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ADHS

Bub spielt in Karton Autorennen © HaywireMedia

Was in Hoffmanns Geschichte „Zappel-Philipp“ im Buch „Struwwelpeter“ für Unterhaltung sorgt, kann im realen Leben Kinder, Eltern und Lehrpersonal zur Verzweiflung bringen. Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Überaktivität, die über das alterskonforme Maß auftreten, kennzeichnen ADHS. Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung gehört zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter und kann auch im Erwachsenenalter andauern . . .

ADHS: Ursachen & Diagnose

Der Entstehungsmechanismus der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird unter anderem eine Fehlregulation des Stoffwechsels der Botenstoffe Dopamin, Serotonin beziehungsweise Noradrenalin angenommen. Eine wesentliche Rolle dürfte einer genetischen Veranlagung zukommen. Diskutiert werden auch Sauerstoffmangel rund um die Geburt sowie Risikofaktoren, denen das Kind im Mutterleib ausgesetzt war (etwa Infektionen). Frühgeburt, übermäßiger Konsum von Lakritze, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Drogen-/Nikotinmissbrauch könnten ebenso Mitverursacher sein. Inkonsequentes Erziehungsverhalten kann ADHS negativ beeinflussen.

ADHS: Therapie

Die Therapie von ADHS besteht aus mehreren Säulen, die einander ergänzen. Eine wichtige Rolle spielt die Aufklärung und Miteinbeziehung von Familie und sozialem Umfeld (etwa Schule, Kindergarten). Eltern sowie sonstige Personen, die betroffene Kinder betreuen, sollten als eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen gut über ADHS aufgeklärt werden.

ADHS bei Erwachsenen

Etwa zwei Drittel der Kinder mit ADHS sind auch im Erwachsenenalter weiterhin davon betroffen. Die Diagnosekriterien, die im Kindesalter herangezogen werden, bieten allerdings für Erwachsene wenig hilfreiche Anhaltspunkte. Erwachsene mit ADHS haben im Alltag oft mit Schwierigkeiten zu kämpfen, etwa im Job, im Organisieren eines Haushalts oder ihres Budgets. Zudem zeigen sich soziale Interaktionen oft konfliktbeladen. Eine rechtzeitige Diagnosestellung und Behandlung im Kindesalter kann die Weichen für ein späteres unbeschwerteres Leben stellen.

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