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VKI-Test: Sonnencremes von Billig-Onlineplattformen zeigen schwere Mängel

17.07.2026

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit europäischen Verbraucherorganisationen Sonnencremes von Billig-Onlineplattformen auf ihre Inhaltsstoffe und ihre Schutzwirkung untersucht. Das Ergebnis der Tests: Kein einziges Produkt ist empfehlenswert. Es wurden schwere Mängel beim UV-Schutz sowie verbotene oder bedenkliche Inhaltsstoffe festgestellt.

Verbotener Inhaltsstoff 4-MBC

14 Sonnenschutz-Produkte wurden für den Test bestellt. Einige wurden gar nicht oder mit erheblicher Verspätung geliefert und konnten daher nicht mehr berücksichtigt werden.

Drei Produkte enthielten laut Inhaltsstoffliste den in der EU verbotenen synthetischen UV-Filter „4-MBC“. „Für 4-MBC gilt seit Mai 2026 ein vollständiges Verkaufsverbot, weil ernsthafte Sicherheitsbedenken bestehen, insbesondere hinsichtlich der hormonellen Wirkung und unklarer Langzeitrisiken“, erklärt VKI-Kosmetik- und Chemikalienexpertin Birgit Schiller. Diese drei Produkte hätten in der EU gar nicht erst in Umlauf gebracht werden dürfen. Sie wurden daher von einer weiteren Testung ausgeschlossen. Sieben Sonnencremes wurden genauer untersucht.

Mehr Bodylotion als Sonnenschutzmittel

Vier der sieben im Test untersuchten Produkte sind nicht als Sonnenschutzmittel einzustufen. Sie werden zwar mit Lichtschutzfaktor 50, 50+ oder sogar 90 bzw. 90+ beworben. Tatsächlich ergab der Test, dass diese Produkte die Mindestanforderung an Sonnenschutzmittel nicht erfüllen. Die Mindestanforderungen sind Lichtschutzfaktor 6 und/oder UVA-Schutzfaktor 2. „Diese Produkte sind damit eher als Bodylotions denn als Sonnencremes einzustufen,“ meint Birgit Schiller.

Kein Produkt empfehlenswert

Lediglich ein einziges Produkt erreichte beim UV-Schutz ein akzeptables Ergebnis. Empfehlenswert ist es laut VKI dennoch nicht, da es den chemischen UV-Filter OMC enthält. Dieser gilt als potenziell hormonell wirksamer Stoff, der auch mit negativen Auswirkungen auf Korallenriffe und die Meeresumwelt in Verbindung gebracht wird. Somit ist kein einziges getestetes Produkt empfehlenswert.

„Ein fehlender oder deutlich zu geringer UV-Schutz kann zu Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und langfristig zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko führen“, warnt VKI-Expertin Birgit Schiller.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

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