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Schilddrüsenerkrankungen

Ultraschalluntersuchung © Olesia Bilkei

Klein, aber lebenswichtig – das Organ Schilddrüse erfüllt im menschlichen Körper wesentliche Aufgaben. Häufige Schilddrüsenerkrankungen sind Über- und Unterfunktion, Entzündungen oder Krebs. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich zur Schilddrüsendiagnostik an – z.B. Blutuntersuchungen, Ultraschall oder die Szintigraphie. Liegt eine Erkrankung der Schilddrüse vor, stehen zahlreiche effektive Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Schilddrüse: Funktion

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ist ein schmetterlingsförmiges Organ und liegt im Hals knapp unterhalb des Kehlkopfes an der Vorderwand der Luftröhre. Sie gehört zu den lebensnotwendigen Hormondrüsen des Körpers. Die von ihr erzeugten Hormone Thyroxin und Trijodthyronin sind Voraussetzung für eine normale Funktion vieler Organsysteme. Bei Kindern sind sie darüber hinaus auch für eine normale körperliche und geistige Entwicklung wichtig.

Häufige Erkrankungen der Schilddrüse

Erkrankungen der Schilddrüse kommen traditionellerweise in den Alpenländern gehäuft vor, da es sich um Jodmangelgebiete handelt. Die häufigsten Schilddrüsenerkrankungen sind: Struma (Kropf), Über- und Unterfunktion, Entzündungen und Schilddrüsenkrebs.

Schilddrüse und Schwangerschaft

Da eine Schilddrüsenunterfunktion Empfängnisstörungen verursachen und eine Hypothyreose zu gestörter intellektueller sowie körperlicher Entwicklung des Fetus führen kann, sollte die Frau zu Beginn der Schwangerschaft die Schilddrüse untersuchen lassen. Bereits vor und auch während der Schwangerschaft sollte eine normale Schilddrüsenfunktion mit einem TSH-Wert zwischen 0,5 und 2,5 µU/ml liegen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit kommt es zu einem vermehrten Jodbedarf der Mutter.

Schilddrüsenerkrankungen: Vorbeugung

Bis zu einem gewissen Grad ist es möglich, Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen. Eine ausreichende Jodzufuhr ist für die gesunde Schilddrüse unbedingt notwendig. Bei bestimmten Erkrankungen muss allerdings auf eine verminderte Jodzufuhr geachtet werden. Schilddrüsenhormone, die im Blut bestimmt werden, können ebenso wie eine knotige Veränderung oder Vergrößerung der Schildrüse, Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung liefern.

Schilddrüsenerkrankungen: Diagnose

Zur Abklärung von Erkrankungen der Schilddrüse stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung: Blutuntersuchung, Ultraschall, Szintigraphie, Röntgenuntersuchung sowie Feinnadelpunktion. Die betreuende Ärztin/der betreuende Arzt leitet je nach Notwendigkeit die passenden Untersuchungen ein.

Schilddrüsenerkrankungen: Therapie & Nachsorge

Fehlen Schilddrüsenhormone im Körper – wie etwa im Falle einer Unterfunktion, können diese durch eine Hormonersatztherapie von außen zugeführt werden. Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wie etwa Medikamente, die hemmend auf die Schilddrüse wirken, oder die Radiojodtherapie. Schilddrüsenkrebs erfordert je nach Krebsart primär eine Operation. Aber auch eine Radiojod- oder Chemotherapie kann notwendig sein. Bei Entzündungen der Schilddrüse kommen entzündungshemmende Medikamente und Antibiotika zum Einsatz. 

Schilddrüsenerkrankungen: Operation

Eine Schilddrüsenoperation erfolgt in Vollnarkose. Bei der herkömmlichen Operation wird die Schilddrüse durch einen quer verlaufenden Schnitt im unteren Halsbereich freigelegt. Falls der „Kropf“ (Struma) tief in den Brustkorb reicht, kann zusätzlich eine Öffnung des Brustbeins (Sternotomie) erforderlich sein. Bei dringendem Verdacht einer bösartigen Geschwulst kann neben der vollständigen Entfernung der Schilddrüse zusätzlich auch die der Halslymphknoten erforderlich sein.

Schilddrüsenerkrankungen: Leistungen & Kosten

Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung stellen sich viele Fragen: An wen kann ich mich wenden? Wer übernimmt die Kosten für die diagnostischen Untersuchungen? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

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