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Thrombozyten (THR)


Die Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und sind für die Blutgerinnung notwendig.

Warum werden die Thrombozyten im Blut bestimmt?

Die Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und sind für die Blutgerinnung notwendig. Die Thrombozyten sind dafür verantwortlich, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden kann, welches z.B. bei der Verletzung eines Blutgefäßes zur Blutstillung führt.

Neben den Thrombozyten gibt es noch eine Reihe von sogenannten Blutgerinnungsfaktoren. Dabei handelt es sich um Eiweißstoffe im Blut, die von der Leber gebildet werden und für den korrekten Ablauf der Blutgerinnung nötig sind. Für die Diagnostik des Blutgerinnungssystems gibt es neben der Bestimmung der Thrombozyten noch eine Vielzahl weiterer Labortests.

Die Bestimmung der Thrombozyten im Blut erfolgt im Rahmen der Untersuchung des Blutbildes.

Die Höhe des Thrombozyten-Wertes lässt Rückschlüsse zu auf:

  • die Funktion des Knochenmarks,
  • Entzündungsreaktionen im Körper (gehen oft mit einer Erhöhung der Thrombozyten einher) und auf
  • die Blutgerinnung.

Was bedeuten erhöhte/erniedrigte THR-Werte?

Erhöhte Thrombozyten-Werte (Thrombozytose) findet man oft

  • nach Anstrengung, Aufregung (beispielsweise Stress, Geburt, Operationen),
  • bei Infektionen und
  • Entzündungen sowie
  • nach Entfernung der Milz.
Erniedrigte Thrombozyten-Werte (Thrombopenie, Thrombozytopenie) können vielfältige Ursachen haben:

  • Verminderung der Thrombozyten-Bildung im Knochenmark
    • Knochenmarkerkrankungen (beispielsweise Tumore, Leukämie)
    • Vitamin- und Eisenmangel
  • Verkürzte Thrombozyten-Lebensdauer
    • Immun- sowie Autoimmunerkrankungen
    • Medikamentennebenwirkungen

Eine Thrombozytopenie kann zu einer Blutungsneigung führen.

Synonyme: Blutplättchen
LOINC: 26515-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
G/l (Giga pro Liter) 150–360 G/l 150–360 G/l 150–360 G/l 150–360 G/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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