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Eine Ärztin und zwei Ärzte mit Stethoskop © Kurhan

Ärztin/Arzt

Ärztinnen und Ärzte üben ihren Beruf auf Basis medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrung aus. Ihre Tätigkeiten werden unmittelbar am oder mittelbar für den Menschen ausgeführt. Ärztinnen/Ärzte müssen für die Ausübung des Berufes in die Ärzteliste eingetragen werden. Diese wird von der Österreichischen Ärztekammer geführt. Außerdem gibt es besondere Formen der ärztlichen Berufsausübung wie etwa Notärztinnen/-ärzte (im Rahmen des Rettungsdienstes) oder Polizeiärztinnen/-ärzte (etwa für das Innenministerium). Diese Berufsausübungen sind jeweils gesondert geregelt und bedürfen spezieller Voraussetzungen und Fortbildungen (z.B. Notarztkurse) . . .

Offizielle Berufsbezeichnung

  • Ärztin für Allgemeinmedizin/Arzt für Allgemeinmedizin oder
  • Fachärztin/Facharzt.
  • Turnusärztinnen/Turnusärzte befinden sich in Ausbildung zur Ärztin/zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zur Fachärztin/zum Facharzt eines Sonderfaches. 

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Darunter fallen vor allem:

  • Untersuchung hinsichtlich körperlicher und psychischer Krankheiten oder Störungen, Missbildungen oder besonderer Bedürfnisse
  • Beurteilung von körperlichen oder psychischen Erkrankungen mittels medizinisch-diagnostischer Hilfsmittel
  • Prävention von Erkrankungen
  • Behandlung von körperlichen und psychischen Krankheiten
  • Verordnung von Heilbehelfen und -mitteln
  • Durchführung von Operationen inklusive Blutabnahme oder -transfusion
  • Geburtshilfe und Maßnahmen zur Hilfestellung bei der Fortpflanzung
  • Wissenschaftliches Arbeiten, Forschung und Lehre
  • Leicheneröffnungen

Ebenso können Ärztinnen und Ärzte – sofern sie zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt sind – ärztliche Gutachten und Zeugnisse verfassen. Freiberufliches Ausüben des ärztlichen Berufes ist nur Ärztinnen/Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärztinnen/Fachärzten erlaubt.

Anerkennung Berufsqualifikation

Für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen als Ärztinnen/Ärzte ist das Internationale Büro der Österreichischen Ärztekammer zuständig. Weitere Informationen zur Anerkennung des Arztberufes erhalten Sie beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen.

Wo arbeiten Ärztinnen/Ärzte?

Ärztinnen und Ärzte arbeiten freiberuflich oder in einem Dienstverhältnis in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens:

Wo arbeiten Ärztinnen/Ärzte?Ärztinnen und Ärzte arbeiten freiberuflich oder in einem Dienstverhältnis in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens:

  • Ordination (Praxis) oder Gruppenpraxis
  • Krankenhäuser (auch Universitätskliniken)
  • Ambulatorien
  • Rettungswesen
  • Rehabilitations- oder Kuranstalten
  • Bezirks-, Magistratsbehörden
  • Bundesheer
  • Polizei

Aber auch in vielen anderen Tätigkeitsfeldern findet man Ärztinnen und Ärzte, z.B. in der Arbeitsmedizin, in Schulen, in der Forschung, Planung und Qualitätssicherung, in der pharmazeutischen Industrie oder im Versicherungswesen.

Fundierte Ausbildung

Ärztinnen/Ärzte müssen eine lange Ausbildung durchlaufen. Zuerst absolvieren sie ein sechsjähriges (12 Semester) Diplomstudium (Masterstudium) der Humanmedizin an einer Medizinischen Universität.

Ärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin müssen im Rahmen der Ausbildung eine mindestens neunmonatige praktische Ausbildung (Basisausbildung) zur Vermittlung klinischer Basiskompetenzen in chirurgischen und konservativen Fachgebieten absolvieren. Es folgt eine dreiunddreißig Monate dauernde praktische Ausbildung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses in einer anerkannten Ausbildungsstätte (u.a. Krankenhäuser, Kliniken, medizinische Universitäten, Lehrpraxen). Danach müssen sie die Prüfung zur Ärztin/zum Arzt für Allgemeinmedizin erfolgreich ablegen.

Auch Fachärztinnen/Fachärzte müssen im Rahmen der Ausbildung eine mindestens neunmonatige praktische Ausbildung (Basisausbildung) zur Vermittlung klinischer Basiskompetenzen in chirurgischen und konservativen Fachgebieten absolvieren. In der Ausbildung zu Fachärtzin/zum Facharzt folgt eine dreiundsechzig Monate dauernde Ausbildung in anerkannten Ausbildungsstätten (u.a. Krankenhäuser, Kliniken, medizinische Universitäten, Lehrpraxen) mit Sonderfachgrundausbildung sowie -schwerpunktausbildung. Im Anschluss muss die Facharztprüfung mit Erfolg bestanden werden.

Nach der Ausbildung besteht für Ärztinnen und Ärzte eine Fortbildungspflicht. Fortbildungen werden von den Ärztekammern, den wissenschaftlichen Gesellschaften, Krankenanstalten und anderen anerkannten Einrichtungen organisiert. Zusätzlich können Ärztinnen und Ärzte im Rahmen von anerkannten Weiterbildungen Spezialdiplome der Österreichischen Ärztekammer (etwa für Akupunktur) sowie Zertifikate (etwa für Sonographie) erwerben.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Während eines stationären Aufenthalts anfallende medizinische Kosten, die auch die ärztliche Leistung inkludieren, übernehmen die Sozialversicherung und das jeweilige Bundesland. Nähere Informationen finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Bei einem Rehabilitations- oder Kuraufenthalt

Wenn Sie während eines von der Sozialversicherung bewilligten Rehabilitations- oder Kuraufenthaltes von einer Ärztin/einem Arzt behandelt werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Für Kuraufenthalte sind allerdings von den Versicherten Zuzahlungen zu leisten – abhängig von den Einkommensverhältnissen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der Sozialversicherung. Wissenswertes über den Kuraufenthalt und damit verbundene Kosten finden Sie unter Rehabilitations- und Kuraufenthalt.

Im niedergelassenen Bereich

Vertragsärztinnen und -ärzte haben mit den Krankenversicherungsträgern Verträge abgeschlossen. Als Patientin/Patient fallen für Sie bei der Behandlung in einer Kassenpraxis (Kassenpraxen haben einen Vertrag mit Ihrer Krankenversicherung) keine Kosten an. Bei einigen Sozialversicherungsträgern ist allerdings für medizinische Leistungen (mit Ausnahmen) ein Selbstbehalt vorgesehen. Leistungen, die nicht von den Krankenversicherungsträgern übernommen werden (z.B. kosmetische Leistungen, komplementärmedizinische Leistungen u.ä.), müssen auch bei den Vertragsärzten von den Patientinnen/Patienten privat gezahlt werden.

Nehmen Sie die Leistungen einer Wahlärztin/eines Wahlarztes in Anspruch, zahlen Sie das Honorar direkt an die Ärztin/den Arzt. Ein Teil dieser Kosten wird Ihnen von Ihrem Krankenversicherungsträger auf Antrag rückerstattet. Nähere Informationen zu den Kosten eines Arztbesuchs finden Sie unter
Kosten und Selbstbehalte.

Informative Links

Rechtliche Grundlagen

Relevante Gesetze finden Sie im Rechtsinformationssystem (RIS):

Zudem gibt es weitere Verordnungen der Österreichischen Ärztekammer, die unter www.aerztekammer.at zu finden sind.

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