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Kohlrabi © Maria Brzostowska

Kohlrabi

Kohlrabi ist ein besonders zarter Vertreter der Kohlgewächse. Sein milder Geschmack und das zarte Fruchtfleisch machen ihn gerade bei Kindern sehr beliebt. So richtig knackig schmeckt er als Rohkost. Auch die Blätter sind zum Verzehr geeignet und besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Kohlrabi kann leicht gefüllt werden, da das Fruchtfleisch Form behält. Auch zum Überbacken oder als Zutat für Aufläufe, Suppen oder Eintöpfe ist er gut geeignet . . .

Pflanzenkunde

Der Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) zählt wie andere Kohlarten zu den Kreuzblütlern. Die Schalenfarbe der Sprossknolle kann weißlich, hellgrün bis blauviolett sein. Besonders zartes Fruchtfleisch und einen milderen Geschmack hat der grünliche Kohlrabi. Die Knolle kann bis zu einem Durchmesser von 20 cm wachsen und rund, plattrund oder oval sein. Sehr zart und fein im Geschmack sind die ersten Kohlrabiknollen im Frühjahr. Sie werden am besten als Rohkost gegessen. Die im Kohlrabi enthaltenen Senfölglykoside sind für den typischen, leicht scharfen Geschmack verantwortlich. Außerhalb Mitteleuropas wird Kohlrabi in der Küche kaum verwendet.

Kohlrabi ist in Österreich aus heimischem Anbau von Mai bis in den Oktober hinein erhältlich. 

Hinweis Der Kohlrabi ist eine Züchtung aus Kohl.

Inhaltsstoffe

Der Kohlrabi ist mit nur 23 kcal/100 g ein kalorienarmes Gemüse. Der hohe Ballaststoff-Gehalt sorgt jedoch für einen hohen Sättigungsgrad. Die grüne Knolle ist reich an den Vitaminen Niacin und Folsäure. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin C. Die in den Blättern enthaltenen Carotinoide können in Vitamin A umgewandelt werden. Des Weiteren enthält Kohlrabi die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Die für das typische Kohlaroma verantwortlichen Senföle haben viele positive Einflüsse auf die Gesundheit. Sie gehören zur Gruppe der Glukosinolate.

Je bläulicher die Schale, umso höher ist der Gehalt an Anthocyanen. Diese Farbstoffe haben viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit, u.a. können sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsformen senken. 

Kohlrabi
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Kohlrabi
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Energie (kcal) 23 Eisen (mg) 0,5
Fett (g) 0,1 Vitamin A  (µg) 2
Protein (g) 1,9 Vitamin B1 (mg) 0,05
Kohlenhydrate (g) 3,7 Vitamin B2 (mg) 0,05
Ballaststoffe (g) 1,4 Niacin (mg) 1,8
Kalium (mg) 322 Vitamin B6 (mg) 0,07
Kalzium (mg) 68 Vitamin C (mg)  63 
Magnesium (mg) 43 Folsäure (µg) 70

Verwendung und Zubereitung

Nach dem Waschen sollten der Wurzelansatz sowie holzige Stellen weggeschnitten werden. Um den Verlust an wertvollen Inhaltsstoffen möglichst gering zu halten, wird die Knolle am besten im Ganzen und ungeschält gegart bzw. gekocht, Dauer ca. 20 bis 30 Minuten. Die Knolle erst nach dem Kochen schälen. Junge, zarte Knollen müssen nur leicht bzw. gar nicht geschält werden. Kohlrabi kann auch als Rohkost gegessen werden. Kohlrabisticks mit Joghurt-Dipsauce sind eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Knabbereien. Auch in Salaten schmeckt der Kohlrabi gut, z.B. kombiniert mit gekochten Erdäpfeln und Dille.

Lagerung

Den Frischegrad der Knollen erkennen Sie an den Blättern – das Laub sollte grün und saftig aussehen. Spätere Sorten sind besser lagerfähig, z.B. bis zu einigen Wochen im Keller. Im Kühlschrank (Gemüsefach) kann Kohlrabi ca. eine Woche gelagert werden, dazu sollte das Blattwerk entfernt werden. Am besten wickelt man ihn in ein feuchtes Tuch oder in Papier. Kohlrabi ist auch zum Einfrieren geeignet (vorher ca. drei Minuten blanchieren). 

Hinweis Lange Lagerzeiten bewirken, dass die Knolle holzig wird.

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