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Symbolfoto Beratung © zinkevych
Symbolfoto Beratung © zinkevych

Supervision, Coaching & Co

Im Dickicht der mittlerweile angebotenen Beratungen ist es gar nicht so einfach, den Überblick über seriöse Angebote zu behalten. 

Hier finden Sie eine Übersicht und Erklärung zu Supervision, Coaching, Lebens- und Sozialberatung und Selbsterfahrung.

Supervision

Supervision ist eine professionelle Beratungsform, die in berufsbezogenen Themen Menschen begleitend unterstützt. Bei der Supervision werden Fragen und Probleme, die sich im Berufsleben ergeben, reflektiert – es wird genau und intensiv darüber nachgedacht. Außerdem wird versucht, diese zu klären und gemeinsam mit der Supervisorin/dem Supervisor alternative Möglichkeiten und Lösungswege zu erarbeiten. Supervision wird auch vorbeugend angewandt und ist vielseitig einsetzbar, z.B. in Teams. 

Wann und wie wird Supervision eingesetzt?

Zu den Aufgaben der Supervision zählen unter anderem:

  • Begleitung während Veränderungsprozessen,
  • Entscheidungshilfe bei aktuellen Anlässen,
  • Unterstützung in belastenden oder herausfordernden Arbeitssituationen,
  • Vorbeugung von Mobbing und Burnout.

Fragestellungen für Supervision können z.B. sein:

  • Wie finde ich mich in dem neuen Arbeitsumfeld zurecht?
  • Wie gehe ich mit Konflikten um?
  • Wie soll ich mich in dieser Situation entscheiden?
  • Wie lässt sich die Kommunikation in unserem Team verbessern?
  • Wie kann ich meine Klientinnen/Klienten am besten unterstützen?

Supervision kann in unterschiedlichen Settings stattfinden:

  • Teams: In der Team-Supervision geht es zum Beispiel darum, die Kommunikation innerhalb eines Teams zu verbessern oder die Arbeit effizienter zu gestalten.
  • Gruppen: In der Gruppe ist es beispielsweise möglich, gegenseitig Erfahrungen auszutauschen, um daraus zu lernen oder Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zu erkennen.
  • Einzelpersonen: Im Einzel-Setting stehen persönliche Fragen im Vordergrund (Entscheidungen, Konflikte mit anderen etc.).

Supervision lässt sich in den unterschiedlichsten Gebieten einsetzen wie z.B. in der Sozialpädagogik, im Gesundheitswesen, in der Schule sowie im Wirtschaftsbereich (z.B. in Unternehmen).

Auf Qualifikation achten

Dafür qualifizierte Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Klinische Psychologinnen/klinische Psychologen sowie Ärztinnen/Ärzte aus dem Bereich Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin bieten unter anderem Supervision an – oft im Rahmen der Begleitung von Kolleginnen und Kollegen, die eine Ausbildung in diesem Feld absolvieren. Im Feld der Lebens- und Sozialberatung Tätige müssen hierfür ein Gewerbe anmelden und dürfen nicht Supervisionen anbieten, die den oben genannten Berufsgruppen aus dem Bereich der Gesundheitsberufe vorbehalten sind.

Professionelle Supervisorinnen/Supervisoren absolvieren eine fundierte Ausbildung. Supervision selbst ist darin ein verpflichtender Bestandteil. Auf der Website der Österreichischen Vereinigung für Supervision www.oevs.or.at erfahren Sie mehr über Supervision. Zudem bietet unter anderem der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) eine Suche nach Supervisorinnen/Supervisoren. 

Coaching

Professionelles Coaching kann als spezielle Form der Supervision verstanden werden. Coaching versteht sich als kontinuierliche, zeitlich begrenzte und partnerschaftlich ablaufende Begleitung und Unterstützung von Einzelpersonen, Gruppen und Teams. Der Fokus liegt hier auf Berufsrolle und Person – häufig im Bereich Führungskräfte bzw. Management. Die Unterstützung bezieht sich auf konkrete Themen. In kurzen Trainingssequenzen werden sogenannte „Skills“ (Fertigkeiten) erarbeitet.
Gründe, einen Coach aufzusuchen, können z.B. sein:

  • Beratung im Bereich der Führung von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern,
  • Beratung bei Managementaufgaben,
  • Arbeiten am eigenen Auftreten (z.B. Präsentieren von Projekten),
  • Unterstützung bei Veränderungsprozessen,
  • Karriereberatung,
  • Entscheidungsunsicherheit,
  • Konflikte mit anderen Personen (z.B. Kolleginnen/Kollegen).

