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Gerinnungsstörungen

Hand auf Kniekehle © zlikovec

Störungen der Blutgerinnung, die mit einer erhöhten Neigung zu Thrombosen der Venen oder Arterien einhergehen, werden als Thromboseneigung (Thrombophilie) bezeichnet. Im Gegensatz zur Blutungsneigung (Hämophilie) bilden sich leichter „Verstopfungen“ in den Gefäßen . . .

Thromboseneigung: Was ist das?

Damit das Blut ungehindert fließen, auf Veränderung der Zusammensetzung sowie Verletzungen der Gefäßwand reagieren kann, benötigt es ein Gleichgewicht zwischen Fibrinolyse (macht das Blut flüssiger) und Gerinnung (macht das Blut dicker). Im Körper darf es niemals zu einer unkontrollierten Aktivierung der Blutgerinnung kommen. 

Thromboseneigung: Diagnose & Therapie

Thromboseneigung in der Familie (direktes Verwandtschaftsverhältnis) sowie Thrombosen sollten unbedingt abgeklärt werden. Liegen bestimmte Bedingungen vor – wie das gehäufte Auftreten von Blutgerinnseln – kommt das sogenannte Thrombophiliescreening zum Einsatz. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Thromboseneigung, werden entsprechende vorbeugende und therapeutische Maßnahmen eingeleitet.

Hämophilie

Bei einer Hämophilie können sich stabile Blutgerinnsel nur verzögert oder gar nicht bilden, um Wunden zu verschließen. Die Blutstillung läuft verlangsamt ab. Ursache dafür ist ein angeborener Mangel eines Gerinnungsfaktors. Dieser wird meist vererbt, tritt jedoch gelegentlich auch spontan (erworben) auf. Das X-Chromosom weist in beiden Fällen einen Gendefekt auf.

Thrombozytopenie: Was ist das?

Blutplättchen (Thrombozyten) werden im Knochenmark gebildet und spielen eine wesentliche Rolle bei der Blutgerinnung. Thrombozyten sind – neben den sogenannten Blutgerinnungsfaktoren – für die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben, Mehrzahl von Thrombus) verantwortlich. Diese können etwa bei einer Verletzung eines Blutgefäßes die dadurch verursachte Blutung stillen. Werden Thromben jedoch im Übermaß gebildet, besteht die Gefahr einer Gefäßverstopfung und Embolie .

Immunthrombozytopenie (ITP)

Eine Immunthrombozytopenie (ITP) ist nicht angeboren, sondern tritt unter Umständen im Lauf des Lebens auf. Es wird unterschieden zwischen primären (kein Auslöser erkennbar) und sekundären Formen (Auslöser bekannt, beispielsweise Erkrankungen oder Medikamente). Die ITP gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen.

Thrombotische thrombozytopenische Purpura (TTP)

Die thrombotische thrombozytopenische Purpura (TTP) wird auch als thrombotische Mikroangiopathie oder Moschcowitz-Syndrom bezeichnet. TTP kann angeboren sein oder im Lauf des Lebens auftreten. Wie es zu einer Erniedrigung der Blutplättchenzahl und in der Folge zu Symptomen von TTP kommt, ist unklar. 

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