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Notfalleinsatz der Rettung © Andrea Biragui

Notfall: Wenn keine Zeit für Vorbereitungen bleibt

Medizinische Notfälle werden von Rettungssanitäterinnen bzw. -sanitätern und von Notärztinnen/Notärzten versorgt. Zu den medizinischen Notfällen gehören lebensbedrohliche Zustände wie z.B. Bewusstlosigkeit, akute Atemnot, Vergiftungen oder die massive Verschlechterung einer bestehenden Krankheit. Sie erreichen die Rettung unter der Euro-Notruf-Telefonnummer 112. Wie die Zeit bis zum Eintreffen des Notfallteams genützt wird, ist oft entscheidend dafür, wie die Betroffenen den Notfall überstehen. Die Rettungsleitstelle wird Sie bei Erste-Hilfe-Maßnahmen per Telefon anleiten . . .

Der Notruf

Nachdem Sie den Notruf 112 gewählt haben, werden Sie gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  • Was ist passiert?
  • Wie alt ist die Patientin/der Patient?
  • Ist sie/er bei Bewusstsein?
  • Atmet sie/er?
  • Wo ist der Notfallort (genaue Adresse, Stiege, Stock, Türnummer und Zufahrtsmöglichkeit)?
  • Unter welcher Nummer sind Sie telefonisch erreichbar?

Legen Sie den Hörer erst dann auf, wenn Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner am Telefon alle Daten bestätigt hat und Ihnen versichert, dass ein Rettungs- oder Notarztwagen auf dem Weg ist. Notärztinnen/Notärzte fahren nicht in jedem Rettungswagen mit. Das ist bei leichten Erkrankungen oder bei normalen Transporten ins Spital auch nicht notwendig. Notärztinnen/Notärzte sind nur in tatsächlichen Notfällen zur Stelle.

Neben fahrenden Rettungseinheiten gibt es auch fliegende: Der Notarzthubschrauber kommt dann zum Einsatz, wenn ein Rettungswagen zu lange brauchen würde. Besetzt sind die Notarzthubschrauber mit Pilotin/Pilot, Notärztin/Notarzt und Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter.

Erste Hilfe

Wie die Zeit bis zum Eintreffen des Notfallteams genützt wird, ist oft entscheidend dafür, wie die Betroffenen den Notfall überstehen. Die Rettungsleitstelle wird Sie bei Erste-Hilfe-Maßnahmen per Telefon anleiten. Wer einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat, kennt die wichtigsten Regeln für den Notfall. Wichtig ist die Absicherung der Unfallstelle und – falls keine Atmung und/oder kein Herzschlag vorliegt –, dass mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird.

Erste-Hilfe-Tipps finden Sie unter

Mit der Rettung ins Spital

Ist die Patientin/der Patient transportfähig, beginnt der Transport in das nächste infrage kommende Krankenhaus. Welches Spital die Sanitäter/innen anfahren, hängt einerseits vom Notfall ab (Unfall ins Unfallkrankenhaus, Herzinfarkt ins Herzzentrum etc.), andererseits von der Erreichbarkeit des Spitals und davon, ob in diesem Krankenhaus Betten frei sind.

Manche Patientinnen/Patienten werden im Notfall von Angehörigen oder Freundinnen/Freunden ins Spital gebracht. In diesem Fall fragen Sie bitte bei der Einfahrt nach der Notaufnahme. Besser ist es jedoch, den Notruf zu wählen, um von Anfang an professionell betreut zu sein.

Notaufnahme und Intensivstation

Das Notfallteam erfährt von der Einsatzzentrale, welches Spital es anfahren soll. Im Krankenhaus angekommen, wird die Patientin/der Patient in der Notaufnahme erstversorgt. Notfallmaßnahmen werden hier meist sehr schnell getroffen, nicht immer bleibt Zeit, um Angehörige aufzuklären und zu beruhigen. Das erfordert mit unter etwas Geduld, auch wenn es schwerfällt. Die Patientin/der Patient ist gut versorgt. Sie werden so bald wie möglich informiert. Dann erfahren Sie auch, auf welche Station des Spitals die Patientin/der Patient verlegt wird.

Ist der Zustand kritisch, wird die Patientin/der Patient auf der Intensivstation behandelt. Bessert sich der Gesundheitszustand, kommt die Patientin/der Patient auf eine normale Bettenstation oder kann bereits nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause.

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