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Leukozyten (LEUKO)


Die weißen Blutkörperchen sind für die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich und umfassen auch die Zellen des Immunsystems.

Warum werden die Leukozyten im Blut bestimmt?

Weißes Blutkörperchen im Blutausstrich © Dr. Gerhard Weigl

Die Bestimmung der Leukozyten im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.

Die Menge der Leukozyten im Blut liefert Hinweise darauf,

  • ob im Knochenmark genügend weiße Blutkörperchen gebildet werden bzw.
  • ob eine Entzündungserkrankung oder sonstige Bluterkrankung vorliegen könnte.
Die Leukozyten werden in verschiedene Zellgruppen unterteilt:

  • Granulozyten: Diese sind unter anderem für die Abwehr von Mikroorganismen (z.B. Bakterien), infizierten Zellen sowie körperfremden Stoffen (z.B. Pollen) verantwortlich. Bei den Granulozyten gibt es auch noch die folgenden Untergruppen:
    • neutrophile Granulozyten
    • eosinophile Granulozyten
    • basophile Granulozyten
  • Lymphozyten: Das sind Zellen des erworbenen/spezifischen Immunsystems. Bestimmte Lymphozyten (Plasmazellen genannt) sind für die Bildung von Antikörpern verantwortlich.
  • Monozyten: Dabei handelt es sich um Fresszellen bzw. Vorstufen von Fresszellen, die teilweise auch mit Granulozyten und Lymphozyten interagieren.
Die genaue Aufschlüsselung der Leukozyten im Blut im Hinblick auf diese Zellgruppen erfolgt beim Erstellen des Differenzialblutbildes.

Was bedeuten erhöhte/erniedrigte Leukozyten-Werte?

Eine Erhöhung der Leukozyten insgesamt wird „Leukozytose“ genannt. In diesem Fall muss immer das Differenzialblutbild begutachtet werden. Nur das Differenzialblutbild sowie gegebenenfalls eine mikroskopische Beurteilung der Blutzellen erlauben Rückschlüsse auf die Ursachen der Leukozytose:

  • Infektionen, Entzündungen
  • Leukämien
  • Lymphome

Eine Verminderung der Leukozyten wird „Leukopenie“ genannt. Auch in diesem Fall muss das Differenzialblutbild begutachtet werden. Nur das Differenzialblutbild sowie gegebenenfalls eine mikroskopische Beurteilung der Blutzellen erlauben Rückschlüsse auf die Ursachen der Leukopenie – z.B. eine Knochenmarkerkrankung.

Synonyme: Blutkörperchen weiß, Weiße Blutkörperchen
LOINC: 26464-8

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
G/l (Giga pro Liter) 4,0–10,0 G/l 4,0–10,0 G/l 4,0–10,0 G/l 4,0–10,0 G/l
Für Neugeborene gelten andere Normalwerte        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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