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Mann im Anzug geht mit Blindenstock © Andrey Popov

Sehbehinderung/Blindheit

Bei einer Sehbehinderung sind Sehschärfe bzw. Gesichtsfeld stark eingeschränkt. Blindheit wird durch eine maximale Einschränkung der Sehstärke oder des Gesichtsfeldes definiert – bis hin zur fehlenden Wahrnehmung jeglichen Lichtscheins (Amaurose). Blindheit kann angeboren sein (z.B. durch Fehlbildungen oder vorgeburtliche Infektionen) oder im Laufe des Lebens auftreten. Mit dem Langstock und eventuell auch einem Blindenhund bleibt die Mobilität weitgehend erhalten. Die gelbe Armbinde mit den drei schwarzen Punkten macht Mitmenschen auf die Situation aufmerksam.

Schweregrade

Sehbehinderungen können in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt sein. Entscheidend ist dabei das verbliebene Sehvermögen (Sehrest) auf dem besser sehenden Auge (mit Brille oder Kontaktlinsen) im Vergleich zu einem normal sehenden Auge:

  • Sehbehinderung: Sehrest von ≤ 30 Prozent;
  • Hochgradige Sehbehinderung: Sehrest von ≤ fünf Prozent;
  • Blindheit: Sehrest von ≤ zwei Prozent.

Ursachen für Erblindung

Sehbehinderungen haben unterschiedlichste Gründe (z.B. Augenerkrankungen). Zu den häufigsten Erblindungsursachen in Europa gehören:

Sehbehinderten- und Blindenschulen

Sehbehindertenschulen für Kinder ermöglichen die Teilnahme am Bildungswesen und zielen auf ein möglichst selbstständiges Alltagsleben ab. Als Alternative werden sehbehinderte Schülerinnen/Schüler in Regelschulen – begleitet von einer Beratungslehrerin/einem Beratungslehrer – integriert. Durch das Erlernen der Brailleschrift können Betroffene mittels Fingerabtastung geprägter Oberflächen (z.B. Papier) „lesen“.

Sehhilfen & Lesegeräte

Reichen Brillen nicht mehr aus und ist noch eine Restsehfähigkeit vorhanden, können Sehhilfen das tägliche Leben erleichtern. Zu diesen zählen:

  • Lupen
  • Lupenbrillen
  • Fernrohrlupen und -brillen

Bildschirmlesegeräte ermöglichen das Lesen auf einem Monitor. Auch elektronisch vergrößernde Sehhilfen, Bücher in Großdruck oder Blindenschrift sowie Vorlesegeräte bieten Hilfestellung.

Blinden Menschen begegnen

Machen Sie sich höflich bemerkbar, wenn Sie in Kontakt treten möchten. Lassen Sie sich von der/dem Blinden am Arm unterhaken, wenn Sie Begleitung – z.B. zur Überquerung einer Fahrbahn – anbieten möchten. Gehen Sie anschließend ein paar Zentimeter voraus, und machen Sie auf Hindernisse aufmerksam (z.B. Absatz) – leiten Sie die Person, steuern kann sie selbst. Bei Tisch geben Sie etwa kurze Informationen, wo die Tischutensilien zu finden sind. Eine Speisenreihung nach Ziffernblattmuster mit entsprechender Erklärung kann die Mahlzeit erleichtern. Um sich besser in Blinde einfühlen zu können und den eigenen Erfahrungsschatz zu erweitern, kann ein Besuch eines „Dinners im Dunkeln“ den Horizont erweitern. Dabei wird man von blinden Menschen geführt.

Menschen mit Behinderung können viele, auch höherqualifizierte Berufe ausüben und am sozialen Leben teilnehmen. Ziel ist die (Wieder-)Eingliederung in den (Berufs-)Alltag und ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben. 

Services & Infos vom Amtshelfer help.gv.at

Das Sozialministerium bietet umfassende Informationen zum Thema Behinderung und Soziales sowie Arbeitsleben und dem Nationalen Aktionsplan Behinderung. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich informiert auf seiner Website zum Thema. Alles rund um Arzt-/Spitalssuche bzw. Suche nach Gesundheitsdienstleistungen oder Selbsthilfegruppen finden Sie unter Services.

Der Amtshelfer help.gv.at bietet umfassende Informationen zum Thema Förderungen, finanzielle Unterstützung und zu vielem mehr.

Weitere Informationen:

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