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Gestresste Schülerin © Moritz Wussow

Wenn die Schule stresst

Stress in der Schule – wer kennt das nicht? Ob aus Jugendtagen von sich selbst oder vom eigenen Nachwuchs. Es gibt ganz spezielle schulspezifische Faktoren, die Stress auslösen können. Dazu zählen Probleme mit Gleichaltrigen in der Klassengemeinschaft (Konflikte, Aggression etc.), Unter- oder Überforderung im Unterricht, Sorgen über Schulleistungen und Konflikte mit Eltern und Lehrerinnen/Lehrern.

Vielfalt an Stressfaktoren

Die Beziehung zu den Eltern und  Stress in der Schule stehen häufig miteinander in Zusammenhang. Durch eine belastete Eltern-Kind-Beziehung kann sich der Leistungsdruck erhöhen, und in der Folge kann Schulstress zu Konflikten in der Familie führen. Auch ein Schulwechsel sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem beim Übergang von der Volksschule ins Gymnasium kann die Stressbelastung groß sein.

Keine Chance der Prüfungsangst

Prüfungen sind oft sehr belastend für Schülerinnen und Schüler. Tests und Schularbeiten können Konsequenzen bezüglich der weiteren schulischen und beruflichen Laufbahn des Kindes oder Jugendlichen nach sich ziehen. Prüfungsangst kann sich durch Einschränkung der Informationsverarbeitung im Gehirn negativ auf die Leistung auswirken; der Spiegel des Stresshormons Cortisol steigt. Sie kann jedoch auch konstruktiv genutzt werden – etwa für eine effektive Prüfungsvorbereitung oder zur Verbesserung der Lerntechniken. Angst vor Prüfungen kann z.B. durch realistische Ansprüche an sich selbst oder die Änderung der inneren Einstellung bewältigt werden. Tests und Co sind also auch eine gute Gelegenheit zu zeigen, was man alles gelernt hat und kann!

Gesundheit fördern, Stress bewältigen

Alle Formen von Schulstress ziehen körperliche und psychische Symptome nach sich. Je mehr sich Schülerinnen/Schüler durch die Schule belastet bzw. gestresst fühlen, desto häufiger stellen sich Beschwerden ein. Oftmals zeigen sich Gereiztheit, Schlafstörungen, Erschöpfung oder Nervosität. Schule ist jedoch auch ein Ort, an dem gezielt körperliche und seelische Gesundheit gefördert werden kann. Moderne Pädagogik und Schulpsychologie orientieren sich an wissenschaftlichen Modellen der schulischen Gesundheitsförderung etwa durch Stressbewältigung und Bewegungsprogramme.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter Gesundheitsförderung in der Schule und unter Entspannt in der Schule.

Anlaufstellen zum Thema Schulstress

Eine Liste mit allen schulpsychologischen Beratungsstellen finden Sie unter www.schulpsychologie.at. In den Schulen selbst gibt es auch oft zuständige Schulpsychologinnen/-psychologen.

Die Telefonberatung des Jugendrotkreuzes von Time4Friends hat täglich von 18 bis 22 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800/664 530 ein offenes Ohr für Kinder und Jugendliche.
Rat auf Draht ist unter 147 erreichbar und auch eine kostenfreie rund um die Uhr erreichbare Telefonberatung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen.

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