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Teenager hält Zigarette © prudkov

Jugendliche & Nikotin

Nikotin macht relativ schnell abhängig. Viele Jugendliche sind der Meinung, jederzeit aufhören zu können. Erst beim ersten ernsthaften Versuch wird dann meist klar, dass sich der Rauchstopp doch nicht so leicht gestaltet. Rauchen kann noch aus anderen Gründen zum Problem werden. Verschiedene Stoffe des Zigarettenrauches können den Körper schädigen. Wer raucht, setzt sich selbst der Gefahr aus, krank zu werden. Auch Passivrauch ist alles andere als ungefährlich. Am besten ist es daher, gar nicht mit dem Rauchen zu beginnen . . .

So wirken Tabak und Nikotin

Aus den anfänglichen „ab und zu Zigaretten“ beim Fortgehen und Partymachen wird oftmals mehr. Das liegt am Nikotin, das rasch zum Gehirn gelangt und unter anderem das psychische Befinden beeinflusst. Es kann unterschiedlich wirken, z.B. kurzzeitig beruhigend oder anregend. Der Zug an der Zigarette wird unter anderem mit bestimmten „Empfindungen“ und stark mit Situationen verknüpft, etwa mit Entspannung (z.B. Zigarette in der Pause). Wirklich entspannt ist man aber nicht. Denn das Rauchen gaukelt dies nur vor. Oftmals handelt es sich um das Nachlassen der Entzugserscheinungen. Ein Kreislauf, aus dem man nicht so leicht wieder herauskommt.

Nähere Infos:

Schadstoffe & Gesundheit

Wer raucht, setzt sich selbst der Gefahr aus, krank zu werden. Rauchen kann den Körper schwer schädigen, z.B. die Lunge oder das Herz-Kreislauf-System. Zigarettenrauch enthält viele giftige oder krebserzeugende Substanzen – und kann sich auch auf die Gesundheit anderer negativ auswirken. Denn Passivrauch ist alles andere als ungefährlich. Deshalb sollte man es unbedingt vermeiden, andere dem blauen Dunst auszusetzen. Vor allem Kinder sind davor zu schützen!

Hinweis Auch Kau- und Schnupftabak, Zigarren und Zigarillos sind schädlich.


Mehr zu

Zigarettenkonsum testen

Nein zu Zigaretten zu sagen gestaltet sich oft gar nicht so einfach. Die Neugierde auf den ersten Zug ist manchmal kaum zu bremsen. Viele greifen zur Zigarette, um sich erwachsener zu geben oder um vor anderen Jugendlichen gut dazustehen. Nicht wenige glauben, durch Rauchen das Gewicht reduzieren zu können – und begeben sich so in eine Abhängigkeit – oder haben Angst, durch den Rauchstopp zuzunehmen, und bleiben abhängig. Und etliche rauchen, weil sie nicht mehr ohne können. Dann nimmt das Rauchen einen sehr wichtigen Platz im Leben ein. Oftmals ist einem gar nicht bewusst, wie viel man raucht und wie stark die Abhängigkeit ist.

Achtung! Auch wer nicht täglich raucht, kann abhängig werden.


Einen Selbsttest zum Nikotinkonsum gibt es unter:

Auf der Website Rauchfrei-Info der deutschen BZgA findet man außerdem

Wie viel man für Zigaretten im Laufe der Zeit ausgibt, kann man unter

Vom Probieren zum Päckchen

Es ist nun mal so: Wer früh beginnt und regelmäßig raucht, schreitet meist in der Raucherkarriere voran, erhöht die Zigarettenanzahl und raucht mehr. Eltern können gute Vorbilder sein. Allerdings nicht immer, z.B. dann nicht, wenn sie selbst rauchen. In diesem Fall sollten Jugendliche sie besser nicht nachahmen. Das Gleiche gilt für Freunde. Ein standhaftes „Nein“ beim Angebot mitzurauchen wird meist von Freundinnen und Freunden akzeptiert. Außerdem ist man als Nichtraucher gar nicht so alleine, wie es oft scheint.

Rauchstopp

Je früher man mit dem Rauchen wieder aufhört, desto besser. Rauchgewohnheiten aufzugeben ist nicht leicht. Beim Rauchstopp gilt es, sich die Gründe des Nikotinkonsums bewusst zu machen, das Verhalten zu ändern und so zukünftig Nichtraucherin/Nichtraucher zu werden und zu bleiben. Das kann helfen:

  • Sich übers Rauchen und das Aufhören informieren.
  • Hilfe holen.
  • Mit dem Umfeld wie etwa Freundinnen/Freunden, Eltern etc. darüber sprechen und um Unterstützung bitten.

