Maßnahmen. Die erlernten Maßnahmen müssen zu Hause (z.B. mittels Heimtrainer, Fitnesscenter, Nordic Walking etc.) konsequent umgesetzt werden, oftmals ein Leben lang.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Ein prinzipieller Rechtsanspruch auf Förderung eines Rehabilitationsaufenthalts besteht u.a. bei Berufskrankheiten. Eine Rehabilitation muss beantragt und von der/den zuständigen Stelle(n) bewilligt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Rehabilitation.

Der Rehabilitationsbedarf liegt im Ermessen der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes. Bei medizinischer Befürwortung übernehmen die Krankenversicherungsträger die Kosten für Akutversorgung und stationäre rehabilitative Maßnahmen.

Reha-, Kur- und Genesungsaufenthalte werden ausschließlich nach ärztlich begründeter Antragstellung und medizinischer Befürwortung durch den Krankenversicherungsträger bewilligt. Unter Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse der/des Versicherten ist bei der Inanspruchnahme eine tägliche Zuzahlung zu leisten.

Rehabilitation findet auch in ambulanten Einrichtungen statt, die Verträge mit den Krankenkassen abgeschlossen haben. Für diese werden die Kosten zur Gänze übernommen.

Im niedergelassenen Bereich werden die Kosten nur teilweise übernommen (z.B. bei einer Physiotherapie). Ein Antrag auf Kostenerstattung für eine Physiotherapie kann gestellt werden.

Weitere Informationen

Je nach Art der Rehabilitation sind unterschiedliche Stellen für die Antragstellung zuständig. Weitere Informationen finden Sie unter

Über Reha- und Kurzentren können Sie sich vorab mithilfe des Rehabilitationskompasses informieren. Dieser Service von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und Österreichischem Bundesinstitut für Gesundheit (ÖBIG) liefert Informationen zu Organisation, medizinischem Angebot und Ausstattung der stationären Rehabilitationseinrichtungen in Österreich. Weiter Infos finden Sie unter Suche nach Rehabilitationszentren.

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