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Poliomyelitis

hochansteckende Infektionskrankheit

Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung, Heine-Medin-Krankheit) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Poliovirus verursacht wird. Das Virus wird meist über Schmierinfektion übertragen und führt zu einer Entzündung der motorischen Nervenzellen im Rückenmark. Zu Beginn der Erkrankung können Fieber, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, meist verläuft die Infektion jedoch beschwerdefrei. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle entwickelt sich eine Hirnhautentzündung mit Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Die „echte“ Kinderlähmung tritt sehr selten auf. Sie ist gekennzeichnet durch schlaffe Lähmungen. Diese Lähmungen können v.a. die Gliedmaßen (bevorzugt die Beine), den Rumpf, das Zwerchfell und auch die Atemmuskulatur betreffen. Folgeschäden sind möglich. In einigen dieser Fälle verläuft die Erkrankung tödlich.

In Österreich ist die Poliomyelitis durch die Impfung vollständig zurückgedrängt worden und seit 1980 nicht mehr aufgetreten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Europa im Jahr 2002 als von Poliomyelitis frei. Weltweit konnte die Erkrankung jedoch noch nicht ausgerottet werden. Vor allem in Asien oder Afrika kursiert sie noch. Reisende können das Virus einschleppen. Daher ist weiterhin eine Polio-Impfung erforderlich. Nähere Informationen erhalten Sie unter Aktuelle Impfempfehlungen.
Synonyme: Heine-Medin-Krankheit, Kinderlähmung, Polio
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