Viele Jugendliche möchten mit dem Rauchen aufhören, schaffen es aber nicht mehr alleine. Spätestens dann ist die Hilfe von Profis gefragt.

Infos, Hilfe und Unterstützung speziell für Jugendliche bieten die Fachstellen für Suchtprävention sowie das Rauchfrei Telefon. Auf den Internet-Seiten der Bundesländer kann man sich ebenfalls informieren.

Wie man es schaffen kann aufzuhören, erfährt man auf

Hier findet man zudem Tipps, wie man Freundinnen/Freunde unterstützen kann, die aufhören möchten.

Was Eltern tun können

Wenn Eltern ein offenes Ohr für Jugendliche haben, ist schon viel getan. Die Kommunikation läuft nicht immer ohne Konflikte ab. Trotzdem sollten sich Eltern Zeit für ihre mittlerweile fast erwachsenen Kinder nehmen. So erfahren Sie mehr über die Probleme der jungen Menschen. Sie können beispielsweise über das Rauchen und seine negativen Folgen sprechen – möglichst ohne dabei allzu belehrend zu sein. Haben Eltern eine ablehnende Haltung gegenüber Tabak, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Nichtraucherkarriere der Jugendlichen getan. Auch Eltern, die zwar selbst rauchen, aber vermitteln, dass sie nicht möchten, dass ihr Kind raucht, tragen positiv zum Nichtrauchen bei. Vermeiden Sie es, in Gegenwart des Kindes zu rauchen. Wohnung und Auto sollten generell rauchfreie Zonen sein – auch wenn Freunde oder Bekannte da(bei) sind. Rauchende Eltern können beispielsweise über ihre Aufhörversuche berichten – und darüber, wie schwer es ist, wieder Nichtraucher zu werden.

Erlauben Sie Kindern und Jugendlichen nicht, zu Hause zu rauchen. Kaufen Sie keine Zigaretten für Kinder und Jugendliche. Infos zur jeweiligen rechtlichen Situation, den Regelungen und Schutzbestimmungen in den Bundesländern gibt es unter www.help.gv.at.

Stellen Sie klare Regeln auf, die auch konsequent umgesetzt werden. Auch Belohnungen motivieren Jugendliche, nicht zu rauchen bzw. damit aufzuhören.

Ein Gespräch mit Freunden oder auch mit Expertinnen und Experten kann Sie unterstützen. Verschiedene Beratungsstellen bieten dafür ihre Hilfe an. Zu ihrem Service zählt unter anderem Information zum Thema Rauchen. Sie erhalten dort auch Tipps, wie Sie das Thema bei Ihrem Kind ansprechen können. Manchmal kann es auch hilfreich sein, wenn eine außenstehende Person mit der/dem Jugendlichen spricht.

Infos bietet die Broschüre „Übers Rauchen reden“ des Institut Suchtprävention.

Links, Hilfe & Unterstützung

Leb Dein Leben. Ohne Rauch. Yolo!

Die Tabakpräventionsinitiative für 10- bis 14-Jährige setzt auf mehreren Ebenen an: direkt in den Schulen, in den sozialen Netzwerken, aber auch bei den Eltern und Großeltern, der 10 bis 14 Jährigen, da diese bei den Kindern noch als Vorbilder wirken. Arztpraxen und Apotheken unterstützen die Initiative mit einem Info Folder für Eltern und Großeltern zum Thema Rauchen.

Weitere Infos zum Thema Jugendliche & Nikotin

  • Infos speziell für Jugendliche findet man auf der Website des Rauchfrei Telefons
  • Broschüren, Tipps, Adressen u.v.m. bieten die Suchtpräventionsstellen
  • Website mit jugendgerechten Infos über das Rauchen www.feel-ok.at
  • Infos des Gesundheitsministeriums zu Tabak und Rauchen unter www.bmg.gv.at
  • Rechtliche Infos u.a. zum Rauchen auf www.help.gv.at
  • Internet-Seite der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) www.rauch-frei.info
  • Projekt der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – unter anderem zum Thema Nikotin www.drugcom.de
  • Website der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen www.dhs.de

Weitere Infos zu Nikotin.

Rauchen & Schule

In Schulen wird auf das Rauchen und seine Folgen aufmerksam gemacht – durch verschiedene Aktionen, Projekte und Unterrichtsgegenstände. Infos gibt es unter der

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