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Gesundheitspsychologin und Patientin © Blend Images

Gesundheitspsychologin/-psychologe

Gesundheitspsychologinnen/Gesundheitspsychologen informieren über Gesundheitsrisiken und Schutzfaktoren in verschiedenen Lebensabschnitten bzw. -situationen. Mit ihrer Hilfe können das eigene Risikoverhalten unter die Lupe genommen (z.B. in Hinblick auf Rauchen, Ernährung, Bewegung) und gesundheitsfördernde Maßnahmen gesetzt werden . . .

Offizielle Berufsbezeichnung

Gesundheitspsychologin/Gesundheitspsychologe

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Gesundheitspsychologie beschäftigt sich sowohl mit der Frage „Was macht den Menschen krank?“, als auch mit der Frage „Was hält den Menschen gesund und trotz Belastungen stabil?“.

Die Gesundheitspsychologie hat als Teilgebiet der Psychologie vor allem folgende Aufgaben:

  • Durchführung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und -erhaltung,
  • Mitwirkung bei der Vorbeugung von Krankheiten,
  • Bestimmung von Risikoverhalten,
  • Unterstützung bei der Bewältigung von Erkrankungen und Rehabilitation mittels psychologischer Methoden,
  • Mitarbeit bei der Verbesserung des gesundheitlichen Versorgungssystems.

Gesunde Alltagsgestaltung sowie das Trainieren von Bewältigungsmechanismen in schwierigen Lebensphasen (etwa Scheidung oder Arbeitslosigkeit) sind ebenso Themenbereiche der Gesundheitspsychologie. Zudem helfen sie bei der Bewältigung von Stress. Zu ihrem Tätigkeitsprofil zählen die gesundheitspsychologische Diagnostik und Beratung bzw. Betreuung/Begleitung. Ebenso sind sie zuständig für die Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, in der Schule und im Lebensumfeld sowie Entwicklung von Maßnahmen gegen diese Belastungen.

Die Arbeit erfolgt entweder mit einzelnen Personen, Gruppen oder Familien, aber auch z.B. im Rahmen von Gesundheitsförderungs- oder Präventionsprojekten in Schulen oder Krankenhäusern.

Wo arbeiten Gesundheitspsychologinnen/Gesundheitspsychologen?

Gesundheitspsychologinnen/Gesundheitspsychologen sind z.B. in Beratungsstellen, Krankenhäusern, Rehabilitationszentren und Schulen, aber auch in Organisationsberatungsfirmen, der öffentlichen Verwaltung und Forschungsinstituten tätig. Ein Teil arbeitet auch in freier Praxis und bietet dort für Einzelpersonen oder Gruppen gezielte Beratung und Begleitung an. Sie können ihren Beruf in einem Dienstverhältnis oder freiberuflich ausüben.

Fundierte Ausbildung

Die Ausbildung zur Gesundheitspsychologin/zum Gesundheitspsychologen erfolgt nach Abschluss des Psychologiestudiums in einer durch das Psychologengesetz geregelten Ausbil­dung. Diese beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. Nach der Ausbildung ist eine Eintragung in die Liste der Gesundheitspsychologen des Gesundheitsministeriums notwendig, um als Gesundheitspsychologin/Gesundheitspsychologe tätig zu sein.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Wenn Sie während eines Spitalsaufenthaltes von einer Gesundheitspsychologin/einem Gesundheitspsychologen betreut werden, sind die Kosten durch Ihren Krankenversicherungsträger abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie unter Krankenhausaufenthalt.

Bei einem Kuraufenthalt

Wenn Sie während eines von den Sozialversicherungsträgern bewilligten Kuraufenthaltes von einer Gesundheitspsychologin/einem Gesundheitspsychologen betreut werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Es sind für Kuraufenthalte allerdings von den Versicherten Zuzahlungen – von den Einkommensverhältnissen abhängig – zu leisten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der Sozialversicherung. Wissenswertes über den Kuraufenthalt und die damit verbundenen Kosten finden Sie unter Reha und Kur.

Im niedergelassenen Bereich

Die Kosten bei niedergelassenen Gesundheitspsychologinnen/Gesundheitspsychologen müssen Sie selbst tragen. Es gibt hierfür keine Kostenübernahme bzw. Zuschüsse von den Krankenversicherungsträgern. Informationen über die zu tragenden Kosten erhalten Sie direkt in der jeweiligen Praxis.


In sonstigen Einrichtungen

Behandlungen und Beratungen in speziellen Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens oder eines anderen öffentlich finanzierten Bereiches (z.B. Familienberatungsstellen) können teilweise auch kostenlos bzw. kostengünstig in Anspruch genommen werden.

Informative Links

Rechtliche Grundlagen

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