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Chlamydia-pneumoniae-DNA-PCR (CPNP)

Die PCR-Untersuchung auf Chlamydia-pneumoniae-DNA ist ein rasches und hoch sensitives labormedizinisches Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit diesen Bakterien. Chlamydia-pneumoniae-Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen und sind für bis zu zehn Prozent aller ambulant erworbenen Pneumonien (Lungenentzündungen) verantwortlich.

Warum wird eine Chlamydia-pneumoniae-DNA-PCR durchgeführt?

Chlamydien sind eine Spezialform von Bakterien, da es sich um sogenannte Zellparasiten handelt. Dementsprechend können sie nur in eukaryotischen (zellkernhaltigen) Wirtszellen überleben und sich vermehren.

Die wichtigsten Vertreter aus der Gruppe der Chlamydien sind:

  • Chlamydia trachomatis (Krankheitserreger der Chlamydien-Urethritis),
  • Chlamydia psittaci (Krankheitserreger der Ornithose – sogenannte „Papageienkrankheit“) und
  • Chlamydia pneumoniae (Krankheitserreger der Chlamydien-Pneumonie).
Im Hinblick auf die Laborverfahren zum Nachweis einer Infektion mit Chlamydia pneumoniae (Chlamydien-Pneumonie) können die folgenden Untersuchungen durchgeführt werden:
  • Chlamydia-pneumoniae-Serologie (Nachweis von Antikörpern gegen die Bakterien im Blut),
  • Chlamydia-pneumoniae-Bakterienkultur (kann und darf nur in Speziallaboratorien durchgeführt werden),
  • Chlamydia-pneumoniae-PCR (molekulares Nachweisverfahren mittels Polymerase-Kettenreaktion – PCR).

Zur Diagnose einer Infektion mit Chlamydia pneumoniae werden für die Laboruntersuchungen bestimmte Untersuchungsmaterialien eingesetzt:

  • Blut (Serum) für die serologische Antikörperdiagnostik,
  • Sputum (Hustenauswurf) für die Bakterienkultur,
  • flüssige Untersuchungsmaterialien (Blut, Liquor, Abstriche) für die PCR-Verfahren.

Der Vorteil der Chlamydia-pneumoniae-PCR ist die rasche Verfügbarkeit der Untersuchungsergebnisse. Während es beim Verfahren der Bakterienkultur Tage bis Wochen dauert, bis die Ergebnisse vorliegen, sind mit der PCR-Technologie die Laborbefunde meist innerhalb eines Werktages fertig.

Ein weiterer Vorteil des PCR-Verfahrens ist die sehr hohe Sensitivität dieser Labormethode. Das bedeutet, dass bereits geringste Mengen an Chlamydia-pneumoniae-Bakterien im Untersuchungsmaterial für ein zuverlässig positives Ergebnis ausreichen.

Wie ist das Ergebnis der Chlamydia-pneumoniae-DNA-PCR zu interpretieren?

Ein positives Ergebnis der Chlamydia-pneumoniae-DNA-PCR bedeutet den Beweis für das Vorliegen dieser Bakterien im Untersuchungsmaterial. Die rasche Verfügbarkeit der Untersuchungsergebnisse erlaubt somit auch den sofortigen Beginn einer entsprechenden Behandlung der Erkrankung.

Ein negatives Ergebnis der Chlamydia pneumoniae DNA PCR schließt das Vorliegen einer Infektion mit diesen Bakterien aber nicht aus. Die klinische Interpretation der Laborbefunde muss daher vom Arzt unter Berücksichtigung der Beschwerden sowie in Zusammenschau sämtlicher erhobenen Befunde erfolgen.

Als weiterführende Laboruntersuchungen stehen für die Abklärung einer Chlamydia pneumoniae-Infektion insbesondere die folgenden Verfahren zur Verfügung:

  • Chlamydia-pneumoniae-Antikörper Bestimmung im Blut sowie
  • Chlamydia-pneumoniae-Bakterienkultur aus Sputum oder bronchoskopisch gewonnenen Untersuchungsmaterialien.

Chlamydia-pneumoniae-Infektion (Chlamydien-Pneumonie)

Chlamydien sind eine Spezialform von Bakterien, da es sich um sogenannte Zellparasiten handelt. Dementsprechend können sie nur in eukaryotischen (zellkernhältigen) Wirtszellen überleben und sich vermehren.

Eine Infektion mit der Bakterienspezies Chlamydia pneumoniae kann eine Pneumonie verursachen – in der Medizin spricht man von einer sogenannten

  • Chlamydien-Pneumonie.

Die Übertragung von Chlamydia pneumoniae erfolgt meist durch Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch. Die Inkubationszeit beträgt ein bis vier Wochen.

Im Hinblick auf den Krankheitsverlauf einer Chlamydia-pneumoniae-Infektion sind die Symptome bei den betroffenen Patientinnen bzw. Patienten zumeist mäßig stark ausgeprägt. Im Vordergrund stehen

  • Rachen und Halsentzündungen.
  • Schwere, pneumonische Verlaufsformen sind selten und betreffen zumeist ältere Menschen bzw. Personen, die an einer Schwächung des Immunsystems leiden.

Für die Diagnosestellung sind folgende Schritte erforderlich:

  • Anamnese,
  • klinische Symptome,
  • Laboruntersuchungen:
    • Antikörperbestimmung im Blut (initial stark erhöhte Werte bzw. Titeranstieg innerhalb von zwei Wochen),
    • Chlamydia-pneumoniae-PCR aus Sputum,
    • Chlamydia-pneumoniae-Bakterienkultur aus Sputum oder bronchoskopisch gewonnenen Untersuchungsmaterialien.

Zur Behandlung einer Chlamydia-pneumoniae-Infektion kommen bestimmte Antibiotika zum Einsatz:

  • dreiwöchige Therapie mit Tetrazyklin- bzw. Makrolid-Antibiotika.
LOINC: 34645-2

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
  negativ negativ negativ negativ

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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