Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Arztbesuch

Blutdruckmessung beim Arzt © goodluz

In Österreich sorgen rund 16.000 Hausärztinnen und Hausärzte, Fachärztinnen und Fachärzte für die medizinische Versorgung außerhalb der Spitäler. Ihre Aufgabe ist es, Patientinnen und Patienten mit leichten wie schweren Erkrankungen ambulant zu behandeln, sie durch das Gesundheitssystem zu lotsen und sie samt ihrem persönlichen Umfeld, ihren Problemen und Wünschen wahrzunehmen. Erfahren Sie hier, wie Ärztinnen und Ärzte arbeiten und was Sie tun können, um die Behandlung in der Praxis positiv mitzugestalten . . . 

Die Suche nach dem Arzt

In Österreich gilt die freie Arztwahl: Jede/jeder Versicherte und ihre/seine mitversicherten Angehörigen können die Ärztin oder den Arzt des Vertrauens nach eigenem Ermessen wählen. Jede Patientin/ jeder Patient möchte nicht nur fachlich qualifiziert, sondern auch mit Wertschätzung in einer gut organisierten Praxis behandelt werden. Aber wie findet man die passende Ordination? Die Online-Arztsuche der Landesärztekammer hilft dabei . . .

Zusatzausbildungen für Ärztinnen und Ärzte

Akupunktur, Arbeitsmedizin, Psychosomatische Medizin – alle in Österreich praktizierenden Ärztinnen und Ärzte sind laut Ärztegesetz verpflichtet, sich laufend fortzubilden. Ergänzend zur medizinischen Basisausbildung und den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungen absolvieren viele Ärztinnen und Ärzte Zusatzausbildungen, die beispielsweise von der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) angeboten werden . . .

Kassen-, Wahl- oder Privatarzt?

Kassen-, Wahl- oder Privatärzte unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf die Kosten. Im Gegensatz zur Wahlärztin/zum Wahlarzt sind bei einer Privatärztin/einem Privatarzt die Kosten voll und ganz selbst zu tragen. In Österreich gibt es unterschiedliche Sozialversicherungsträger, die auch für die Krankenversicherung zuständig sind. Die Krankenkassen haben mit Ärztinnen/Ärzten Verträge (Vertragsärztinnen/Vertragsärzte), auf deren Basis die Leistungen der Ärztinnen/Ärzte in der Patientenbetreuung abgerechnet werden . . .

Welche Ordinationsformen gibt es?

Die klassische Ordinationsform ist die Einzelpraxis, in der eine Ärztin/ein Arzt medizinische Leistungen erbringt. Mehrere selbstständige Ärztinnen und Ärzte können eine Gruppenpraxis gründen. Gemeinschaftspraxen hingegen sind lose Zusammenschlüsse mehrerer Ärztinnen und Ärzte in einer Ordination. Neben den Ambulanzen der gemeinnützigen Spitäler gibt es auch selbstständige Ambulatorien. Sie sind eine Kombination aus Arztpraxis und Krankenhaus . . .

Gut vorbereitet in die Arztpraxis

Wenn Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt ausführlich über Ihren Gesundheitszustand bzw. Ihre Beschwerden informieren, kann dies die Diagnose und die Behandlung wesentlich erleichtern. Eine gute Vorbereitung ist hilfreich und dient dem Zweck, möglichst viele Informationen für die Ärztin/den Arzt zusammenzustellen, aber auch die eigenen Bedürfnisse konkret zu formulieren. Notieren Sie auch alle Fragen, die Ihnen im Zusammenhang mit Ihrem gesundheitlichen Problem einfallen . . .

Die e-card

Die e-card ist die österreichische Sozialversicherungskarte und wird seit 2005 flächendeckend eingesetzt. Auf der Chipkarte gespeichert sind Name, Geburtsdatum und die Versicherungsnummer der/des Versicherten, jedoch keine medizinischen Daten. Die e-card ist bei jedem Arztbesuch vorzuweisen. Haben Sie Ihre e-Card vergessen, so heben manche Ärztinnen und Ärzte eine Kaution ein, die Sie zurückerhalten, wenn Sie die e-card nachbringen . . .

Was passiert in der Arztpraxis?

Vor einem Arztbesuch macht es durchaus Sinn, sich als Patientin/als Patient darauf vorzubereiten. Um die Zeit für das Arzt-Patienten-Gespräch möglichst gut zu nützen, ist es empfehlenswert, das Gespräch ansatzweise durchzudenken und eventuell die wichtigsten Punkte zu notieren. Dabei kann eine kurze Checkliste helfen . . .

Das ärztliche Aufklärungsgespräch

Jede Patientin/jeder Patient das Recht, von der Ärztin/vom Arzt aufgeklärt zu werden. Das ärztliche Aufklärungsgespräch umfasst die Unterrichtung der Patientin/des Patienten über die Art, den Umfang und die Schwere seiner Erkrankung, die Diagnostik und die möglichen therapeutischen Maßnahmen im Rahmen einer Heilbehandlung. Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht gehört zu den zentralsten Patientenrechten des österreichischen Gesundheitswesens und ist Grundlage für das Vertrauensverhältnis Arzt – Patient. Was Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt in einem therapeutischen Gespräch erzählen, bleibt geheim . . .

Arztbesuch: anderes Bundesland oder Ausland

Sie können innerhalb Österreichs frei wählen, welche Ärztin oder welchen Arzt Sie besuchen möchten. Das gilt nicht nur für Wahlärztinnen und Wahlärzte, sondern auch für Vertragsärztinnen und Vertragsärzte. Sind Sie zum Beispiel bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert und müssen eine Kassenärztin oder einen Kassenarzt in Linz aufsuchen, ändert sich für Sie so gut wie nichts: Sie übergeben die e-card und werden behandelt. Ihre Ärztin/Ihr Arzt rechnet mit der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse ab, als wären Sie dort versichert . . .   

Arztbesuch: Kosten und Selbstbehalte

Jedes Jahr verschickt die Sozialversicherung die sogenannte Leistungsinformation für Versicherte (LIVE). Darin sind sämtliche Kosten jener Kassenleistungen aufgelistet, die im abgelaufenen Jahr in Anspruch genommen wurden. Dieser Service ist als „LIVE-Online“ auf der Homepage der Sozialversicherung abrufbar. Für die Nutzung von „LIVE-Online“ fallen keine Gebühren an, Sie müssen sich jedoch mit Ihrer Bürgerkarte registrieren . . .

Qualitätskontrolle in den Arztpraxen

Österreichs Ordinationen werden von der Österreichischen Gesellschaft für Qualitätssicherung & Qualitätsmanagement in der Medizin GmbH (ÖQMed) geprüft. daneben gibt es weitere Möglichkeiten zur Qualitätssicherung, die Ärztinnen und Ärzte freiwillig in Anspruch nehmen können. Auch Befragungen unter Patientinnen und Patienten helfen Ärztinnen und Ärzten, die Qualität der eigenen Praxis zu prüfen . . .

Die Rechte der Patientinnen und Patienten

Grundlegende Patientenrechte sind in der Patientencharta zusammengefasst. Die wichtigsten Eckpfeiler der Patientencharta sind: Patientenwürde, Selbstbestimmung, Information und Unterstützung der Patientinnen/Patienten. Die Patientencharta ist eine Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG, die zwischen Bund und Ländern abgeschlossen wurde. Die Patientenrechte selbst sind in zahlreichen Bundes- und Landesgesetzen verankert. Diese stellen die eigentlichen Rechtsgrundlagen dar . . .

Mein Wegweiser


Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse