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Vitamin D (Calciferol)

gekochtes Ei © unpict

Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und wird auch als Hormon eingestuft. Es kann im Körper mithilfe von Sonnenlicht zu einem großen Teil selbst aufgebaut und/oder mit der Nahrung zugeführt werden.

Vitamin D ist wesentlich am Stoffwechsel von Kalzium und Phosphat beteiligt und fördert deren Aufnahme im Darm. Zudem unterstützt es den Knochenaufbau und beeinflusst verschiedene Hormone sowie das Immunsystem.

Wo ist Vitamin D enthalten?

In pflanzlichen Lebensmitteln kommt Vitamin D nur in sehr geringen Mengen vor. Abgesehen von tierischen Lebensmitteln wie Lebertran (Fischöl), Tiefseefischen, Eigelb sowie einigen Speisepilzen bzw. in angereicherten Lebensmitteln ist es in der Nahrung kaum vorhanden.  

Wie viel brauchen wir?

Schätzwert für eine angemessene Zufuhr bei fehlender körpereigener Bildung nach den D-A-CH-Referenzwerten: Kinder (ab einem Jahr), Jugendliche (ab 15 Jahren), Erwachsene (unter/über 65 Jahren), Schwangere und Stillende 20 µg Vitamin D/Tag.

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden in Deutschland von Kindern pro Tag über die Ernährung mit üblichen Lebensmitteln 1 bis 2 µg, von Jugendlichen und Erwachsenen 2 bis 4 µg Vitamin D aufgenommen. Diese Menge ist bei fehlender körpereigener Bildung nicht ausreichend, um den Schätzwert für die Zufuhr zu erreichen. Die Differenz zum Schätzwert von 20 µg pro Tag kann durch die körpereigene Vitamin-D-Bildung in der Haut bei Sonneneinstrahlung gedeckt werden. Diese hängt von geografischen, klimatischen und kulturellen Faktoren ab. Das sind vor allem Breitengrad, Jahreszeit, Tageszeit, Sonnenscheindauer, Kleidung und die Aufenthaltsdauer im Freien.

Bei Menschen mit nur wenig Aufenthalt im Freien sowie bei Seniorinnen/Senioren und Menschen mit dunkler Hautpigmentierung wird in unseren Breiten laut DGE die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats (Supplement) empfohlen. Die Einnahme von Supplementen sollte unbedingt in Absprache mit einer Ärztin/einem Arzt erfolgen. Es ist empfehlenswert, vor einer Supplementierung den Vitamin-D-Status zu überprüfen.

Bei Säuglingen (0 bis 12 Monate) liegt die Empfehlung bei 10 µg Vitamin D/Tag. Die Gabe von Vitamin-D-Tropfen zur Rachitis-Prophylaxe stellt die Versorgung sicher.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Deckung des Tagesbedarfs an Vitaminen.

Zu viel/zu wenig Vitamin D?

  • Ein Zuviel an Vitamin D ist selten. Jedoch ist sowohl eine massive akute als auch eine langfristige Überdosierung gefährlich. Die in der Folge auftretende Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut kann zu erhöhter Urinausscheidung, Übelkeit, Erbrechen bis hin zu Nierensteinen führen – im Extremfall zu Nierenversagen und Tod.
  • Zu wenig Vitamin D im Körper kann verschiedene Ursachen haben. Gefährdet sind beispielsweise Personen, die sich selten tagsüber länger im Freien aufhalten, wie ältere Menschen oder Säuglinge. Bei Kleinkindern kann eine Unterversorgung zur Vitamin-Mangelerkrankung Rachitis führen. Dabei werden die Knochen nicht richtig mineralisiert, sie werden weich und verformen sich. In Österreich kommt das heute so gut wie nicht mehr vor. Bei Erwachsenen führt ein schwerer Mangel über lange Zeit zu Umbauvorgängen und Demineralisierung der voll entwickelten Knochen (Osteomalazie). Bei älteren Menschen kann ein Vitamin-D-Mangel – neben anderen Faktoren – in Zusammenhang mit der Entstehung von Osteoporose stehen und diese zudem beschleunigen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 05.05.2014
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