Das Frauenkondom (Femidom)

Das Kondom für Frauen leitet sich aus den zwei Wörtern „Kondom“ und „feminin“ ab – das sogenannte Femidom. Es senkt das Risiko – wie das Kondom für Männer – schwanger zu werden als auch sich mit sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken. Das Femidom ist eine dünne Kunststoffhülle (Polyurethan), die sich an die Innenwand der Scheide wie eine zweite Haut anpasst. Es verhindert, dass Spermien über den Muttermund in die Gebärmutter gelangen können. Das Femidom ist in Österreich nicht erhältlich. Es kann aber über die Apotheke oder den Versandhandel bestellt werden . . .

Wie wird das Frauenkondom richtig benutzt?

Das Femidom gibt es in einer Standardgröße. Es ist mit seinen 17 Zentimetern ungefähr so groß wie ein benutztes Kondom, aber mit 7,5 Zentimetern doppelt so breit. Das Femidom hat an beiden Enden jeweils einen Ring, der flexibel ist. Der kleinere Ring wird in die Scheide eingeführt und deckt den Muttermund ab. Der größere Ring bleibt außerhalb des Scheideneingangs. Das Kondom für die Frau kann im Stehen, im Liegen und im Sitzen in die Scheide eingesetzt werden. Es darf wie das Kondom nur einmal verwendet werden.

© Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Schritt 1: Beim Frauenkondom ist eine Seite geschlossen und eine Seite offen. An beiden Enden befindet sich ein flexibler Ring.

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Schritt 2: Der Ring an der geschlossenen Seite wird leicht zusammengedrückt ...

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Schritt 3: ... und so tief wie möglich in die Scheide hineingeschoben. Die offene Seite des Femidoms bleibt außerhalb der Scheide.

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Schritt 4: Führen Sie den Zeigefinger durch die offene Seite des Femidoms und schieben sie den Ring der geschlossenen Seite so tief wie möglich in die Scheide. Achten Sie jedoch darauf, dass sich das Femidom nicht verdreht oder durch Fingernägel eingerissen wird.

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Schritt 5: Nach dem Geschlechtsverkehr wird die offene Seite des Frauenkondoms zugedreht und aus der Scheide herausgezogen.

Bilderquelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Wie zuverlässig ist das Frauenkondom?

Bei richtiger Anwendung entspricht die Zuverlässigkeit des Femidoms der des Kondoms (Pearl Index 2–12).

Vorteile und Nachteile des Femidoms

Das Femidom ist ein Verhütungsmittel für die Frau, das wie das Kondom für den Mann nur einmal verwendet werden darf. Es ist die einzige Verhütungsmethode, mit der sich eine Frau selbst vor sexuell übertragbaren Infektionen schützen kann.

Die Vorteile

  • Gleichzeitiger Schutz vor ungewollter Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Infektionen.
  • Es kann bereits vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden.
  • Das Femidom kann während der Stillzeit angewendet werden.
  • Das Frauenkondom greift nicht in den Organismus ein: Nebenwirkungen sind derzeit nicht bekannt.

Die Nachteile

  • Das Femidom ist nur online erhältlich.
  • Die Handhabung des Femidoms bedarf einiger Übung.

Wohin kann ich mich wenden?

Das Femidom ist nur online erhältlich. Die Kosten werden nicht von der Sozialversicherung übernommen.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 3. Mai 2019

Abgenommen durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Dr. Claudia Linemayr-Wagner, Mag. Angela Tunkel

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