Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Europäische Impfwoche von 22. bis 27. April

Offizielles Logo der Europäischen Impfwoche © 2013 WHO
22.04.2013

Infektionskrankheiten zählen zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen. Impfungen schützen vor bestimmten Krankheitserregern und gehören zu den wirksamsten Vorbeugungsmaßnahmen in der Medizin.

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) retten Impfungen das Leben von weltweit mehr als drei Millionen Menschen im Jahr und schützen zudem weitere Millionen vor Krankheiten bzw. deren Folgen.

Impfungen in Erinnerung rufen

Mittels Impfungen ist es langfristig gesehen möglich, Krankheiten regional und in weiterer Folge auch weltweit auszurotten. Dies ist jedoch nur dann machbar, wenn möglichst viele Menschen gegen gewisse Erreger geimpft werden. Die nun bereits zum achten Mal stattfindende Europäische Impfwoche (EIW) setzt es sich zum Ziel, auf die Wichtigkeit von Impfungen sowie Impfprogrammen hinzuweisen bzw. diese wieder in Erinnerung zu rufen. Das Motto der EIW lautet: „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ Die WHO koordiniert die Europäische Impfwoche. Die Länder der Europäischen Union nutzen diese Woche, um über das Thema zu informieren bzw. auch Aktionen zu setzen.

Der Österreichische Impfplan

Der Österreichische Impfplan wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Impfgremium erstellt und wird jährlich aktualisiert. Der Impfplan 2013 umfasst Impfempfehlungen gegen bestimmte Infektionskrankheiten und schließt sowohl Empfehlungen für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene mit ein. Die im Kinderimpfkonzept verwendeten Impfstoffe sowie die Durchführung der Impfungen ist für Eltern bzw. Erziehungsberechtigte kostenlos.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen unter Österreichischer Impfplan 2013 und unter Aktuelle Impfempfehlungen.

Nationaler Aktionsplan Masern-/Röteln-Elimination

Die WHO hat es sich zum Ziel gemacht, die Masern und Röteln in Europa bis 2015 komplett auszurotten. Dazu ist es notwendig, die Durchimpfungsrate zu erhöhen. Österreich stellt mit seinem Nationalen Aktionsplan Masern-/Röteln-Elimination auf nationaler Basis ein wichtiges Instrumentarium zur Erreichung dieses Ziels zur Verfügung. Die Masern/Mumps/Röteln-Impfung ist in Österreich Teil des Kinderimpfkonzepts und schützt vor diesen ernst zu nehmenden Erkrankungen. Es ist jedoch auch im Erwachsenenalter möglich, die Impfung nachzuholen. Bis zum Alter von 45 Jahren ist die Impfung bei den Impfstellen der Länder kostenlos. Kinder unter sechs Jahren können auch bei niedergelassenen Kinderärztinnen/Kinderärzten bzw. Ärztinnen/Ärzten für Allgemeinmedizin kostenfrei geimpft werden.

Masern gehören zu den ansteckendsten Krankheiten und durch die geringe Impfdichte kommt es in Europa immer wieder zu Masernausbrüchen. Die Masernerkrankung schwächt die Abwehrkräfte für ein paar Wochen und es sind auch Komplikationen (z.B. Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder potenziell lebensgefährliche Entzündung des Gehirns) möglich. Röteln sind ebenfalls hoch ansteckend und bei Rötelinfektionen bis zur 17. Schwangerschaftswoche kann es zu schweren Schädigungen des Ungeborenen (z.B. Taubheit, Herzfehler) kommen (Embryopathie).

Nähere Informationen finden Sie unter:

Haben Sie einen Impfpass?

Um Ihre Impfungen übersichtlich im Auge zu behalten – und auch als Information für Ihre Ärztin/Ihren Arzt – ist ein Impfpass wichtig. Diesen bekommen Sie kostenlos bei Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt bzw. Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt. Auch beim Broschüren-Bestellservice des Gesundheitsministeriums können Sie kostenlos einen Impfpass anfordern.

Zu den im Impfkonzept des Bundes bereit gestellten Produkten finden Sie auch Informationen auf der Website des Gesundheitsministeriums

Hinweis Bei der Einnahme von Arzneimitteln können Nebenwirkungen auftreten – so auch beim Impfen. Diese sind jedoch in der Regel vorübergehend und leichtgradig. Die Gebrauchsinformationen der Impfstoffe beinhalten ausführliche Auflistungen der möglichen Nebenwirkungen. Zudem gibt es Kontraindikationen für Impfungen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt informiert Sie darüber.

Weitere Informationen:

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen