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Schüssel Blattsalat © photoconcepts1

Folsäure (Folat)

Folat zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es bezeichnet die Summe der Folat-wirksamen Verbindungen, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen. Bei der Folsäure handelt es sich um die synthetische Form des B-Vitamins. Folsäure wird häufig als Überbegriff verwendet. Es ist an verschiedenen Prozessen – wie der Teilung und Neubildung von Zellen – beteiligt. Außerdem ist es beim Stoffwechsel bestimmter Aminosäuren wichtig. Folsäure ist gemeinsam mit Vitamin B12 und B 6 am Homocysteinabbau beteiligt . . .

Wo ist Folat enthalten?

Folsäure kommt in verschiedenen Gemüsesorten (grünes Blattgemüse, Spinat, Kohl, Fenchel, Salat, Gurken, Tomaten), in Hefe, Vollkornprodukten, Kartoffeln, Weizenkeimen und Sojabohnen vor. Bestimmte tierische Produkte wie Leber, Niere, Milch und Milchprodukte sowie Eier enthalten ebenfalls Folsäure.

Wie viel brauchen wir?

Empfohlene Zufuhr für Jugendliche (ab 15 Jahren) und Erwachsene pro Tag nach den D-A-CH-Referenzwerten: 300 µg Folatäquivalente (Nahrungsfolat). 1 µg Folatäquivalent entspricht 1 µg Nahrungsfolat und 0,6 µg synthetischer Folsäure (gilt beim Verzehr von Folsäure mit Lebensmitteln). Es gibt verschiedene folatwirksame Verbindungen in den Lebensmitteln. Die empfohlene Zufuhr wird daher in Folatäquivalenten angegeben. Weitere Informationen erhalten Sie unter Deckung des Tagesbedarfs an Vitaminen.

Hinweis Folsäure ist sehr empfindlich gegenüber Hitze und Licht.


Zu viel/zu wenig Folat?

  • Eine ernährungsbedingte erhöhte Zufuhr hat keine Nebenwirkungen. Vorsicht bei der Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln: Ein Wert von 1.000 µg Folsäure pro Tag sollte nicht überschritten werden.
  • Ein Mangel ist weit verbreitet und macht sich vor allem an den roten Blutzellen bemerkbar (Folsäuremangelanämie). Er kann auch zu Wachstums- und Vermehrungsstörungen anderer Zellen und Gewebe (z.B. weiße Blutkörperchen und Blutplättchen sowie Schleimhäute in Mund und Magen-Darm-Trakt) führen. In der Schwangerschaft ist der Bedarf erhöht. Ein Mangel in den ersten Schwangerschaftswochen kann beim Kind Schäden des Zentralnervensystems (Neuralrohrdefekt) zur Folge haben. Ein Folsäuremangel stellt indirekt (über einen erhöhten Homocysteinspiegel) einen Risikofaktor für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall dar.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Laborwerte.

Durch längere alleinige Folsäure-Supplementierung kann ein Mangel an Vitamin B12 maskiert werden. Verschleiert werden nur die Anämiesymptome, die neurologischen Symptome bleiben. Dies ist insbesondere bei älteren Menschen, aber auch bei strikter vegetarischer oder veganer Lebensweise zu beachten. Es sollte daher vor der Supplementierung ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden. Da heutzutage die Diagnose eines Vitamin-B12-Mangels mithilfe einer Blutuntersuchung und nicht anhand der Anämie gestellt wird, ist das Problem der Maskierung nicht mehr relevant.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

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