Coaching zielt darauf ab, die Kompetenzen der Kundinnen/Kunden zu fördern, und ist dabei ressourcen- und lösungsorientiert ausgerichtet.
 

Hinweis Coach ist kein geschützter Begriff, zählt nicht zu den Gesundheitsberufen und findet Verwendung in unterschiedlichen Bereichen – mitunter auch ohne Qualifikationsnachweise. Daher ist es umso wichtiger, auf die Qualifikation von Anbieterinnen/Anbietern zu achten. Der Österreichische Coaching-Dachverband informiert etwa zu diesem Thema. 

Lebens- und Sozialberatung

Eine Lebens- und Sozialberatung verfolgt das Ziel, Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen professionell zu beraten und zu betreuen. Zu den möglichen Tätigkeitfeldern der Lebens- und Sozialberatung zählen unter anderem die sogenannte Psychologische Beratung. Lebens- und Sozialberatung zählt nicht zu den Gesundheitsberufen, ist jedoch gesetzlich geregelt und erfordert eine dementsprechende Ausbildung.

Zu den Beratungsfeldern der Lebens- und Sozialberaterinnen/Lebens- und Sozialberater in der Sparte Psychologische Beratung gehören unter anderem:

  • Persönlichkeitsberatung,
  • Konfliktberatung,
  • Kommunikationsberatung,
  • Partnerschafts- und Familienberatung,
  • Erziehungsberatung,
  • Stressbewältigung.

Es werden Einzelpersonen, Paare, Familien oder auch Gruppen sowie Unternehmen beraten, wobei Lösungswege oder Veränderungsmöglichkeiten in einer Form von Coaching, Supervision oder Mediation erarbeitet werden. Die Tätigkeit im Feld der Lebens- und Sozialberatung ist ausschließlich vorbeugend (präventiv) und soll das Wohlbefinden fördern. Im Felde der Lebens- und Sozialberatung Tätige müssen hierfür ein Gewerbe anmelden und dürfen nicht in Tätigkeitsbereiche eindringen, die Gesundheitsberufen wie Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten oder klinischen Psychologinnen/klinischen Psychologen vorbehalten sind.

Unter www.lebensberater.at dem Internet-Portal der Berufsgruppe der Lebens- und Sozialberaterinnen/Sozialberater der Wirtschaftskammer Österreich, finden Sie nähere Informationen und Mitglieder des offiziellen Verbands.

Selbsterfahrung

Psychotherapeutische Selbsterfahrung etwa dient dazu, sich selbst besser kennenzulernen und Vergangenes oder Gegenwärtiges im Leben zu reflektieren (genau und intensiv darüber nachzudenken). Selbsterfahrung in nicht therapeutischem Rahmen geschieht etwa durch das Sprechen über sich selbst (z.B. in sozialen Gesprächen). Aber auch das Erleben der eigenen Persönlichkeit in Gruppen und gruppendynamischen Prozessen leistet einen erheblichen Beitrag zur persönlichen Reflexion und Weiterentwicklung. Bei angebotenen Selbsterfahrungen sollte immer auf die Qualifikation der Anbietenden geachtet werden.

Selbsterfahrung ist auch Teil der Ausbildung zur Psychotherapeutin/zum Psychotherapeuten (Lehrtherapie). Die angehende Therapeutin/der angehende Therapeut wird dabei selbst zur „Klientin/zum Klienten“ und lernt durch diesen Rollentausch nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über die Elemente der therapeutischen Arbeit. Auch in anderen angrenzenden Bereichen wird Selbsterfahrung angewandt etwa in der klinischen Psychologie.

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