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Medikamente

Medikamentenstape © Evgeny Rannev

Arzneimittel wirken gezielt, um gesundheitliche Beschwerden zu lindern oder Erkrankungen zu heilen. Entscheidend sind die richtige Auswahl und die Dosierung bei der Verschreibung sowie die richtige Anwendung durch die Patientin bzw. den Patienten. Zum Schutz der Gesundheit müssen in Österreich alle Arzneimittel ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen . . . 

Was ist ein Arzneimittel?

Viele Stoffe lösen im Organismus eine Wirkung aus. Sie kann entweder der Gesundheit nützen oder schaden. Arzneistoffe sind Wirkstoffe, die einen nachweisbaren Nutzen haben. Sie werden gezielt eingesetzt, um Krankheiten und Beschwerden zu behandeln. Vor der Anwendung am Menschen werden Arzneimittel genau geprüft. Die Behandlung mit Medikamenten erfordert besondere Sorgfalt, da geringe Veränderungen in der Anwendung – z.B. in der Dosierung – unerwünschte Wirkungen hervorrufen können. Generika sind Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff wie ursprünglich patentrechtlich geschützte Medikamente. 

Medikamente: Sicher und wirksam behandeln

Ob Hustensaft, Vitaminpräparat, Antibiotikum oder Krebsmedikament: Arzneimittel können von Ärztinnen und Ärzten zur Behandlung von Beschwerden oder Erkrankungen verordnet werden. Bei geringfügigen Beschwerden ist auch eine Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten möglich. Damit die Behandlung Erfolg hat, ist es wichtig, die Medikation genau einzuhalten. Wenn eine Ärztin/ein Arzt neue Medikamente verordnet, ist es für sie/ihn wichtig zu wissen, ob die Patientin/der Patient bereits Medikamente einnimmt. So können unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten oder Mehrfachverschreibungen vermieden werden.

Die Gebrauchsinformation eines Medikaments

Die Gebrauchsinformation gibt eine genaue Beschreibung des Arzneimittels. Die Gebrauchsinformation – sie wird auch als Beipacktext bezeichnet – ist für Patientinnen und Patienten wichtig, um das Arzneimittel richtig anwenden zu können. Für die Zulassung eines Arzneimittels in Österreich werden eine genaue Beschreibung der Zusammensetzung, Anwendung und Wirkungsweise sowie eine Prüfung der Wirkungen und Nebenwirkungen vorausgesetzt.

Unerwünschte Wechselwirkungen vermeiden

Verschiedene Medikamente können sich gegenseitig beeinflussen, wenn sie gleichzeitig oder hintereinander eingenommen werden. In diesen Fällen spricht man von Wechselwirkungen der Arzneimittel. Wechselwirkungen sind bei ärztlich verordneten, rezeptpflichtigen Medikamenten und auch bei rezeptfreien Medikamenten möglich. Auch Nahrungsergänzungsmittel, wie z.B. Vitaminpräparate, oder Nahrungs- und Genussmittel, wie z.B. Milch, Fruchtsäfte oder Alkohol, können unerwünschte Wechselwirkungen verursachen.

Rezeptgebühr: So werden Medikamentenkosten abgedeckt

Patientinnen und Patienten erhalten rezeptpflichtige Arzneimittel mit einem gültigen Kassenrezept und gegen Bezahlung der Rezeptgebühr in der Apotheke. Die restlichen Kosten der Medikamente – das sind jene Kosten über die Rezeptgebühr hinaus – werden in diesem Fall von der Krankenversicherung übernommen.

Medikamente aus dem Internet

Seit 2015 dürfen österreichische Apotheken rezeptfreie, in Österreich zugelassene Medikamente innerhalb Österreichs versenden. Auch ausländischen Apotheken aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Apotheken) ist es erlaubt, rezeptfreie Medikamente grenzüberschreitend nach Österreich zu versenden. Diese Medikamente müssen jedoch in Österreich zugelassen sein. Der Verkauf und Bezug von rezeptpflichtigen Medikamenten über das Internet ist in Österreich verboten!

Checkliste Hausapotheke

Von Augentropfen bis zum Verband: Eine gut sortierte Hausapotheke hilft, unangenehme Beschwerden rasch zu lindern und kleinere Verletzungen richtig zu versorgen. Die Österreichische Apothekerkammer gibt folgende Empfehlungen für die allgemeine Ausstattung einer Hausapotheke:

Antibiotika: Was ist das?

Antibiotika sind Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen. Durch sie können bakteriell verursachte Infektionskrankheiten wirksam geheilt werden. Auch bei vielen medizinischen Verfahren, wie Transplantationen oder orthopädischer Chirurgie werden diese Medikamente benötigt. Antibiotika zählen heute weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Doch missbräuchliche und fehlerhafte Anwendungen tragen dazu bei, dass bakterielle Erreger gegen Antibiotika resistent werden und auf eine Behandlung nicht mehr ansprechen. Ein sorgsamer Einsatz dieser Arzneimittel ist daher sehr wichtig.

Antibiotikaresistenz

Antibiotika sind wirksame Arzneimittel, die zur Behandlung von Infektionen durch Bakterien im Bereich der Human- und Veterinärmedizin eingesetzt werden. Sie wirken nicht gegen Viren. Durch ungenaue, nicht zielgerichtete Anwendung von Antibiotika steigt die Gefahr, dass Antibiotikaresistenzen entstehen und sich ausbreiten. Das hat zur Folge, dass bestimmte Antibiotika nicht mehr wirken.

Kostenübernahme von Medikamenten im EU-Vergleich

Die Kostenübernahme von Arzneimitteln durch die Sozialversicherung bzw. durch die öffentliche Hand ist in den 28 EU-Ländern unterschiedlich geregelt. Ebenso sind die Selbstbehalte – das ist der Anteil an den Kosten eines Arzneimittels, der von den Patientinnen und Patienten selbst getragen werden muss −, unterschiedlich gestaltet. 

Wie Arzneimittelpreise gebildet werden

In Österreich ist die Preisbildung von Arzneimitteln gesetzlich geregelt. Zuständig für Arzneimittelpreise ist die Preiskommission des  Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF). Die Preisbasis eines Medikamentes bildet der Fabrik- oder Depotabgabepreis (FAP/DAP) des Herstellers. Auf diesen Preis werden die jeweiligen Aufschläge (Großhandels- und Apothekenaufschlag) und die Mehrwertsteuer gerechnet. Der FAP/DAP kann vom vertriebsberechtigten Unternehmen frei festgelegt werden, wobei das BMGF über diesen Preis informiert wird.

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