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HDL-Cholesterin (HDLCH)


Das HDL-Cholesterin gilt als „gutes“ Cholesterin, weil es einen Schutzfaktor für die Blutgefäße darstellt.

Warum wird HDL-Cholesterin im Blut bestimmt?

Bei erhöhtem Gesamt-Cholesterinspiegel (> 200 mg/dl) ist die Bestimmung von HDL- und LDL-Cholesterin empfehlenswert. Dabei wird aber meistens nur das HDL-Cholesterin gemessen und das LDL-Cholesterin mit einer speziellen Formel ausgerechnet (Friedewald-Formel).

Das LDL-Cholesterin wird auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, weil es stark atherogene Effekte besitzt – d.h., es stellt einen Risikofaktor für die Entstehung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) dar.

Das HDL-Cholesterin gilt als das „gute“ Cholesterin, weil es einen Schutzfaktor für die Blutgefäße darstellt. HDL-Cholesterin schützt u.a. auch das Herz vor Atherosklerose.

Was bedeuten erniedrigte HDL-Cholesterinwerte?

Das HDL-Cholesterin im Blut sollte über einem bestimmten Wert liegen.

Erniedrigte HDL-Cholesterinwerte finden sich bei:

  • atherogenem Lebensstil: unter anderem Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen von Zigaretten,
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
  • Auch erhöhte Triglyzeride im Blut (Hypertriglyzeridämie) können zu einer Verminderung des HDL-Cholesterins führen.

Ein erniedrigter HDL-Cholesterinwert im Blut stellt einen Risikofaktor für die Arterienverkalkung (Atherosklerose) dar.

Weitere Informationen zu

Synonyme: Cholesterin „gutes“
LOINC: 2085-9

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
mg/dl (Milligramm pro Deziliter) >35 mg/dl >35 mg/dl >45 mg/dl >45 mg/dl
Die Normalwerte gelten für Nüchternblut        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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