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Notfälle bei Kindern

Pannendreieck © regine schöttl

Kind sein bedeutet, die Welt entdecken, Freude am Leben und Spaß haben. Doch leider kann, besonders bei Kleinkindern, das Entdecken in einem Unfall enden. Unfälle zählen bei Kindern zu den häufigsten Todesursachen in Österreich. Damit es gar nicht so weit kommt, sind Vorsichtsmaßnahmen wichtig. Diese sind meistens einfach und mit wenig Aufwand verbunden. Zum Beispiel sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Gewässern spielen . . .

Notfall bei Kindern

Ein Kindernotfall ist eine akut auftretende Situation, die rasche Maßnahmen erfordert. Notfälle im Kindesalter sind nicht nur bei Eltern oder Angehörigen, sondern auch im Rettungsdienst eine große Belastung. Leider zeigen Studien, dass Erste Hilfe bei Kindern oft entweder gar nicht oder verspätet eingeleitet wird. Der Grund dafür ist die Angst, etwas falsch zu machen. Doch NICHT ZU HELFEN ist das Einzige, was auf jeden Fall falsch ist. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Der Grund dafür sind nicht nur die körperlichen Unterschiede, sondern auch andere physiologische Vorgänge im Körper. Das hat zur Folge, dass Kinder in vielen Bereichen deutlich geringere Reserven haben als Erwachsene . . .

1x1 der Ersten Hilfe bei Kindern

Das Vorgehen bei Kindernotfällen unterscheidet sich nur in wenigen Details von Erwachsenennotfällen. Bevor Sie als Ersthelferin/Ersthelfer aktiv werden, versuchen Sie, Ruhe zu bewahren, und atmen Sie tief durch. Es ist vollkommen normal, dass Sie in dieser Situation aufgeregt sind. Handeln Sie Schritt für Schritt, und rufen Sie sich Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse in Erinnerung. Denken Sie daran: Der einzige und schlimmste Fehler, den Sie machen können, ist, „NICHTS ZU TUN“!

Notfall bei Kindern: Atemnot

Bei Atemnot bekommen die Betroffenen zu wenig Luft bzw. haben das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen. Die Schwere der Atemnot ist von vielen Faktoren abhängig. Einerseits von der Ursache, anderseits vom Potenzial der Kompensation des Körpers. Eine Kompensation ist eine erhöhte Atemarbeit, z.B. bei Infektionen der oberen Atemwege. Häufige Ursachen für Atemnot sind beispielsweise virale Infekte, bakterielle Infektionen oder Asthma. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Atemnot ist das Abschwellen der Schleimhäute . . .

Notfall bei Kindern: Ertrinken

An sommerlichen Tagen tummeln sich viele Kinder in öffentlichen Bädern, Swimmingpools, Teichen oder auch Planschbecken. Doch der schönste Badetag mit Kindern kann mitunter in einer Katastrophe enden. Ertrinken ist die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache in der Altersgruppe zwischen null und fünf Jahren. Ein Kind kann wesentlich leichter gerettet werden als ein Erwachsener. Der Grund dafür ist seine mangelnde Kraft – im Vergleich zu einem Erwachsenen –, mit der es sich am Retter festklammert bzw. um sich schlägt . . .

Notfall bei Kindern: Fremdkörper in den Atemwegen

Gerade Kleinkinder sind von diesem Notfall besonders häufig betroffen. So kann ein kleines „Zuckerl“ in der Luftröhre bereits die oberen Atemwege vollständig verlegen. Auch das Spielen mit nicht aufgeblasenen Luftballons ist extrem gefährlich. Halten Sie Gegenstände wie z.B. nicht aufgeblasene Luftballons, Münzen, Kleinspielzeug, Murmeln, Erdnüsse oder Bastelperlen von Kleinkindern unbedingt fern . . .

Notfall bei Kindern: Fieber und Fieberkrampf

Fieber ist in den meisten Fällen nicht Ursache einer Krankheit, sondern eine Immunantwort darauf. Die meisten Fieberkrämpfe gibt es im Säuglings- und Kleinkindalter. Wahrscheinlich löst der plötzliche und schnelle Fieberanstieg den Krampf aus. Fieberkrämpfe ähneln den Krämpfen, die bei der Epilepsie auftreten. Fieberkrämpfe stehen jedoch nur äußerst selten mit dieser Krankheit in Zusammenhang. Nur wenige Kinder mit Fieberkrämpfen werden zu Epileptikern . . .

Notfall bei Kindern: Magen-Darm-Infektion

Eine Magen-Darm-Infektion gehört bei Kindern neben Atemwegserkrankungen zu den häufigsten Diagnosen. Die Erkrankung wird allerdings nur dann zum Notfall, wenn Kinder dabei zu viel Flüssigkeit verlieren. Deshalb kann gerade bei Säuglingen und Kleinkindern eine unbehandelte Gastroenteritis lebensbedrohlich werden. Auslöser sind meistens Viren oder Bakterien. In manchen Ländern der Dritten Welt zählen Magen-Darm-Infektionen immer noch zu jenen Ursachen, die für die hohe Kindersterblichkeit verantwortlich sind . . .

Notfall bei Kindern: Verletzungen und Wunden

Kleine Verletzungen sind bei Kindern an der Tagesordnung und vollkommen normal. Glücklicherweise sind die meisten dieser Verletzungen harmlos und heilen problemlos. Trotzdem können sich bestimmte Verletzungen bei Kindern schlimmer auswirken als bei Erwachsenen. Zum Beispiel müssen Blutungen sofort richtig versorgt werden. Wunden entstehen durch äußere Einwirkungen wie mechanische Gewalt, Hitze, Kälte, chemische Stoffe oder Strahlen. Dadurch kommt es zur Zerstörung der natürlichen Barriere, der Haut und zur Gefahr des Eindringens von Keimen . . .

Notfall bei Kindern: Kopfverletzung

Verletzungen im Bereich des Kopfes können sehr schwerwiegende Folgen haben. Die Ursache dafür ist eine Blutung innerhalb des Schädels, die zu einem erhöhten Druck auf das Hirngewebe führt. Auch wenn äußerlich oft nur wenige Verletzungszeichen sichtbar sind, kann es im Schädelinneren zu Blutungen kommen. Sie treten meist innerhalb weniger Stunden, in manchen Fällen erst 48 Stunden nach dem Unfall auf . . .

Notfall bei Kindern: Verbrennung und Verbrühung

Verbrennungen und Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Bereits eine Tasse mit einer heißen Flüssigkeit kann bei Säuglingen und Kleinkindern die Haut bis zu 30 Prozent verbrennen. Bei Kindern und Säuglingen besteht ab einer Ausdehnung von zehn bzw. fünf Prozent bereits Lebensgefahr. Gerade bei großflächigen, tiefen oder Verbrennungen im Gesicht sollten Sie frühzeitig den Notruf 144 wählen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen, das Kind beruhigen und möglichst nicht alleine lassen . . .

Notfall bei Kindern: Bisswunden

Alle Bissverletzungen sind – unabhängig von der Körperstelle und der Größe – gefährlich, da es zu einer Wundvereiterung bzw. -infektion kommen kann. Bei dieser Art von Verletzung sollten Sie immer eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen. Die große Gefahr ist einerseits die Keimbesiedelung der Mundhöhle des beißenden Tieres und anderseits die Weichteilschädigung durch den Biss selbst. Bei Wundabstrichen findet sich eine Vielzahl von Bakterien. Besonders Keime der Gattung Pasteurella sind sehr gefährlich . . .

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