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Natürliche Familienplanung

Viele Frauen empfinden den hormonellen Eingriff in ihren Körper als unangenehm und wünschen sich eine alternative Verhütungsmethode. Das Wissen über den eigenen Körper und die Entwicklung eines positiven Körperbewusstseins sind für jede Frau / jeden Mann die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und die korrekte Anwendung von Verhütungsmethoden . . .

Die symptothermale Methode

Diese Methode basiert auf der Auswertung von zwei oder mehr Körperzeichen zur Bestimmung der fruchtbaren Tage im Zyklus. 

  • Messung der Aufwachtemeratur
  • Schleimbeobachtung
  • Beobachtung des Muttermundes

Diese Methode ist sehr zuverlässig, wenn wirklich nur an den absolut sicher unfruchtbaren Tagen ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfindet. Durch Anwendungsfehler und mangelnder Konsequenz in der Durchführung wird die Sicherheit massiv beeinträchtigt. Zu berücksichtigen bei der Berechnung der fruchtbaren Tage ist auch die Tatsache, dass Spermien 5-7 Tage nach dem Geschlechtsverkehr noch eine Eizelle befruchten können (Pearl-Index 0,8-10).

Diese Methode muss gut erlernt werden um sicher zu sein und eignet sich besonders für Paare, für die eine ungeplante Schwangerschaft kein Unglück wäre.

Hinweis Diese Methode muss gut erlernt werden um sicher zu sein und eignet sich besonders für Paare, für die eine ungeplante Schwangerschaft kein Unglück wäre.

Die Vorteile

  • Die symptothermale Methode kann sowohl zur Verhütung als auch zur Erfüllung des Kinderwunsches genutzt werden.
  • Das Wissen um Vorgänge im weiblichen Körper wird erweitert.

Die Nachteile

  • Regelmäßige genaue Körperbeobachtung und deren Aufzeichnung sind notwendig.
  • Konsequente Anwendung und Disziplin sind erforderlich.
  • Fehleinschätzungen sind möglich.
  • Die Körpertemperatur kann auch aus anderen Gründen erhöht sein (z.B. Krankheit).
  • Während der fruchtbaren Tage muss ein zusätzliches Verhütungsmittel (z.B. Kondom oder Diaphragma) verwendet oder auf den Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Temperaturmethode

Mittels Körpertemperatur werden die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage innerhalb eines Menstruationszyklus bestimmt.

Wie wird die Temperaturmethode angewandt?

Die Körpertemperatur muss vor dem Aufstehen immer zur gleichen Uhrzeit gemessen werden. Die Aufwachtemperatur zeigt an, wann der Eisprung vorüber ist. Sie ist in der ersten Zyklushälfte – vom Beginn der Monatsblutung bis zum Eisprung – etwas niedriger als in der zweiten Zyklushälfte. Nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur etwas an und bleibt bis zur nächsten Monatsblutung erhöht. Ist die Temperatur gestiegen und bleibt auf diesem höheren Niveau, ist der Eisprung erfolgt.

Die Temperatur wird Tag für Tag aufgeschrieben oder in ein Temperaturkurvenblatt eingetragen. Aus dem Verlauf der Kurve kann die Frau ihren Eisprung ersehen.

Die „3-über-6-Regel“

Die leichteste Methode, die Temperaturkurve zu beurteilen, geschieht nach der sogenannten "3-über-6-Regel". Sobald die Temperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen höher ist als an den sechs vorangegangenen Tagen, kann davon ausgegangen werden, dass der Eisprung stattgefunden hat. Ab dem dritten Tag nach dem Eisprung wird angenommen, dass das Ei nicht mehr befruchtungsfähig ist. Die Messung der Körpertemperatur kann im Mund, in der Scheide oder im After durchgeführt werden.

Hinweis Pro Zyklus muss immer an der gleichen Stelle gemessen werden. Für die Messung kann ein Galliumthermometer oder auch ein digitales Thermometer verwendet werden.


Wie zuverlässig ist die Temperaturmethode?

Die Zuverlässigkeit ist von der fehlerfreien und genauen Anwendung abhängig. Voraussetzung ist, den eigenen Körper gut zu kennen, ausreichend Schlaf und kein Stress. (Pearl-Index 3–20).  

Schleimbeobachtung

Bei der Schleimbeobachtung (auch Billingsmethode)  beobachtet die Frau den Schleim, der in der Gebärmutter gebildet wird (Zervixschleim) und am Scheideneingang zu fühlen ist. Dieser Gebärmutterhalsschleim verändert sich im Laufe des Zyklus. Zu Beginn des Zyklus fühlt sich der Scheideneingang meist trocken an, und es ist kaum Schleim vorhanden. Einige Tage vor dem Eisprung ist ein dünnflüssiger und durchsichtiger Schleim bemerkbar – der Scheideneingang fühlt sich feucht an.

Durch die tägliche Beobachtung des Gebärmutterhalsschleims kann die Frau auch ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Das Ergebnis der täglichen Schleimbeobachtung wird wie die Körpertemperatur in das Kurvenblatt eingetragen. 

Hinweis Die Schleimbeobachtung zeigt an, wann der Eisprung stattfindet. Die Aufwachtemperatur zeigt an, wann der Eisprung vorüber ist.

Symptothermale Methode (Rötzer)

Bei der Symptohermalen Methode kombiniert die Frau Temperaturmessung, Kalendermethode und Schleimbeobachtung, was die Sicherheit im Vergleich zu den einzelnen Methoden deutlich steigert. (Pearl-Index 0,8-10).

Beobachtung des Muttermundes

Die Frau untersucht ihren Muttermund, der sich im Laufe des Zyklus verändert und zum Zeitpunkt des Eisprungs öffnet. Der klare Eisprungschleim ist dann gut sichtbar. Bei strenger Anwendung dieser Methode darf nur an den „sicheren“ Tagen nach dem Eisprung bis zur nächsten Regelblutung ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden. Nur dann ist diese Methode zuverlässig.

Hinweis Bei strenger Anwendung dieser Methode darf nur an den „sicheren“ Tagen nach dem Eisprung bis zur nächsten Regelblutung ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden. Nur dann ist diese Methode zuverlässig.


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