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Gipsbein im Urlaub © contrastwerkstatt

Notfall im Ausland

Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr – vor Unfällen und medizinischen Notfällen ist jedoch leider niemand gefeit. Ebenso wie zu Hause ist in einer solchen Situation vor allem eines wichtig: rasches Handeln. Sich schon vor Reiseantritt über die Möglichkeiten und notwendigen Schritte im Falle des Falles zu informieren, kann Stress und Unannehmlichkeiten am Urlaubsort reduzieren.

Erstversorgung

Auch bei Notfallsituationen im Ausland ist es wichtig, die Basismaßnahmen in Erste Hilfe zu beachten. Zudem muss die/der Betroffene bei schweren Erkrankungen oder Unfällen rasch zur Erstversorgung in ein örtliches Krankenhaus gebracht werden. Erkundigen Sie sich über die örtlichen Notrufnummern und tragen Sie diese z.B. in Ihrem Portemonnaie bei sich. Die europäische Notrufnummer lautet 112 und kann in allen EU-Staaten kostenlos gewählt werden.

Ebenso bieten alle Reiseversicherungen Notrufnummern an, bei denen rund um die Uhr Hilfe angeboten wird. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist wichtig, da bestimmte Behandlungen im Ausland nicht oder nur teilweise möglich sind.

Bei schweren Verletzungen, akuten Erkrankungen bzw. Verschlechterung vorbestehender Leiden ist rasche und umfassende Information oft lebenswichtig. Zielführende Angaben sind unter anderem:

  • Patientin/Patient: Name, Geburtsdatum, Heimatadresse.
  • Aktueller Aufenthaltsort der Patientin/des Patienten: Adresse, Krankenhaus und Abteilung, Telefon- oder Fax-Nummer.
  • Behandelnde Ärztin/behandelnder Arzt: Name, Krankenhaus, Abteilung, Sprachkenntnisse, Telefon-, Fax-Nummer, E-Mail-Adresse.
  • Kontaktperson zu Hause: Name, Telefon- oder Fax-Nummer, E-Mail-Adresse.
    Kontaktperson vor Ort: Name, Erreichbarkeit, Telefon- oder Fax-Nummer, E-Mail-Adresse.
  • Zustand der Patientin/des Patienten: bewusstlos, beatmet, vermutete oder festgestellte Diagnose.
  • Geschehen: Was ist wann und wo passiert?

Die ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Notfallzentralen entscheiden anhand dieser Informationen über die medizinische Notwendigkeit, den optimalen Zeitpunkt und die Art des Transportmittels.

Krankenhausbehandlung und Heimtransport

Damit Sie so unproblematisch wie möglich rasche medizinische Versorgung erhalten, ist es empfehlenswert, sich schon vor Reiseantritt um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern. Kontrollieren Sie, ob die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite Ihrer e-card gültig ist und tragen Sie diese stets bei sich. Für eine Reise nach Übersee ist eine Zusatzversicherung bzw. Reiseversicherung für den Krankheitsfall und einen eventuellen Heimtransport empfehlenswert; die Kosten für solche Transportflüge können mehrere Tausend Euro betragen. Erkundigen Sie sich genau, welche Leistungen von der Versicherung abgedeckt werden!

Ist im Krankheitsfall ein Transport nach Hause nicht möglich, wird die/der Versicherte zumindest in das beste Krankenhaus der Umgebung verlegt. Aus diesem Grund haben große Reiseversicherungen weltweit Partnerinnen/Partner vor Ort, die über ausgezeichnete Lokalkenntnisse verfügen. Dadurch können innerhalb kürzester Zeit erforderliche Schritte eingeleitet werden.

Auch österreichische Vertretungsbehörden helfen im Notfall mit Informationen über Ärztelisten, Krankenhäuser und spezielle Vertrauensärztinnen und -ärzte der jeweiligen Botschaft. Wenden Sie sich im Notfall an das Bürgerservice des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres; auf der Website finden Sie viele hilfreiche Tipps und Informationen sowie Kontaktstellen bei Notfällen im Ausland. Zudem bietet das Außenministerium eine App an, mit deren Hilfe Adressen und Telefonnummern aller österreichischen Botschaften und Konsulate weltweit abrufbar sind.


Weitere Informationen:


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