Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Weißhaariger Mann mit Herzschmerz © Photographee.eu

Herzinsuffizienz: Ursachen & Formen

Häufigste Ursache für die Entstehung einer Herzinsuffizienz sind Erkrankungen des Herzens, Bluthochdruck oder eine Kombination mehrerer Ursachen. Manchmal ist die Herzschwäche erblich bedingt oder die Ursache bleibt ungeklärt. Das Ausmaß der Beeinträchtigungen durch die Erkrankung ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Betroffenen treten Beschwerden kaum oder nur in besonderen Situationen auf, zum Beispiel beim Treppensteigen und anderen körperlichen Aktivitäten, andere Patientinnen/Patienten müssen mit starken Einschränkungen leben . . .

Ursachen

Zu einer Pumpschwäche des Herzens und damit zu einer Herzinsuffizienz können verschiedene Erkrankungen führen, die den Herzmuskel schädigen. Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt)
  • langjähriger Bluthochdruck,
  • Entzündungen des Herzmuskels (Myokarditis) z.B. durch eine Viruserkrankung,
  • Kardiomyopathie (unklare Herzmuskelschäden),
  • Erkrankungen des Herzmuskels z.B. durch eine Chemotherapie oder langjährigen übermäßigen Alkoholkonsum bzw. Drogensucht,
  • Herzrhythmusstörungen, z.B. Vorhofflimmern,
  • Erkrankungen der Herzklappen (Klappen schließen nicht vollständig oder sind zu eng),
  • angeborene Herzfehler: können bereits bei jungen Menschen zu Herzinsuffizienz führen,
  • angeborene Herzschwäche.

Bekannte Risikofaktoren für die Entstehung einer Herzinsuffizienz sind neben anderen Herzkrankheiten und Bluthochdruck auch Nierenschwäche, Diabetes, hohe Cholesterinwerte, fettreiche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung von Herzinsuffizienz müssen ihre häufigsten Ursachen – die koronare Herzkrankheit und der Bluthochdruck – rasch und wirksam medikamentös behandelt werden. Auch eine Umstellung des Lebensstils ist wesentlich. Empfohlen werden v.a.:

  • Ausgewogene Ernährung,
  • Übergewicht vermeiden bzw. reduzieren,
  • regelmäßige Bewegung,
  • wenig bzw. kein Alkohol,
  • nicht rauchen.

Formen

Ein geschädigter Herzmuskel ist nicht in der Lage, den Körper mit der erforderlichen Blutmenge zu versorgen. Das Herz versucht diese Schwäche durch Gegenmaßnahmen zu kompensieren: Die Herzfrequenz steigt (Tachykardie), die Größe des Herzens nimmt zu (Herzdilatation), der Herzmuskel wird dicker. Diese Mechanismen führen mit der Zeit zu einer zunehmenden Schädigung und Schwächung des Herzens, sodass es immer schlechter arbeiten kann.

Als Hauptformen werden die akute Herzinsuffizienz und die chronische Herzinsuffizienz unterschieden:

  • Die chronische Herzinsuffizienz ist häufiger. Symptome treten erst mit der Zeit – im Verlauf von Tagen, Monaten oder sogar Jahren – auf und verschlechtern sich zunehmend.
  • Die akute Herzinsuffizienz entwickelt sich plötzlich, und die Symptome sind von Anfang an stark ausgeprägt. Sie entsteht entweder im Gefolge eines Herzinfarktes, durch den ein Teil des Herzens geschädigt wurde, oder – häufiger – wenn es der Körper plötzlich nicht mehr schafft, eine chronische Herzinsuffizienz weiter zu kompensieren.

Man unterscheidet Links- und Rechtsherzinsuffizienz sowie globale Herzinsuffizienz:

  • Die linke Herzhälfte pumpt sauerstoffreiches Blut von den Lungen in den Körper. Bei einer Schwäche der linken Herzhälfte (Linksherzinsuffizienz) staut sich das Blut in der Lunge. Dies bewirkt, dass aus den Blutgefäßen Flüssigkeit in das Lungengewebe austritt, wodurch Luftnot entsteht. Manchmal kommt es auch zu niedrigem Blutdruck.
  • Die rechte Herzhälfte pumpt das sauerstoffarme Blut, das von den Organen, Muskeln und anderen Geweben zurückfließt, in die Lungen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Bei einer Schwäche der rechten Herzhälfte (Rechtsherzinsuffizienz) bewirkt der Rückstau des Blutes in den Körperkreislauf, dass Flüssigkeit in verschiedenen Geweben angesammelt wird, v.a. in der Leber, in den Beinen, in der Bauchhöhle und im Brustkorb. Die Schwellung der Leber macht sich durch Druck im Oberbauch bemerkbar. Dadurch wird manchmal bereits ein Gürtel als drückend und unangenehm empfunden. Bei anderen Erkrankten führt die Herzschwäche zu Appetitlosigkeit.
  • Häufig sind beide Herzhälften betroffen, in diesen Fällen spricht man von globaler oder biventrikulärer Herzinsuffizienz. Die Betroffenen können gleichzeitig unter den Beschwerden einer Links- und Rechtsherzinsuffizienz leiden.
Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse