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Vater und Sohn mit Tablet © goodluz
Vater und Sohn mit Tablet © goodluz

Wenn Kids rauchen – was Eltern wissen sollten!

Wer als Erwachsener raucht, hat meist als Jugendlicher angefangen. Das Jugendalter ist für den Beginn des Tabakkonsums eine riskante Phase. Eltern können einen großen Einfluss auf das Rauchverhalten ausüben. Kinder rauchen seltener, wenn ihre Eltern positive Vorbilder sind, wenn sie also selbst nicht rauchen. Eine ablehnende Haltung gegenüber dem Rauchen hat einen großen Einfluss auf das Rauchverhalten Jugendlicher, sogar wenn die Eltern selbst rauchen.

Rauchen ablehnen

Eine klare, ablehnende Haltung gegenüber dem Rauchen Ihres Kindes ist entscheidend. Zeigen Sie diese ablehnende Grundeinstellung in Gesprächen mit Ihrem Kind oder auch unter Erwachsenen. Wichtig sind ein gutes Vertrauen und eine gute Gesprächsbasis zwischen Eltern und Kind.

Jüngere Kinder nehmen das Rauchen im Allgemeinen so wahr: Es stinkt und ist unangenehm. Besonders Jugendliche jedoch beginnen sich von ihren Eltern abzugrenzen, Freunde werden wichtiger. In dieser Zeit probieren manche Jugendliche Rauchen einmal aus.

Was kann ich tun, wenn mein Kind raucht?

Ein wichtiges Ziel ist, den Sohn/die Tochter zu motivieren, rasch wieder mit dem Rauchen aufzuhören. Ein generelles Verbot führt meist nicht zum Erfolg. Übermäßige strenge Kontrolle schädigt außerdem das Vertrauen zwischen Eltern und Kind. Besser ist es, die Heranwachsenden zum Nachdenken anzuregen und das Gespräch zu suchen.

Oft lässt sich in einem einzigen Gespräch keine Einigung erzielen. Dann ist es besser, das Thema ruhen zu lassen und zu einem späteren besseren Zeitpunkt wieder aufzugreifen. Wichtig ist es, eine klare Haltung zu vertreten und Regeln aufzustellen, z.B. Nichtrauchen in der Wohnung.

Wenn Sie selbst rauchen: Versuchen Sie selbst Ihr Rauchverhalten einzuschränken – Sie sind Vorbild! Reden Sie offen und ehrlich über Ihre Erfahrung, mögliche Schwächen oder Aufhörversuche. Sie setzen ein deutliches Zeichen, indem Sie die Regel aufstellen, in der Wohnung nicht zu rauchen. Sie müssen sich aber selbst daran halten!

Wenn Sie erfahren, dass Ihr Kind bereits raucht oder es probiert, sollten Sie nicht überreagieren. Machen Sie Ihrem Kind aber klar, dass Sie das Rauchen ablehnen und nicht akzeptieren. Wichtig sind Gespräche über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens und der Abhängigkeit. 

Tipps für gute Gespräche

Tipps für Eltern und Großeltern zum richtigen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen zum Thema Rauchen sollen helfen, das Gespräch zu suchen und erfolgreich zu führen:

  • Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Kind raucht, sollten Sie ihm dies klar kommunizieren
  • Sprechen Sie ein eventuelles Problem möglichst früh an.
  • Achten Sie darauf, dass die Gesprächssituation möglichst entspannt ist. Vermeiden Sie verhörähnliche Situationen und fallen Sie möglichst nicht mit der Tür ins Haus.
  • Nehmen Sie Ihr Kind ernst und interessieren Sie sich für die Probleme. Hören Sie zu und fragen Sie nach.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Nachteile des Rauchens. Klären Sie Ihr Kind über Fehlannahmen wie „Rauchen macht schlank“ auf.
  • Setzen Sie klare Grenzen und vereinbaren Sie Regeln mit Ihrem Kind. An ein Rauchverbot in den eigenen vier Wänden sollten sich auch Eltern halten.
  • Falls Sie selbst rauchen: Überdenken Sie Ihr eigenes Rauchverhalten. Erklären Sie Ihren Kindern Ihre Gründe und mögliche Schwierigkeiten.
  • Seien Sie sich bewusst – Freunde Ihres Kindes haben Einfluss.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind, wenn es aufhören möchte.
  • Suchen Sie rechtzeitig Hilfe und Unterstützung von außen.

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